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Senden bekommt für die Schaffenspause fast die Quittung


Von Malte Greshake

(13.04.25) Das ist er, der erste Auswärtssieg für den VfL Senden im neuen Jahr. Im fünften Anlauf klappte es für Rabah Abed und seine Mannschaft. Die TSG Dülmen besiegten die Sendener, die in der Schlussphase ein wenig ins Straucheln gekommen waren, mit 3:2 (0:1). Obwohl das Spiel sogar auf einem nicht ganz optimalen Rasenplatz am Grenzweg stattgefunden hatte. Not bad.

Denn der VfL hatte sich für zwei richtig starke Phasen in der Partie belohnt. In den Anfangsphase beider Halbzeiten waren die Hausherren mit dem frühen Pressing der Sendener nämlich gar nicht klar gekommen. So gingen die Gäste auch prompt in Führung: Bei einer Ecke war Tom Schlögl zur Stelle (10.). Aber: Jeweils schafften es die Sendener nicht, das Tempo hochzuhalten. "Nach unserer Führung kippt das Spiel", berichtete VfL-Coach Rabah Abed. "Da waren wir uns anscheinend zu sicher." 

Senden nach Wiederbeginn wieder on fire

Dülmen war so im weiteren Verlauf nah dran am Ausgleich. Nur Schlussmann Leon Friedrich verhinderte, dass die abstiegsbedrohte TSG zurück ins Spiel kam. Ab der 35. Minute fanden die Gäste aber allmählich den Zugriff wieder. Matthias Althaus vergab sogar die große Chance, um auf 2:0 zu stellen (40.). "Mit der Art und Weise war ich eigentlich zufrieden", bemerkte Abed. "In der Halbzeit habe ich die Jungs heiß gemacht und darauf hingewiesen, dass wir dem Druck standhalten müssen. Auch habe ich gesagt, dass wir unsere Räume bekommen werden." Und die nutzten die Sendener mit Wiederbeginn eiskalt aus

Mit langen Bälle auf Althaus entzogen sich die Gäste immer wieder dem Pressing der Dülmener. Sendens Stürmer machte die Murmel clever fest und setzte seine nachrückenden Mitspieler in Szene. Wie Hussein Fayad. Der sprintete fast bis zur Grundlinie durch, zog noch einmal nach innen und vollendete per abgefälschten Schuss zum 2:0 (54.). Und nach fast nach dem gleichen Muster erzielte er kurz darauf sogar ein weiteres Tor. Diesmal landete ein Chipball von Hendrik Heubrock bei ihm (57.). Durch Fayads Doppelpack schien das Spiel also entschieden zu sein.

Abeds Sorgen sind unbegründet

Genauso wie in Halbzeit eins erlaubten sich die Sendener jedoch eine Verschnaufpause. Was sich diesmal schnell rächte. Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten verkürzte Patrick Besler auf 1:3 (77.). "So ein Gegentor kann man immer mal bekommen", meinte Abed. "Aber danach haben wir es zu schlampig verteidigt. Danach hatte ich Angst, dass wir das Spiel aus der Hand geben." Nach einem Sendener Missverständnis durfte Alexander Kock auf 2:3 verkürzen (82.).

Doch: Abeds Sorgen waren unbegründet. Mehr ließ sein Team nicht mehr zu. Stattdessen hätte der eingewechselte Jermaine Jeyanthira das Ding sogar endgültig zumachen können. Bei seinem Abschluss zeigte TSG-Keeper Aziz Retzep allerdings einen starken Reflex (90.). Dennoch brachte Senden den Vorsprung schließlich ins Ziel. "Wegen unserer beiden guten Phasen geht der Sieg völlig in Ordnung", so Abed abschließend. "Auch wenn Dülmen ein starken Auftritt gezeigt hat und sich mehr verdient gehabt hätte."

TSG Dülmen - VfL Senden     2:3 (0:1)
0:1 Schlögl (10.), 0:2 Fayad (54.),
0:3 Fayad (57.), 1:3 Besler (77.),
2:3 Kock (82.)



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