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90.+7! Borgert schockt Epe ganz spät


Von Malte Greshake

(17.04.25) Unfassbar. Mit 2:1 führte der FC Epe in der Nachspielzeit beim Abstiegskracher gegen Eintracht Coesfeld. Nach sechs sieglosen Spielen in Folge war der erste Dreier für die Truppe von Ralf Cordes zum Greifen nahe. Bis die Coesfelder noch einen Einwurf bekamen. Lucca Rensing schleuderte das Ding in den Eper Sechzehner - und Marius Borgert drückte den Ball aus dem Gewühl heraus tatsächlich über die Linie. In der siebten Minute der Nachspielzeit. Die Partie endete 2:2 (0:1)-Unentschieden.

"Das macht mich richtig sauer", haderte FCE-Coach Ralf Cordes nach dem Abpfiff. "Wir hätten vorher den Sack sowas von zuschrauben und das Spiel nicht gewinnen, sondern hoch gewinnen müssen. Und so haben wir es einfach weggeschmissen." Nach einer starken ersten Halbzeit, in der Vito Deiters die Gäste in Führung gebracht hatte (35.), kam Epe nämlich mit richtig Wumms aus der Kabine. Nach Steckpass von Kamaljit Singh erzielte Matteo Schultewolter mit einem Schuss aus 13 Metern dann das 2:0 (49.). "Nur danach betreiben wir Chancenwucher", ärgerte sich Cordes.

Amandip Singh ohne Glück

Im Anschluss bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen. Amandip Singh trat an - scheiterte jedoch an Eintracht-Keeper Nils Berding (52.), der damit nach langer Verletzung ein bärenstarkes Comeback feierte. Trotzdem hatten die Eperaner im weiteren Verlauf mehr gute Chancen, um das Ding zu entscheiden. Allen voran Amandip Singh. Epes Knipser traf jedoch nur den Pfosten (55.) und verfehlte ein weiteres Mal knapp den Coesfelder Kasten (60.).

So blieb die Begegnung eben weiter offen. Und es kam, wie es kommen musst: Die Coesfelder prügelten kurz darauf einen Freistoß aus der eigenen Hälfte nach vorne, den Borgert zum Anschluss nutzte (68.). Der Auftakt für eine wilde Schlussphase, in der kein Team allerdings richtig zwingend wurde. Bis Rensing ganz spät die Schleuder auspackte.

Erwig zieht seinen Hut

"Natürlich ist das in tabellarischer Hinsicht zu wenig", hielt Eintracht-Coach Karsten Erwig somit fest. "Wir haben aber einen anderen Blick auf die Sache. Einen Coesfelder Blick sozusagen. Dass die Mannschaft bei der Tabellensituation bis zum Ende nie den Glauben verloren hat, nötigt mir großen Respekt ab. Der Punkt ist zumindest gut für das Gefühl. Nach Ostern gucken wir dann, was noch geht."

Cordes, mit seiner Truppe immer noch zehn Punkte Abstand auf das rettende Ufer, wählte noch folgende Worte: "Somit haben wir ein Unentschieden, das überhaupt nichts zählt. Was bitter ist, weil die Mannschaft richtig guten Fußball gespielt hat. An Ostermontag versuchen wir den Leuten, noch einmal ordentlich etwas anzubieten." Dann erwarten die Eperaner den Tabellendritten RW Deuten in den Bülten.

Eintracht Coesfeld - FC Epe     2:2 (0:1)
0:1 Vito Deiters (35.), 0:2 Schultewolter (49.),
1:2 Borgert (68.), 2:2 Borgert (90.+7)



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