Borussia zerlegt auch Senden
von Malte Greshake
(01.09.24) Donner und Doria! Was ist eigentlich mit den Jungs von Borussia Münster los? Auch den VfL Senden verkloppte die Mannschaft von Janis Kraus und Julian Wiedenhöft. Wie schon beim SV Dorsten-Hardt in der Vorwoche siegten die Borussen wieder mit 5:0 (1:0). "Es macht ein einfach derzeit richtig Spaß, den Jungs zuzuschauen", frohlockte Wiedenhöft hinterher. Sehr gut vorstellbar. Gleichwohl der Borussia-Coach betonte, dass die Gäste aus Senden in Halbzeit eins mehr als ebenbürtig gewesen waren. "Da hat uns die Ruhe noch gefehlt", meinte er.
Denn dieses Spiel passte wieder zur der Phase, die die Sendener gerade durchmachen. Die Truppe von Rabah Abed hält gegen jeden Gegner gut mit. Nur hapert es unter anderem bei der Chancenverwertung. Ein Schuss von Matthias Althaus klatsche in Hälfte eins an den Pfosten. Ein Abschluss von Ali Shinawi kratzten die Borussen gerade noch von der Linie. Und das sollte sich schließlich rächen: Kurz vor der Halbzeit brachte Dzan-Laurin Alic Borussias Cebrail Demir im eigenen Strafraum zu Fall. Maxi Wüst schnappte sich daraufhin den Ball und erzielte vom Punkt seinen sechsten Saisontreffer (41.).
Abed: "Danach war es grausam..."
"Ein klarer Elfmeter", meinte VfL-Coach Rabah Abed zu der Szene und lobte vor allem Schiedsrichter David Kleinstück für seine Leistung, die er an diesem Tag zeigen sollte. "Wir sind zwar mit einem unglücklichen Rückstand in die Pause gegangen, eigentlich war aber alles für uns drin", so Abed. "Auch nach dem Seitenwechsel haben wir einen guten Start erwischt. Nach dem Gegentreffer zum 0:2 war aber Schicht. Danach war es grausam und wir haben zurecht verloren."
Nach dem Seitenwechsel gehörten den Gästen zunächst die besseren Offensivaktionen. Ein Freistoß von Lucas Morzonek fand jedoch nicht sein Ziel. Auch Geister scheiterte an Borussia-Keeper Philipp Oluts. Und dann machte sich Münsters Offensivrakete Ansu Nyassi kurz nach seiner Einwechselung auf den Weg. Seine scharfe Hereingabe bugsierte Jasper Kleuter ins eigene Tor (64.). Danach ging bei den Sendenern nichts mehr. Was die Hausherren mit all ihrer Qualität auch eiskalt ausnutzen.
Nyassi ist überall
Der überragende Nyassi war es, der nach einem Chipball vom ebenfalls eingewechselten Paul Sträter auf 3:0 erhöhte (67.). "Vor allem muss man die Leistungen der Einwechselspieler nochmal hervorheben", sagte Wiedenhöft. "Sie fügen sich alle nahtlos ein. Ein großen Kompliment." Auch am vierten Tor war Nyassi schließlich beteiligt. Jan Springeneer schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe (72.). Und der Schlusspunkt gehörte auch - Ihr erratet es schon - einem Einwechselspieler. Abdelwahad Chafiq stand bei einer Ecke goldrichtig und erzielte den 5:0-Endstand (82.).
"Von uns war es eine richtig starke Mannschaftleistung, bei der man keinen hervorheben kann", lobte Wiedenhöft das Kollektiv. "Aktuell funktioniert es bei uns sehr gut." Abed hingegen war ob der nächste Klatsche bedient. "Dann verlierst du halt 0:2 oder 0:3. Aber du darfst nicht so zusammenbrechen. Ich kann mir das nicht erklären. Die Qualität ist bei uns da. Momentan ist es für uns aber eine mentale Geschichte."
Borussia Münster - VfL Senden 5:0 (1:0)
1:0 Wüst (41./FE), 2:0 Kleuter (64./ET),
3:0 Nyassi (67.), 4:0 Springeneer (72.),
5:0 Chafiq (82.)
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