Landesliga 4 - Anschwitzen
Für 'Sissi' hat sich der Schritt gelohnt
Von Malte Greshake
(02.05.24) Die Torhüter-Wochen gehen weiter. Nach Tobias Brünen in der Vorwoche darf sich nun Jannik Sriskandarajah vom SC Altenrheine in unserem Anschwitzen behaupten. Und das mit Recht. Sonst stehen bei uns ja auch wirklich oft die anderen Mannschaftsteile im Vordergrund. Ein Vögelchen (räusper Nikolai Biemann räusper) hatte unserer nämlich Redaktion gezwitschert, dass sich Sriskandarajah auch gerne mal mit uns messen wollen würde. Den Wunsch erfüllen wir gerne. Schließlich können auch wir mal nett sein. Manchmal zumindest.
Natürlich muss es erst um den Nachnamen des 25-jährigen Lehramtsstudenten gehen. Alles andere wäre Quatsch. "Mein Papa kommt aus Sri Lanka", geht Sriskandarajah auf seine Wurzeln ein. Schon in der D-Jugend hatte es sich ein Mannschaftskollege von ihm zu Aufgabe gemacht, ihm einen Spitznamen zu verpassen. 'Sissi' wird er seitdem gerufen. Liegt anscheinend nahe bei den ganzen Vokalen und Konsonanten. Und natürlich müsse Sriskandarajah stets seinen Nachnamen buchstabieren. Blablabla, die dumme Frage mussten wir einfach stellen. Jetzt lassen wir ihn damit aber auch in Ruhe...
Das Torwartteam verändert sich
Seit dieser Saison zockt Sriskandarajah erst für den SCA. Davor war er bei Eintracht Mettingen in der A-Liga aktiv. Bisher hätte sich der Schritt für ihn in die Landesliga bezahlt gemacht. "Meine Spielzeit hätte schon mehr sein können bisher", sagt er. Des Öfteren musste er noch Kollege Steffen Söndgen den Vortritt zwischen den Pfosten lassen. "Das ist in Altenrheine aber eine richtig geile Truppe. Was zum Beispiel das Training angeht, ist das auch noch einmal ein ganz anderes Niveau. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt."
Auf den Konkurrenzkampf mit Söndgen wird Sriskandarajah in der kommenden Saison allerdings verzichten müssen. Mit Cornelius Watta, der vom FC Eintracht Rheine rüberwechselt, bildet er dann das neue Torwartteam am Kanal. Und Söndgen nimmt die Rolle des Torwarttrainers ein. "Dem sehe ich durchaus positiv entgehen", sagt Sriskandarajah. "Steffen weiß, was ein Torhüter braucht. Wir quatschen jetzt beim Training immer schon darüber, was wir selbst verbessern würden. Er hat da Bock drauf und wird das richtig gut machen."
"Das wird ein ekelhaftes und körperbetontes Spiel"
Bis es so weit ist, müssen Sriskandarajah und seine Mannschaft aber noch eine wichtige Aufgabe bewerkstelligen. Für den SCA geht es in der Liga gerade schließlich noch um Punkte gegen den Abstieg. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung derzeit auf die Abstiegszone. Bei noch fünf verbleibenden Spielen müsste es aber schon mit dem Teufel zugehen, damit Altenrheine nicht die Klasse hält. "Nach dem letzten Spieltag, an dem gefühlt jeder unten in der Tabelle gepunktet hat, wird es im Mittelfeld trotzdem ein wenig enger", warnt der Schnapper.
Tabellennachbar SV Burgsteinfurt, der kommende Gegner, befindet sich deshalb in einer ähnlichen Lage. Zweimal sind beide Teams in der Saison schon aufeinandergetroffen. Und beide Male sind wohl allen in Erinnerung geblieben. Das Hinspiel wurde nach einer schwere Verletzung von Arne Üffing abgebrochen und später mit 2:0 für den SVB gewertet. Beim Treffen im Kreispokal vor einigen Wochen siegte der SCA dann haushoch mit 5:0. "Das wird ein ekelhaftes und körperbetontes Spiel", meint Sriskandarajah. "Bei uns dürfte die Motivation noch einmal einen Tacken höher sein. Das Hinspiel ist bei allen noch nicht ganz aus den Köpfen raus. Hitzig wird es also - mit einem guten Ende für uns."
Anschwitzen, der 30. Spieltag
VfL Senden - FC Nordkirchen (Sonntag, 15 Uhr)
Natürlich erinnern wir uns noch ans Hinspiel. Der VfL Senden war seinerzeit richtig gut drauf gewesen und mit einer Serie von sieben Siegen in Folge nach Nordkirchen gereist. Nur: Aufgrund von Rotsperren und Verletzungen hatten die Sendener im Topspiel den Kürzeren gezogen. VfL-Coach Rabah Abed selbst war aufgrund der Personalnot sogar auf dem Spielberichtsbogen als Ersatzspieler erschienen. Deswegen werden sich die Sendener nun sicher auf das Wiedersehen freuen. Und gerade zuhause sind die Chancen für den heimstarken VfL besonders groß, um Wiedergutmachung zu betreiben.
Heimspiel-Tipp: 2:1: Ali Shinawi führt die Sendener zum Sieg.
Sriskandarajah: 2:2
Borussia Münster - Eintracht Ahaus (Sonntag, 15 Uhr)
Gelingt Eintracht Ahaus in dieser Saison der Aufstieg in die Westfalenliga? Als Tabellenzweiter winkt der Truppe von Frank Wegener in Juni eine Aufstiegsrelegation. In den kommenden Wochen entscheidet sich dann nur,
ob in den Westfalenligen zwei oder sogar drei Platze frei werden. Wie es ist, über eine Relegation aufzusteigen, wissen übrigens auch die Borussen. Vor zwei Jahren gelang den Münsteranern, damals noch trainiert von Henry Hupe, dadurch den Sprung aus der Bezirksliga hinaus. Momentan geht's für die Borussia aber nur um eines: den Verbleib in der Klasse. Bei nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone ist der auch noch längst nicht in trockenen Tüchern.
Heimspiel-Tipp: 2:2. Für beide zu wenig.
Sriskandarajah: 0:4
FC Epe - Werner SC (Sonntag, 15 Uhr)
Was geht noch für den FC Epe? Zehn Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf das rettende Ufer. Bei fünf verbleibenden Spielen. Zugegeben, es muss schon viel zusammenlaufen, damit die Eperaner das Wunder Klassenerhalt doch noch schaffen. In den Bülten wird die Hoffnung aber bestimmt zuletzt sterben. Und vielleicht gibt der Einzug ins Pokalfinale der Truppe von Ralf Cordes noch den nötigen Auftrieb. Am vergangenen Mittwoch besiegte der FCE Ligakonkurrent TSG Dülmen mit 3:2.
Heimspiel-Tipp: Der FC Epe macht seine Hausaufgaben: 3:1.
Sriskandarajah: 1:2
SC Altenrheine - SV Burgsteinfurt (Sonntag, 15 Uhr)
Noch traut auch SCA-Coach Marc Wiethölter dem Braten auch nicht. "Noch ist es gefährlich, weil so viele Mannschaften da unten regelmäßig ihre Punkte einfahren", warnte er am vergangenen Spieltag. Für Gegner SV Burgsteinfurt ist die Situation auch nicht anders. Christoph Klein-Reesink und sein Team haben schließlich noch einen Punkt weniger als der SCA auf dem Konto. Und: Nach der zurückliegenden 0:5-Pokalklatsche in Altenrheine ist der SVB sicher auch noch auf Revanche aus.
Heimspiel-Tipp: Burgsteinfurt beweist wieder Comeback-Qualitäten: 1:2.
Sriskandarajah: 3:0: Zeit für eine weiße Weste. Marvin Strotmann, Levin Damer und Fabian Kray, mit dem Kopf, machen die Tore.
Hammer SpVg - RW Deuten (Sonntag, 15 Uhr)
Deuten versucht nochmal alles, um Eintracht Ahaus vielleicht doch einzuholen.
Heimspiel-Tipp: 1:3
Sriskandarajah: 1:2
TSG Dülmen - Eintracht Coesfeld (Sonntag, 15 Uhr)
Durch eine 2:3-Niederlage gegen den FC Epe verpasste die TSG Dülmen am Mittwochabend den Einzug ins Kreispokalfinale. "Heute Abend wird es nach enttäuschend sein, ein Finale ist immer etwas tolles", hielt TSG-Coach Ahmed Ibrahim hinterher fest. "Aber ab morgen ist wieder vollen Konzentration auf die Liga." Nur das Torverhältnis bewahrt die Dülmener gerade davor, auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Für die Coesfelder hingegen geht es nur noch darum, sich angemessen aus der Liga zu verabschieden. Der Abstieg der Eintracht steht seit dem vergangenen Sonntag auch rechnerisch fest.
Heimspiel-Tipp: Dülmen braucht die Punkte dringender: 3:2.
Sriskandarajah: 3:0
SV Dorsten-Hardt - TuS Haltern (Sonntag, 15 Uhr)
Der formstarke SV Dorsten-Hardt schielt noch auf einen Platz unter den Top fünf.
Heimspiel-Tipp: 3:0
Sriskandarajah: 2:1
Ibbenbürener SV - Westfalia Gemen (Sonntag, 15.30 Uhr)
Die Enttäuschung war groß bei der Ibbenbürener SpVgg nach dem vergangenen Spieltag. Was natürlich kein Wunder ist. Mit 2:6 kassierte die Truppe von Alex Lust und David Lindemann beim Werner SC schließlich eine heftige Klatschte. Ein maximal anderes Gesicht müssen die ISVler nun wieder zeigen, sagte Lust im Nachgang. Gerade, weil für die Ibbenbürener nun das letzte Heimspiel dieser Saison ansteht. Und von den eigenen Fans will man sich sicher lieber mit einem Sieg verabschieden.
Heimspiel-Tipp: Der ISV geling der Turn-Around: 2:0.
Sriskandarajah: 1:2
Vorwärts Wettringen - spielfrei




































