Landesliga 4
Sendens nächste Niederlage hätte nicht sein müssen
Von Malte Greshake
(12.10.25) Das war eine Niederlage, die besonders schmerzte. Gerade, weil die Sendener eine klare Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche zeigten. Am Ende stand der VfL nach dem 1:2 (0:1) gegen die Hammer SpVg aber erneut mit leeren Händen da - die dritte Pleite sogar in Serie. "Da muss ich erstmal eine Nacht drüber schlafen", ärgerte sich VfL-Trainer Rabah Abed hinterher.
Dass mit Hamm ein harter Brocken an die Buldener Straße kam, war den Sendenern bewusst. Doch die Gäste überraschten von Beginn an mit einer eher abwartenden Herangehensweise, lauerten auf Konter und arbeiteten viel mit langen Bällen. "Das haben sie gut gemacht", räumte Abed ein, der aber auch sah, wie sein Team gute Lösungen nach vorne fand.
Nur nutzten die Gäste einen ihrer Konter früh eiskalt: Nach einer Flanke kam Jovan Mihajlovic am zweiten Pfosten frei zum Abschluss und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (9.). "Abseitsverdächtig, aber das müssen wir akzeptieren“, so Abed. "Das hat uns ein wenig schockiert, weil wir eigentlich gut drin waren." Senden schüttelte sich, spielte weiter mutig nach vorn, wurde aber bis zum Halbzeitpfiff nicht zwingend genug.
Mehr als der Anschluss ist nicht drin
Nach der Pause startete der VfL mit viel Druck in den zweiten Durchgang, hatte seine beste Phase - doch dann schlug Hamm erneut eiskalt zu. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung war die Absicherung weg, Mihajlovic traf erneut (58.). "Insgesamt schießt Hamm dreimal aufs Tor und macht damit zwei Treffer", haderte Abed. Doch die Gastgeber steckten nicht auf. Besonders die Einwechslung von Aljoscha Kottenstede brachte neuen Schwung - und prompt fiel der Anschluss. Ali Shinawi schickte Kottenstede auf die Reise, der zum 1:2-Anschluss einschob (77.).
In der Schlussphase drängte Senden vehement auf den Ausgleich, doch es fehlt das Glück. Was die Gemüter besonders erhitzte: Nach einem Foul an Matthias Althaus im Gästesechzehner blieb der Pfiff von Referee Kevin Langenstroer aus. "Ein glasklarer Elfmeter", meinte Abed, der sich grundsätzlich mit der Linie des Unparteiischen nicht zufrieden zeigte.
So blieb es beim 1:2. "Einfach bitter", resümierte Abed. "Jetzt müssen wir uns schütteln und es aufarbeiten."
VfL Senden - Hammer SpVg 1:2 (0:1)
0:1 Mihajlovic (9.), 0:2 Mihajlovic (58.), 1:2 Kottenstede (77.)



































