Senden dreht 0:2-Rückstand in Epe
von Malte Greshake
(15.09.24) Schon in der Vorsaison hatte sich der VfL Senden beim FC Epe richtig schwergetan. Und auch beim Wiedersehen in den Bülten mussten die Sendener einem Rückstand hinterher rennen. Mit 0:2 lag die Truppe von Rabah Abed zur Pause zurück. "Für einen Gast ist das in Epe natürlich richtig unangenehm", meinte der VfL-Coach später. Aber: Sein Team berappelte sich im zweiten Durchgang, drehte das Spiel und heimste durch den 3:2-Erfolg den zweiten Dreier in Folge ein.
Kurz nach der Halbzeit sorgte Jermaine Jeyanthira für Aufbruchstimmung im Sendener Lager. Nach einem Pass Tim Wittoff überlupfte er FC-Keeper Niklas Baumann (46.). "Man hat danach direkt gemerkt, dass die Jungs mehr wollen", frohlockte Abed. Die Eperaner machten es den Gästen mit ihrer nun passiven Art aber auch einfach. "Wir haben auf einmal alles vermissen lassen", haderte Epes Spielertrainer Niklas Niehuis. "Es war, als wenn bei uns einer den Stecker gezogen hat."
Es dauerte danach nicht lange ehe, die Sendener nachlegten. Matthias Althaus brachte vom linken Flügel eine Flanke vorher, die Jeyanthira mit dem Kopf über die Linie drückte (61.). Dass sich Mario Carneiro kurze Zeit später nach einem groben Foulspiel an Jeyanthira die glatt Rote Karte abholte (65.), half den Gastgebern in die Phase natürlich auch nicht wirklich. Und kurz vor Schluss landete dann ein Flachpass von Althaus bei Routinier Joshua Kottenstede, der die Gäste mit seinem Treffer über den Sieg jubeln ließ (90.).
Unglaube und Enttäuschung bei den Gastgebern
"Es hat Spaß gemacht und mich mit Stolz erfüllt, dass die Jungs das Spiel unbedingt gewinnen wollten", freute sich Abed somit. "Schon in der ersten Halbzeit waren wir gut drin. Nur haben wir den Ball da noch nicht über die Linie gebracht. Aber die Jungs sind ruhig geblieben und haben sich doch noch belohnt." Auf der anderen Seite hingegen herrschte nach der vierten Niederlage in Folge Unglaube. "Es ist unerklärlich, was nach der Pause passiert ist", meinte Niehuis. "Wir haben es nicht mehr geschafft, den Schalter umzulegen. Was enttäuschend ist, weil wir in der ersten Halbzeit nach den vergangenen Wochen eine richtig gute Reaktion gezeigt haben."
Bereits in der ersten Spielminute hatte Amandip Singh die Hausherren in Führung geballert. Nach einer scharfen Hereingabe von Henrico Holtkamp schlug seine Direktabnahme im Netz ein (1.). Im Anschluss erspielten sich zwar die Sendener auch ihre Chancen, über ein weiteres Tor durften aber nur die Eperaner jubeln. Vor der Halbzeit kombinierte sich Kamaljit Singh im Zusammenspiel mit seinem Bruder Amandip vor den VfL-Kasten und erhöhte auf 2:0 (41.). Da war die Welt noch in Ordnung für den FC Epe. Bis Schiedsrichter Dominic Nosing schließlich Durchgang zwei anpfiff - und das Unheil für den FCE seinen Lauf nahm...
FC Epe - VfL Senden 2:3 (1:0)
1:0 Amandip Singh (1.), 2:0 Kamaljit Singh (41.),
2:1 Jeyanthira (46.), 2:2 Jeyanthira (61.),
2:3 Kottestede (90.)
Rote Karte für Epes Carneiro (65./grobes Foulspiel)




































