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Diesmal schaut Epe spät in die Röhre


von Malte Greshake

(29.09.24) So nahe liegen Freud und Leid beieinander. In der Vorwoche hatte der FC Epe das Spiel gegen Vorwärts Wettringen durch einen späten Treffer für sich entschieden. Und ihr ahnt jetzt schon, was an diesem Spieltag passierte. Diesmal kassierten die Eperaner gegen den FC Nordkirchen nämlich ein megaspätes Ding. In der siebten Minute der Nachspielzeit. Und auch noch mit einem Mann mehr. So war es nicht überraschend, dass Coach Ralf Cordes nach dem 2:3 (1:2) von einer ärgerlichen Niederlage sprach.

Aber nicht nur die späte Kirsche wäre unnötig gewesen. "Wenn du bereits nach wenigen Minuten zurückliegst, wirft das deinen Plan natürlich über den Haufen", meinte Cordes später. Direkt nach Spielbeginn hatten die Gäste die Eperaner mit einem langen Ball überrumpelt. Jaime Borm musste zur Führung nur seinen Flunken hinhalten (2.). Gleichwohl sich die Hausherren in der Folge schnell fingen. Amandip Singh war es schließlich, der nach Flanke seines Bruders Kamaljit den Gleichstand wiederherstellte (10.).

Wenig machen konnten die Eperaner in der Folge aber beim zweiten Gegentreffer. Ja, der Ballverlust im Spielaufbau war sicherlich vermeidbar. Nordkirchen spielte es dann allerdings auch richtig stark aus. Über mehrere Stationen kombinierten sich die Gäste blitzartig vor das Eper Tor. Ufuk Ekincier war schließlich der Abnehmer (24.). "Das haben sie schon gut gemacht", bemerkte Cordes. "Die Qualität des Gegners muss man dann auch mal akzeptieren." Für den letzten Höhepunkt in der Halbzeit sorgten dann auch die Nordkirchener. Auch wenn es aus ihrer Sicht kein schöner war. Ekincier bekam nach wiederholten Foulspiel Gelb-Rot gezeigt (45.).

Die Hausherren lassen zu viel liegen

Nach dem Seitenwechsel nutzten die Eperaner die Überzahl (meistens) clever aus. Vor allem die Geduld, mit der seine Truppe agierte, beeindruckte Cordes. Hinten ließen seine Jungs nichts mehr zu. Nur in der Offensive haperte es trotz guter Einschussmöglichkeiten. Bis Matteo Schultewolter in der Schlussphase tatsächlich doch noch bei einem Eckball zum 2:2 zuschlug (87.). Und danach wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Nur traf Kilian Voss lediglich den Pfosten. Auch Andreas Fonteins Schuss verfehlte sein Ziel knapp.

Und so kam es, wie es kommen musste. Obwohl die Hausherren im eigenen Sechzehner zahlenmäßig überlegen waren, durfte Nordkirchens Lutz Schaemann den Ball annehmen und aus der Drehung den Lucky Punch erzielen (90.+7). "So ist es für uns mehr als ärgerlich, dass wir mit leeren Händen dastehen", sagte Cordes. "Das war ein offenes Spiel, das wir zur unsere Seite hätten drehen können. Nur haben wir einfach zu viel liegen gelassen."

FC Epe - FC Nordkirchen    2:3 (1:2)
0:1 Borm (2.), 1:1 Singh (10.),
1:2 Ekincier (24.), 2:2 Schultewolter (87.),
2:3 Schaemann (90.+7.)
Gelb-Rote Karte für Nordkirchens Ekincier (45./wiederholtes Foulspiel)



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