Landesliga 4 - Anschwitzen
Einen Platz unter den Top fünf halten
Von Malte Greshake
(15.04.24) Stabil. Fast sämtliche Ligen unseres Einzugsgebiets haben über das Osterwochenende spielfrei. Die Landesliga kann sich das aber nicht erlauben. Die Vorzüge einer 17er-Staffel eben. Aus diesem Grund müssen wir in diesem Anschwitzen direkt zwei Spieltag abfrühstücken. Für Glenn Schröer von der Ibbenbürener SpVgg ist das allerdings gar kein Problem. Zeit und Muße hat er. Die verbleibenden Partien der Saison können er und seine Mannschaft schließlich ganz entspannt angehen.
Im Gegensatz zur Vorsaison müssen sich die Ibbenbürener nämlich mit überhaupt keinen Abstiegssorgen beschäftigen. Dass das der Fall ist, hatte sich bereits im Laufe der Hinserie abzeichnet. Mittlerweile kommen Schröer und sein Team auf 43 Punkte und belegen damit den fünfen Tabellenplatz. "Wir spielen echt eine gute Rolle", sagt der 24-Jährige, der auf der Acht zuhause ist. "Damit war vielleicht nicht unbedingt zu rechnen. Wir haben uns das in den Vorbereitungen aber auch immer erarbeitet." Gerade in Sachen Automatismen wuppt es. "So haben wir den den einen oder anderen Sieg geholt, der für manche Mannschaften in der Liga überraschend kam. Und wenn es so läuft, kann man auch sagen, dass man zurecht oben mitspielt."
Die Effizient fehlte zuletzt ein wenig
Gleichwohl die Ibbenbürener zuletzt einen kleinen Durchhänger hatten. Wenn man das so nennen darf. Fünfmal in Folge blieb die SpVgg ohne Sieg und holte dabei 'nur' zwei Punkte. "Grundsätzlich hat da auch vieles gepasst bei unserem Spiel", erklärt Schröer. "Wir haben es nur verpasst, die Tore zu schießen. "Bei den Spielen gegen den TuS Haltern oder Vorwärts Wettringen wäre das besonders der Fall gewesen. "In der Hinrunde waren wir sehr effizient - was uns zuletzt gefehlt hat", merkt er an. Aber: Am vergangenen Spieltag holte die ISV alles beim 7:1-Sieg über Eintracht Coesfeld nach. Der Knoten ist also geplatzt. Unsere Worte sind das aber, nicht Schröers. "Phrasen kosten nämlich bei uns in der Mannschaft", gibt er lachend zu verstehen. Auch bei den Trainern? "In der Ansprache nicht, aber nebenbei schon", fügt er hinzu. Gut zu wissen jedenfalls...
Schröer selbst kickt erst seit dieser Saison für die Ibbenbürener. Im vergangenen Sommer wechselte er vom Tecklenburger A-Ligisten Eintracht Mettingen rüber. Der Sprung zum Stammspieler schaffte er dann direkt mühelos. Mit bereits 24 Einsätzen ist einer der Dauerbrenner seines Teams. "Ich wurde gut aufgenommen", meint er. "Der Truppe ist echt cool und es ist echt schwierig, nicht gut aufgenommen zu werden." Dass er so viel Einsatzzeit sammelt, ist für ihn trotzdem überraschend. "Damit hätte ich auch nicht gerechnet", bemerkt er. "Das ist mehr als zufriedenstellend." Nur: Nach dieser Spielzeit packt er schon wieder seine Siebensachen und wechselt zu Ligakonkurrent SC Altenrheine. Die Gründe? "Dazu würde ich ungern einen Kommentar abgeben", sagt er. "Das hat sich einfach so ergeben." Fair enough.
Ein paar Spiele darf Schröer ja auch noch mit seinen Mannschaftskameraden gestalten. Die Ziele bleiben dabei natürlich ambitioniert. "Die Top fünf wollen wir auf jeden Fall halten und nicht weiter nach unten rutschten", berichtet er. "Wenn überhaupt soll es noch nach oben gehen." Zwei Punkte Abstand sind's zum VfL Senden, drei zu RW Deuten. Und auf letzteren Gegner trifft die ISV an diesem Gründonnerstag. "Wenn wir das Spiel gewinnen, sind wir gut dabei", so Schröer. "Jeden Platz, den wir dann noch gutmachen, ist ein Bonus."
Anschwitzen, der 27. Spieltag
RW Deuten - Ibbenbürener SpVgg (Donnerstag, 19 Uhr)
Dass die Deutener derzeit nicht allzu gut drauf sind, hat Schröer schon überrascht. Vor allem auch die zurückliegende 0:1-Niederlage gegen Borussia Münster. "Grundsätzlich ist das eine gute Truppe und sie stehen zurecht oben in der Tabelle", fügt er hinzu. "Das Hinspiel haben wir zwar 3:0 gewonnen, die Deutener spielen aber echt guten Fußball. Es wird schwer, wir werden aber gewinnen." Am Ostermontag folgt dann für ihn und sein Team das Spiel gegen den SV Burgsteinfurt. Was Schröer zum Schmunzeln bringt: "Das war vielleicht nicht der verdienteste Sieg. Manchmal ist das Spielglück jedoch auf der richtigen Seite... "
Heimspiel-Tipp: Deuten hat zur alter Stärke zurückgefunden: 2:0.
Schöer: 1:2
Burgsteinfurt - Borussia Münster (Donnerstag, 19 Uhr)
Kadertechnisch hat sich beim SV Burgsteinfurt etwas getan. Zu Beginn dieser Woche gaben die Stemmerter die Verpflichtung von Zeki Arda Yüksekdag bekannt. Das zu den bekannten Neuigkeiten. Ansonsten geht es für den SVB sowie auch Borussia Münster an diesem Osterwochenende darum, ein Polster zwischen sich und die Abstiegszone zu bringen. Der Trend spricht dabei eher für die Gäste aus Münster. Die Truppe von Janis Kraus und Henrik Wegener siegte zuletzt dreimal in Folge. Gleichwohl die Leistung der Burgsteinfurter beim knappen 0:1 gegen Eintracht Ahaus auch aufhorchen ließ.
Heimspiel-Tipp: Burgsteinfurt beendete die Borussia-Serie: 3:1.
Schöer: Borussia ist gut drauf: 1:2.
VfL Senden - SV Dorsten-Hardt (Donnerstag, 19 Uhr)
Das nächste erreichte Ziel kann der VfL Senden abhaken: Am vergangenen Spieltag siegte die Mannschaft von Rabah Abed dieses Jahr das erste Mal auswärts. Was nun das Heimspiel gegen den SV Dorsten-Hardt betrifft, machen sich die Sendener wiederum wohl weniger Sorgen. Weil der VfL derzeit mit 28 Punkten die vierbeste Heimmannschaft der Liga stellt. Allerdings gibt es nur ein kleines Problem: Die Hardter reisen mit einer Serie von zuletzt sieben Siegen in Folge an. Dürfte also knallen am Donnerstagabend.
Heimspiel-Tipp: Senden zermalmt Dorstens Serie: 3:2.
Schöer: Schwierig. Beide sind nicht verkehrt drauf. 2:2.
Vorwärts Wettringen - TSG Dülmen (Donnerstag, 19 Uhr)
Wieder hat es Vorwärts nicht hinbekommen, dreifach zu punkten. Zum vierten Mal in Folge musste die sich die Truppe von Patrick Wensing mit einer Punktteilung begnügen. Was nochmal doppelt frustrierend sein muss. Schließlich waren die Wettringer jedes Mal extrem nah dran am Befreiungsschlag. Ja, am vergangenen Spieltag erzielte Vorwärts erst in der Schlussphase den 3:3-Ausgleich bei der Hammer SpVg. Vorher waren aber genug Chancen da gewesen, um mehr mitzunehmen. "Ich kann den Jungs wenig vorwerfen", meinte Wensing deswegen auch. "Wir lassen alles auf dem Platz. Das wird gerade nur nicht belohnt."
Heimspiel-Tipp: 2:2...
Schöer: Da wird nicht viel passieren. Wettringen gewinnt 1:0 mit dem Bollwerk hinten drin.
FC Nordkirchen - Hammer SpVg (Donnerstag, 19 Uhr)
Kaum vorstellbar, dass sich Nordkirchen das noch nehmen lässt
Heimspiel-Tipp: 2:0
Schöer: 3:0: Nordkirchen ist zu stark.
TuS Haltern - SC Altenrheine (Donnerstag, 19 Uhr)
Für Marc Wiethölter ist die Rechnung ganz simpel. "Wenn wir aus den kommenden beiden Spielen vier Punkten holen, wäre das okay", sagt er in Hinblick aufs Osterwochenede. "Wenn es sogar sechs werden, müssen wir dann nicht mehr nach unten schauen." Sechs Punkte Vorsprung hat der SCA gerade auf die Abstiegszone. Als Tabellenachter. Auch irgendwie Wahnsinn.
Heimspiel-Tipp: 2:2, aber zumindest Wiethölters erste Gleichung steht noch.
Schöer: 1:3
Eintracht Coesfeld - FC Epe (Donnerstag, 19 Uhr)
Das Duell der Gebeutelten. Die Eperaner warten seit sechs Spielen auf einen Sieg, die Coesfelder sind sogar schon das siebte Mal in Folge ohne Dreier geblieben. Alle anderen (und vor allem weniger schönen) Fakten sparen wir uns an der Stelle mal. Vielleicht ist diese Begegnung für beide Teams noch einmal die Chance, Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen. Besonders für die Eintracht dürfte, schon mit 15 Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegplatz, dürfte damit der Abstieg feststehen.
Heimspiel-Tipp: 0:1. Ein Funken Hoffnung.
Schöer: 0:2
Werner SC - Eintracht Ahaus (Donnerstag, 19 Uhr)
Waren das etwas nicht Big Points beim Last-Minute-Sieg über den SV Burgsteinfurt, lieber Frank Wegener? "Davon bin ich weit entfernt zu sprechen", hält der Ahaus-Chefcoach
auf dem Instagram-Kanal der Eintracht fest. "Wir haben noch sieben schwere Spiele vor der Brust. Jetzt müssen wir uns auf die nächste super schwere Aufgabe am Gründonnerstag beim Werner SC konzentrieren." Denn tatsächlich wirken die Hausherren seit dem Jahreswechsel wie ausgewechselt. In der Rückrundentabelle belegt Werne sogar Platz. Und gerade auswärts haben sich die Ahauser, siehe TuS Haltern oder der SV Dorsten-Hardt, zuletzt Patzer erlaubt...
Heimspiel-Tipp: 2:2: Werne verlangt dem Tabellenzweiten alles ab.
Schöer: Werne ist gut drauf, aber Ahaus ist zu stark: 1:3.
Westfalia Gemen - spielfrei
Der 28. Spieltag
TSG Dülmen - FC Nordkirchen (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: 2:1. Ganz wichtige Punkte für Dülmen.
Schöer: 0:3
SV Dorsten-Hardt - Vorwärts Wettringen (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: 2:2: Diesmal sind die Wettringer aber froh über einen Punkt.
Schöer: 2:0
Eintracht Ahaus - Westfalia Gemen (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: 5:0: Ahaus furios.
Schöer: 2:0. Gemen fehlt die Torgefahr durch den Abgang von Julius Gerster.
Borussia Münster - Werner SC (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: 1:2: Ein kleiner Rückschlag für die Borussen.
Schöer: 1:1
FC Epe - RW Deuten (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: Nichts zu holen für Epe: 0:3.
Schöer: 1:2
SC Altenrheine - Eintracht Coesfeld (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: Mit schweren Beinen zum 2:1-Arbeitssieg.
Schöer: 5:0. Da gibt es 'ne Packung.
Hammer SpVg - TuS Haltern (Montag, 15 Uhr)
Heimspiel-Tipp: 4:1. Das wird einseitig.
Schöer: Ein ausgeglichenes Spiel: 1:1.
Ibbenbürener SpVgg - SV Burgsteinfurt (Montag, 15.30 Uhr)
Heimspiel-Tipp: 2:4: Der SVB ist galliger.
Schöer: 2:1. Es wird eng, zuhause werden wir aber gewinnen.
VfL Senden - spielfrei




































