Rückkehrer Hüwe sichert Coesfelds zweiten Saisonsieg
Von Malte Greshake
(06.10.24) Eigentlich wollte Tobias Hüwe bei der Eintracht Coesfeld in dieser Saison nur noch stand-by-mäßig zu Verfügung stehen. Seit kurzem ist der Routinier und vormals langjährige Kapitän aber wieder fester Bestandteil des Kaders. Und beim Heimspiel gegen die Ibbenbürener SpVgg bewies Hüwe nun, wie wichtig er immer noch für sein Team ist. Mit zwei Toren wurde er beim 4:2 (1:1)-Sieg Matchwinner der Coesfelder.
Grundsätzlich lieferten die Coesfelder jedoch wieder eine engagierte Partie ab. "Man hat schon in den letzten Wochen gemerkt, dass wir uns in der Liga immer mehr akklimatisieren", meinte Eintracht-Coach Karsten Erwig. Aber auch die Gäste aus Ibbenbürener sind momentan richtig gut drauf - und sorgten auch für das erste Highlight der Partie: Niklas Richter kam an der Sechzehnerkante frei zum Abschluss und schlenzte das Ding zur Führung in den Winkel (13.). Recht zügig lieferten die Hausherren aber die passende Antwort. Ein Tiefenball landete von Maximilian Funkner in der Folge bei Jonas Warmes, der den Ausgleich besorgte (14.).
Hüwe leitet den Wendepunkt ein
"Die erste Halbzeit war ordentlich von uns", meinte Ibbenbürens Co-Trainer David Lindemann später. "Das Pressing hat geklappt und wir haben uns immer wieder früh den Ball erobert. Nur haben wir es im letzten Drittel dann zu ungenau gespielt. Auch die Bereitschaft, die ekligen Wege zu gehen, war nicht da." Weil im weiteren Verlauf auch die Coesfelder nicht mehr zwingend wurden, ging's also mit dem Gleichstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erwischten dann wieder die Ibbenbürener den besseren Start. Abwehr-Hüne Adrian Thal köpfte nach einer Ecke zur erneuten Führung ein (57.). Zum Leidwesen der Gäste ließ Marvin Hagemann danach das 3:1 liegen (65.). Eintracht-Keeper Jannis Thentie bewahrte für sein Team mit einer starken Parade Schlimmeres. Und dann kam es, wie es kommen musste: Ein Rückpass von Gerrit Oberhaus geriet zu kurz, der eingewechselte Hüwe spritzte dazwischen und erzielte den 2:2-Ausgleich (74.). Es sollte der Wendepunkt in dieser Partie sein.
Lindemann: "Ein gebrauchter Tag"
Die Coesfelder wollten nun nämlich den zweiten Dreier erzwingen. Nach einem Foul an Warmes zeigte Schiedsrichter Luca-Noél Perschke auf den Elfmeterpunkt. Aaron Schölling dreht für Coesfeld das Spiel (77.). "Für mich ein unberechtigter Strafstoß mit großen Auswirkungen", kommentierte Lindemann. "Aber wir haben es uns auch selbst zuzuschreiben, weil wir das Spiel trotz guter Chancen nicht zumachen. So verlierst du ein Spiel, das du niemals verlieren darfst. Ein gebrauchter Tag, bei dem alle Extreme zusammengekommen sind."
Hüwe war es schließlich, der sich auf dem rechten Flügel durchtankte und die Murmel zum 4:2-Endstand in den kurzen Winkel donnerte (89.). "Wir sind froh, dass seine Rückkehr so gut geklappt hat", frohlockte Erwig. "Vom Läuferischen und Kämpferischen war es eine top Leistung. Und wir haben in den entscheidenden Situationen die Tore gemacht."
Eintracht Coesfeld - Ibbenbürener SV 4:2 (1:1)
0:1 Richter (13.), 1:1 Warmes (14.),
1:2 Thal (57.), 2:2 Hüwe (74.),
3:2 Schölling (77./FE), 4:2 Hüwe (89.)




































