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Landesliga 4

Aljoscha Kottenstede (l.) und sein VfL Senden warfen bei Emsdetten 05 alles in die Waagschale. Jonas Schomaker und sein Team gingen am Ende leer aus. Fotos: Lehmann

Auswärts, Rasen und zwei Platzverweise: Senden stoppt den Negativlauf


Von Malte Greshake

(19.10.25) Der Befreiungsschlag ist geglückt. Gleichwohl Senden dafür ordentlich hatte leiden müssen. Nach drei Niederlagen in Serie hat der VfL beim 3:2 (3:1)-Auswärtssieg gegen Emsdetten 05 aber wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Das Team von Rabah Abed hatte vor allem in Halbzeit eins eine effiziente Vorstellung gezeigt, sich auch von zwei Platzverweisen nicht schocken lassen - und den Dreier gegen wütend anlaufende Emsdettener anschließend mit viel Leidenschaft über die Zeit gerettet.

"Wir sind sehr erleichtert", hielt Sendens Co-Trainer Hendrik Heubrock, der den urlaubenden Abed vertrat, hinterher fest. "Gerade auswärts auf Rasen gegen so einen guten Gegner zu gewinnen, tat richtig gut." Und fangen wir direkt mit der ersten Hälfte an. Senden legte da los wie die Feuerwehr. Anders kann man's nicht sagen. Nach einer Ecke stocherte Jasper Kleuter den Ball am zweiten Pfosten zunächst zum 1:0 über die Linie (12.). Keine 60 Sekunden später folgte der nächste Streich: Ali Shinawi nahm eine Seitenverlagerung links an, ließ gleich drei Emsdettener stehen und schob eiskalt ein (13.). "Eine starke Einzelaktion", lobte Heubrock.

Shinawi fliegt mit Gelb-Rot

Als Tim Castelle nach Ballgewinn von Matthias Althaus auf 3:0 erhöhte (24.), sah alles nach einem entspannten Nachmittag für die Gäste aus. Obwohl die Emsdettener keineswegs chancenlos waren, das muss man dazu auch sagen. Nur hatten er VfL eben die Fehler der Hausherren eiskalt ausgenutzt. Aber es blieb wahrlich nicht entspannt für die Gäste: Emsdetten kam nämlich kurz vor der Pause zum Anschluss. Jonas Schomaker schlug nach einer Flanke von Jürgen Venikh zu (45.). Und es kam noch dicker für den Gast: Ali Shinawi sah in der Nachspielzeit nach Meckern Gelb-Rot (45.+6).

Mit einem Mann weniger wurde es für Senden nach Wiederanpfiff zur reinen Abwehrschlacht. Emsdetten drückte direkt mächtig. "Da ging’s nur noch darum, Zweikämpfe und Kopfballduelle zu gewinnen", so Heubrock. Spielerisch lief beim VfL nun kaum noch etwas in dieser Phase. Emsdetten schwächte sich aber auch schließlich selbst: Luca Tilmann flog nach einer Notbremse gegen Althaus ebenfalls vom Platz (51.). "Das hätte nicht sein müssen", kommentierte Nullfünf-Trainer Daniel Apke.

Emsdetten nicht abgezockt genug

Der Coach durfte aber beobachten, wie seine Elf in Gleichzahl trotzdem am Drücker blieb - und nach einem Abstimmungsfehler in Sendens Defensive sogar zum Anschluss kam: Marius Schomaker war diesmal zur Stelle (59.). Nur sollte für die Gastgeber an diesem Tag eben kein weiterer Treffer mehr hinzukommen.  "Wir hatten 20 Ecken, 15 Freistöße und etliche Flanke", berichtete Apke. "Wir machen aber das Tor einfach nicht. Was ärgerlich ist, weil sich die Mannschaft für eine couragierte Leistung nicht belohnt."

Selbst als Sendens Marvin Tjaden kurz vor Schluss nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (89.), konnten die Nullfünfer das nicht mehr ausnutzen. Wofür aber auch eine bestimmte Person verantwortlich war: VfL-Keeper Marvin Kemmann, der zwischendurch immer wieder starke Paraden gezeigt hatten, hielt seine Team den Sieg in der Nachspielzeit fest. Da war er bei einem Emsdettener Kopfball nochmal mit einer Glanztat zur Stelle.

"Uns hat einfach die Abgezocktheit gefehlt", fügte Apke somit noch hinzu. "Die Menge der Ausfälle können wir aber auch gerade schwer kompensieren." Unter anderem Jonas Schäfer hatte sich vor der Partie noch kurzfristig absagen müssen. So fehlen den Emsdettener mittlerweile neun nominelle Stammspieler. Und das ärgerliche: Es wird auch in der kommenden Wochen kaum besser...

Emsdetten 05 - VfL Senden     2:3 (1:3)
0:1 Kleuter (12.), 0:2 Shinawi (13.),
0:3 Castelle (24.), 1:3 J. Schomaker (45.),
2:3 M. Schomaker (59.)
Gelb-Rote Karten für Shinawi (45.+6) und Tjaden (89.)
Rote Karte für Emsdettens Tilmann (51.)

Jonas Borgmann (r.) holt zum langen Schlag aus, Matthias Althaus schaut dabei zu.


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