Ahaus überwältigt das Heimmonster Werne
Von Malte Greshake
(17.04.25) Beeindruckend. Erst ein Heimspiel hatte der Werner SC bis zu diesem Spieltag verloren. Dass die Eintracht aus Ahaus an diesem Gründonnerstag also ein dickes Brett zu bohren hatte, war klar wie Kloßbrühe. Doch von dieser Statistik ließ sich die Mannschaft von Frank Wegener überhaupt nicht beeindrucken. Auch, dass die Ahauser in dieser Partie früh in Rückstand gerieten, schien sie nicht zu zucken. Denn am Ende siegte der Tabellenzweite mit 3:1 (2:1).
Jannik Prinz köpfte die Hausherren in der Anfangsphase bei einer Ecke zunächst in Führung (12.). Und natürlich hatte Wegener im Vorfeld vor der Standardstärke der Werneraner gewarnt. "Das machen sie aber leider echt gut", bemerkte er. Gleichwohl die Ahauser zuvor auch selbst in Führung hätten gehen können. Ein Linkschuss von Lennart Varwick war übers Tor der Hausherren geflogen (8.). Ansonsten blieb es zunächst aber viel Stückwerk, was die Gäste anboten. "Wenn wir allerdings mal angefangen haben, Fußball zu spielen, hatte Werne keine Chance", kommentierte Wegener.
Wie kurze Zeit später. Da fuhren die Ahauser einen Angriff über die linke Seite. Die folgende Hereingabe köpfte Varwick zunächst noch an den Pfosten. Christian Rosing hatte den Braten jedoch gerochen und vollendete per Direktabnahme zum Ausgleich (18.). Dennoch blieb es im weiteren Verlauf ausgeglichen. Unter anderem schallerte ein Schuss der Gastgeber auch nur ans Aluminium. Bis die Ahauser kurz vor der Pause in die Standard-Trickkiste griffen: Nach einer Freistoßvariante über mehrere Stationen landete der Ball bei David Farwick, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste (38.). "Da war die Handschrift des Trainers klar zu erkennen", scherzte Wegener. Weil nicht er, sondern sein Team sich diese Variante ausgedacht hatte. Ehre, wem Ehre gebührt...
Dieses zweite Tore verschaffte der Eintracht die nötige Sicherheit. Prompt erhöhte der Favorit nach Wiederbeginn sogar auf 3:1: Diesmal drückte Varwick das Ding nach einer Flanke von Till Dresemann über die Linie (50.). Hinten ließen die Ahauser im weiteren Verlauf nur noch kaum etwas zu. Nur einmal musste Eintracht-Keeper Igor Levchenko den Ball aus seinem Winkel fischen. Ansonsten war es nun ein souveräner Auftritt der Gäste. "Und am Ende war der Sieg auch nicht unverdient", fügte Standardcoach Wegener abschließend hinzu.
Werner SC - Eintracht Ahaus 1:3 (1:2)
1:0 Prinz (12.), 1:1 Rosing (18.),
1:2 Farwick (38.), 1:3 Varwick (50.)




































