Singh kontert Richter - FC Epe punktet bei der ISV
Von Malte Greshake
(23.11.24) Einen Punkt für die Moral sammelte der FC Epe am Freitagabend im Sportzentrum Ost. Nach 2:0-Führung durch einen Doppelpack von Niklas Richter gaben die Hausherren der Ibbenbürener SpVgg den Sieg in der Schlussphase noch aus der Hand, weil Kamaljit Singh ebenfalls doppelt knipste. So verpasste es die ISV beim 2:2 (0:0)-Remis, die starke Hinrunde mit einem Sieg zu beenden.
"Insgesamt ist das Ergebnis enttäuschend und ärgerlich für uns", meinte Ibbenbürens Trainer David Lindemann hinterher. "Wir haben zwar nicht unser bestes Spiel gemacht. Wenn du zuhause mit 2:0 führst, haben wir schon den Anspruch, es auf unsere Seite zu ziehen. Deswegen nervt so ein Ausgang natürlich. Aber ehrlicherweise sind wir in diesem Spiel auch nicht für mehr in Frage gekommen."
Epes passende Antwort
Nach einem bereits ausgeglichenen, aber chancenarmen ersten Durchgang hatte Niklas Richter die Hausherren per Doppelschlag auf die vermeintliche Siegerstraße gebracht. Erst war er bei einer Ecke zur Stelle und staubte aus dem Gewühl heraus ab (59.). Kurz danach erhöhte er nach einem blitzsauber vorgetragenen Angriff auf 2:0 (64.). Bjarne Muck war in dieser Szene auf dem rechten Flügel durchgebrochen und servierte für Richter mit einem präzisen Schnittstellenball (64.).
Ansonsten hatten die Gastgeber an diesem Abend aber große Probleme ins Spiel zu finden. In vielen Aktionen lösten es die Ibbenbürener zu unsauber und trafen einige falsche Entscheidungen. "Wir sind nicht in unseren Rhythmus gekommen", bemerkte Lindemann. Und mit Beginn der Schlussphase rächte sich das doch noch. Nach einem Steckpass tauchte Singh blank vor der Ibbenbürener Hütte auf und traf zum Anschluss (72.). Kurz vor dem Ende wurde Epes Stürmer dann im ISV-Sechzehner elfmeterreif von Schlussmann Jason Breulmann gefällt. Singh schnapp sich selbst den Ball und butzte vom Punkt zum 2:2-Endstand (84.).
Lindemann: "Müssen es globaler betrachten"
Nach der 1:6-Derbyklatsche in der Vorwoche bei Eintracht Ahaus hatten die Eperaner also die passende Reaktion gezeigt. FC-Chefcoach Ralf Cordes hätte aber gerne mehr als nur einen Punkt mitgenommen. "Es war sicher ein gerechtes Remis, aber wenn eine Mannschaft den Sieg verdient gehabt hätte, dann geht die Tendenz eher in unsere Richtung", hielt er bei den Kollegen der Münsterland Zeitung fest.
Lindemann fügte abschließend noch folgende Worte hinzu: "Eine höchstens ordentliche Leistung reicht in der Landesliga nicht, um gegen einen Gegner wie Epe zu gewinnen. Aber wir wollen es auch nicht zu kritisch sehen. Dass die Mannschaft nach einem solchen Spiel nicht glücklich sind, zeigt, was wir uns erarbeitet haben und wie gut unsere Saison bisher war. Wir müssen es also globaler betrachten und sind mit unserer Hinrunde zufrieden."
Ibbenbürener SpVgg - FC Epe 2:2 (0:0)
1:0 Richter (59.), 2:0 Richter (64.),
2:1 Singh (72.), 2:2 Singh (84./FE)



































