Landesliga 4
Mittlerweile kann "Reese" auf die üblichen Floskeln verzichten
Von Malte Greshake
(20.10.25) Setzt Euch lieber hin, bevor Ihr an dieser Stelle weiter lest. Wir haben einen richtigen Hammer für Euch: Christoph Klein-Reesink bleibt eine weitere Saison Cheftrainer des SV Burgsteinfurt. Das überrascht wirklich, oder? Damit geht der 48-Jährige in seine bereits elfte Saison beim Landesligisten, der am vergangenen Sonntag in der Tabelle ja sogar auf Rang eins rückte. Nachdem Patrick Wensing im Sommer bei Vorwärts Wettringen reingehauen hat, dürfte 'Reese' damit der dienstälteste Coach der Liga sein. Behaupten wir jetzt einfach mal. Und für ihn auch erfreulich: Auch sein Co-Trainer Timo Zorn hält dem Verein weiter die Treue.
Es passt für Klein-Reesink nämlich weiter alles. "Nach der langen Zeit kann man, denke ich, auf die üblichen Floskeln verzichten", meinte Reese. "Wir müssen nicht mehr über irgendwelche Vertrauensbeweise sprechen. Und ich behaupte, man erkennt von außen, wie viel sich bei uns getan hat." Mit Markus Eggert steht inzwischen ein eigener Athletiktrainer dienstags auf dem Platz und macht die Jungs lang. Torwarttrainer Timo Lindstrot leiste ebenfalls einen super Job. "Alles wurde nochmal auf ein anderes Niveau angehoben", so Klein-Reesink. "Das merken die Spieler, aber auch das Umfeld."
Der Kapitän hat bereits zugesagt
Auch sportlich läuft's rund. Nach dem 2:0-Sieg über Borussia Münster am gestrigen Sonntag grüßt Burgsteinfurt sogar von der Tabellenspitze. Erst der Aufstieg aus der Bezirksliga, dann mit Platz acht eine mehr als ordentliche erste Landesliga-Saison - und jetzt das. Obwohl die zweite Saison nach dem Aufstieg als besonders schwierig verschrien ist. "Natürlich sagen wir nicht, dass wir hochgehen müssen", ordnet es Reese ein. "Die Liga ist total ausgeglichen, das wissen wir."
Zumal der Zweitplatzierte Hammer SpVg punktgleich mit den Burgsteinfurtern ist. Und von Rang zehn sind Reese und seine Jungs auch nur schmale sechs Zähler entfernt. "Trotzdem ist es schön, wie es gerade läuft", merkt der Übungsleiter noch an. "Es kann allerdings auch mal eine Phase kommen, in der es nicht läuft. Dafür bin ich zu lange dabei, um sagen, dass wir so durchmarschieren. Aber klar: Wir versuchen, das natürlich zu umgehen."
Während die Trainerfrage also geklärt ist, laufen die Personalgespräche mit den Spielern indes gerade erst an. Ist schließlich aber auch erst Ende Oktober. "Trotzdem wollen wir schon bis Anfang November ein klares Feedback hören", berichtet Klein-Reesink. "Die Tendenz geht aber in die richtige Richtung." Und: Kapitän Steffen Exner hat bereits zugesagt. Ein wichtiges Signal für den Rest.





































