Landesliga 4
Ikeakhe wieder unter der Haube
Von Christian Lehmann
(03.12.25) Vor ziemlich genau zwei Wochen war Kevin Ikeakhe beim TuS Graf Kobbo Tecklenburg beurlaubt worden. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte er damals, von einem neuen Engagement als Trainer sei er nicht abgeneigt. Das wird's nicht, stattdessen steigt der 31-Jährige nun aber wieder als Spieler ein - bei der Ibbenbürener Spielvereinigung.
Deren Cheftrainer Kevin Gütt gibt am Mittwochnachmittag die Verpflichtung des früheren Westfalenliga-Spielers bekannt und erklärt auch, wie es dazu kam. "Kevin war vor ungefähr einem Jahr schon bei uns im Training. Da hat er einen richtig guten Eindruck hinterlassen - sowohl fußballerisch als auch charakterlich. Als ich erfahren habe, dass er nicht mehr Trainer in Tecklenburg ist, habe ich ihn einfach mal angehauen, ob er sich vorstellen kann, als Spieler bei uns einzusteigen. Es ist erstmal eine verrückte Situation, aber er renoviert im nächsten Jahr ein Haus in Schierloh und hat nicht mehr genug Zeit, um als Trainer zu arbeiten."
Erfahrener Leader
Als Spieler hat Ikeakhe bereits eine Menge erlebt. In der Jugend kickte er unter anderem für Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld, den SC Verl und den VfL Osnabrück, im Seniorenbereich überwiegend für seinen Heimatverein SC Peckeloh, aber auch in Bad Rothenfelde und bei der SG Oesterweg. Nach einem kurzzeitigen Engagement als Co-Trainer bei GW Nottuln war er während der Hinrunde bei den Kobbos eingestiegen - doch es passte sportlich einfach nicht. Der Abschied war jedoch von Wertschätzung geprägt und kam ohne böses Blut daher. Als ISV-Spieler könnte Ikeakhe derweil ein richtig gutes Match sein, glaubt Gütt. "Uns kann ein so erfahrener Leader auf dem Platz nur gut tun. Das ist etwas, dass meiner jungen Mannschaft in dieser Saison vielleicht manchmal noch fehlt. Jetzt heißt es erstmal, Kevin richtig fit zu bekommen, damit er bei uns viel Spielzeit bekommt."
Bei seinen früheren Stationen war der Linksfuß überwiegend im Offensivbereich auf dem Flügel unterwegs, bei den Kobbos half er ab und an in der Defensive aus. Auf welcher Position er der ISV weiterhelfen soll, will Gütt noch nicht festlegen. "Wir können uns mehrere Positionen vorstellen und machen das davon abhängig, wie sich die Rückrunden-Vorbereitung entwickelt", so der Coach. Ikeakhe ist direkt spielberechtigt und könnte sogar bereits in der Halle für sein neues Team auflaufen - vorausgesetzt, Spieler und Verantwortliche wollen das mögliche Verletzungsrisiko in Kauf nehmen.
Kein Umbruch wie in der Vorsaison
Bei der ISV hat Ikeakhe für eineinhalb Jahre zugesagt. Damit ist er also auch Teil des Kaders für die kommende Saison, der laut Gütt schon "zu 90 Prozent steht". Leistungsträger wie Maxi Pelle, Dominik Dohe, Jason Breulmann, Julian Wesselkämper, Niklas Pollok sowie Marvin und Kevin Hagemann haben bereits zugesagt. "Wir haben noch ein, zwei kleinere Fragezeichen - allerdings nur aus beruflichen oder privaten Gründen", betont Gütt. Parallel hält der Klub aktuell Ausschau nach Verstärkungen. Zehn Neuzugänge wie in der vergangenen Saison wird es nicht geben, beteuert Gütt. "Wir wollen den Kader gezielt mit zwei, drei Topspielern verstärken. Einen Umbruch wie in der vergangen Saison wird es diesmal nicht geben."




































