Coesfeld verliert den offenen Schlagabtausch in Werne
Von Malte Greshake
(16.03.25) Puh. Auch bei diesem Auswärtsspiel wäre für die Eintracht aus Coesfeld sicherlich etwas möglich gewesen. Mit dem Werner SC lieferte sich die Mannschaft von Karsten Erwig und Patrick Kloster an diesem Spieltag einen wahren Schlagabtausch ab. Torchancen gab es en masse auf beiden Seiten. Die Visiere waren so hochgeklappt, wie es überhaupt nur ging. Allerdings haperte es bei den Coesfelder einmal zu oft in Sachen Chancenverwertung. Weswegen die Eintracht am Ende knapp mit 1:2 (1:1) das Nachsehen hatte.
"Das Glück hat uns heute nicht gefehlt, das würde ich nicht sagen", resümierte Erwig hinterher. "Wir waren einfach das eine Tor schlechter." Von Beginn an hatten sich die Kontrahenten vor allem mit langen Bälle - und dabei vielleicht auch mit Unterstützung des Windes - immer wieder in Verlegenheit gebracht. Auf Seiten von Werne machte Stürmer Jannik Prinz die Dinger immer fest- Für Coesfeld übernahm Tobias Hüwe vorne drin diesen Job. "Ein Leckerbissen war diese Begegnung also nicht", bemerkte Erwig. "Es war eher von Spannung geprägt."
Für Coesfeld besaß Cedric Pollmeier die erste, fette Chance. Nach einer Flanke gelang es ihm aber nicht, den Ball über die Line zu drücken. Auf der anderen Seite tauchte Werne auch zweimal gefährlich im gegnerischen Sechzehner auf. Jeweils rettete für die Gäste jedoch der Pfosten. Bis Hüwe schließlich für den ersten Treffer der Partie sorgte. Aus 25 Metern versuchte er es einfach mal per Volleyschuss - und überrumpelte damit WSC-Keeper Henrik Pollak, der zu weit vor seinem Kasten stand (41.). Nur reichte das für Coesfeld nicht, um mit einer Führung in die Kabine zu gehen. Weil Werne ebenfalls Fernschüsse draufhatte. Ein Geschoss von Jason Jäger schlug aus 25 Metern im Eintracht-Kasten ein (45.).
Die Köpfe bleiben oben
Ja, und nach dem Seitenwechsel versäumten es die Coesfelder, eine zweite Bude nachzulegen. Unter anderem Philip Schink hätte das bei zwei dicken Gelegenheiten erledigen können. Stattdessen durften allerdings nur noch die Hausherren jubeln: Nach einem zu kurzen Rückpass erhöhte Yannick Lachowicz auf 2:1 (64.). Dennoch hätte die Eintracht nicht mit leeren Händen nach Hause gehen müssen. Chancen ergaben sich auch in der Schlussphase reichlich. Weil aber auch der eingewechselte Marius Borgert mit einem Drehschuss scheiterte, blieb es schließlich bei der knappen Niederlage.
"Uns ist allen bewusst, wie schwierig die Situation ist", meinte Erwig noch, der nach Sieg von Kellerkonkurrent Vorwärts Wettringen mit seinem Team nun wieder auf den letzten Platz abrutschte. "Die Köpfe gehen bei uns aber nicht runter. Ab der nächsten Woche werden wir weiter versuchen, die nötigen Punkte einzufahren."
Werner SC - Eintracht Coesfeld 2:1 (1:1)
0:1 Hüwe (41.), 1:1 Jäger (45.),
2:1 Lachowicz (64.)



































