Landesliga 4
Vorbereitung: "Größtenteils zufrieden". So lautet das Zwischenfazit von ISV-Coach Kevin Gütt mit Blick auf die vergangenen Wochen. Dennoch sieht er Licht und Schatten: "Gerade zu Beginn der Vorbereitung hat man gemerkt, dass wir einen personellen Umbruch hinter uns haben. Die Hierarchie musste sich neu finden - auf dem Platz, aber auch in der Kabine.“ Neue Automatismen und ein verändertes Spielsystem brauchten Zeit. Doch die Entwicklung stimmt: "Die letzten zwei Wochen waren richtig gut. Jetzt geht's darum, in den einzelnen Spielphasen noch präziser zu werden. Aber wir sehen uns gewappnet."
Spielidee/Motto: Variabilität ist das Stichwort. Gütt: "Es soll nicht nur Plan A oder B geben. Wir wollen mehrere Pläne in der Hinterhand haben." In der vergangenen Saison hätten die Ibbenbürener zumeist ihr Heil im hohen Offensivpressing gesucht. Jetzt werde ein noch vielfältiger Mix angepeilt. Zentral bleibe dabei das Ziel, aktiv zu agieren und Ballbesitzphasen zu nutzen: Räume überladen, dort reinspielen, den Ball und den Gegner stets kontrollieren. So jedenfalls die Idee.
Diesen Gegner wollen wir unbedingt schlagen: Gütt will keine Einzelspiele zu hoch hängen, sagt aber: "Grundsätzlich traue ich uns zu, jedes Spiel gewinnen zu können." Einen besonderen Reiz haben für die ISV aber nach wie vor die Duelle mit Borussia Münster. Schon in der Bezirksliga lieferten sich beide Teams intensive Partien. Auch das Spiel gegen den SC Altenrheine steht im Fokus, nicht zuletzt, weil dort viele Tecklenburger Kicker auf dem Platz stehen. "Und Emsdetten ist auch nicht so weit entfernt...", meint der Trainer über die Nullfünfer, die aus der Bezirksliga hochgekommen sind.
Ohne den geht bei uns gar nix: "Wir haben nicht die großen Möglichkeiten in Ibbenbüren", hält Gütt fest. "Umso mehr sind wir auf Jungs angewiesen, die Bock auf den Verein und seine Geschichte haben." Leistungsträger wie Maxi Pelle, Kevin Hagemann oder Ole Schübrock sind feste Größen, zudem drängen Spieler wie Marvin Hagemann und Julian Wesselkämper auf den nächsten Entwicklungsschritt. Neben dem Platz sind Helfer wie Benedikt Koose und Daniel Agnischock unverzichtbar. Ob bei der Videoanalyse oder in der Organisation. Auch seine Co-Trainer Daniel Lindemann und Christopher Nietiedt hebt Gütt hervor: "Wir - Betreuer, Trainer und die Spieler - verstehen uns als Team. Auf und neben dem Platz.“
Saisonziel: Die ISV weiß um ihre Rahmenbedingungen: "Aus diesem Grund ist es für uns jedes Jahr ein Privileg, in der Landesliga spielen zu dürfen", hält der ISV-Trainer fest. Der Klassenerhalt steht an erster Stelle. Aber: "Ich kenne die Jungs. Wenn wir uns weiterentwickeln, ist auch mehr möglich." In der vergangenen Saison landete die Mannschaft schließlich auf einem starken Rang fünf.
Meistertipp: "Lünen wird eine gute Rolle spielen", ist sich Gütt sicher." Senden ist jedes Jahr fußballerisch stark und hat wieder gute Chancen. RW Deuten gehört ebenso dazu." Und dann wäre da noch ein Team aus der Nähe: "Die Altenrheiner haben einen richtig starken Kader. Wenn dort vieles zusammenpasst, traue ich ihnen eine gute Rolle zu."
Trainer: Kevin Gütt (1. Saison/für Alex Lust und David Lindemann)
Zugänge:
Kamil Roguski (eigene U19)
Felix Kuhlenbeck (Eigene Reserve)
Damijan Fazlic (Eigene Reserve)
Marius Bücker (Eigene Reserve)
Tom Rüther (Eigene Dritte)
Nikolai Biemann (Eintracht Mettingen)
Dominic Dohe (Preußen Lengerich)
Levin Schüler (Preußen Lengerich)
Eric Rahe (VfL Osnabrück U19)
Berkant Samanci (Tecklenburg)
Maximilian Warkentin (SW Lienen)
Daniel Kammerzell (TuS Recke)
Abgänge:
Glenn Schröer (SC Altenrheine)
Niklas Richter (VfL Theesen)
Sven Hübner (Falke Saerbeck)
Gerrit Oberhaus (Eigene Reserve)
Lukas Börgel (Laufbahnende)
So lief die Saison 2024/25:
Das war schon irgendwie alles merkwürdig. Auf Platz drei stehend, trennte sich die ISV vom erst vor der Saison installierten neuen Cheftrainer Mike Schwering. Nach drei Siegen in Serie war der plötzlich Ende Oktober zurückgetreten. Es passte - kurz gesagt - nicht mehr zwischen Mannschaft und Chefcoach. Alex Lust und David Lindemann übernahmen. Und sie machten ihre Sache gut, die ISV kam als Fünfter ins Saisonziel. Was auffiel: Nur zwei der acht 2025er-Heimspiele gewann die ISV. Das ist sicherlich zu wenig gewesen. Demgegenüber gab es in acht 2025er-Auswärtsspielen aber auch nur zwei Pleiten. Merkwürdig, sagten wir ja.




































