Landesliga 4
An die Auswärtsfahrt wird sich die ISV lange erinnern
Von Malte Greshake
(19.10.25) Irre. Diese Auswärtsfahrt wird die Ibbenbürener Spielvereinigung so schnell nicht vergessen. Beim 2:2 (2:1)-Unentschieden gegen den SV Lembeck war alles dabei gewesen, was man eigentlich nicht braucht. Vorher kurzfristige Ausfälle, dann ein Stau auf der Hinfahrt und schließlich ein Rasen, der früher dem Entnehmen nach mal ein Sumpf gewesen sein soll. "Die Voraussetzungen waren echt bescheiden", sagte Kevin Gütt hinterher.
Gehen wir auf die Einzelheiten ein: Schon vor dem Anpfiff lief für die ISV wenig nach Plan. Kurzfristig fiel erst Maxi Pelle krank aus und auf dem Weg nach Lembeck steckte der Mannschaftsbus dann auch wegen eines Unfalls noch im Stau. "Wir waren erst eine halbe Stunde vor Anpfiff da", erzählte Gütt. "Eigentlich wollten wir eine Stunde später anfangen, mit Lembeck war das auch schon abgesprochen - aber der Schiedsrichter hat nicht wirklich mitgemacht." So ging es schließlich nur eine halbe Stunde später als geplant los. Viel Zeit zum Warmmachen hatte Gütts Truppe also nicht.
Und direkt bekamen die Ibbenbürener den nächsten Nackenschlag verpasst. Kaum war die Partie angepfiffen, lagen die Gäste schon hinten. Nach gerade mal zwei Minuten traf Vincent Brun für die Gastgeber zum 1:0. Klingt unglaublich, war aber so. Doch die Reaktion der Gäste konnte sich sehen lassen: Julian Wesselkämpfer nutzte anschließend einen Fehlpass von SVL-Keeper Pascal Lehmkuhl aus und glich zum 1:1 aus (22.). Kurz vor der Pause drehte Florian Krasniqi das Spiel nach einer Standardsituation sogar komplett (40.). Und: Nach einem Foul an Julian Wesselkämper forderten die Gäste dann noch Elfmeter. Den gab's aber nicht. "Ein glasklares Ding", ärgerte sich Gütt.
Abnutzungskampf nach der Pause
Im zweiten Durchgang ging es dann eher zäh zur Sache. Der Lembecker Sumpf wurde natürlich nicht besser und die Beine der ISVler waren nach dem Pokalspiel unter der Woche in Mettingen auch nicht mehr richtig frisch. "Man hat gemerkt, dass die Jungs auf waren", so Gütt. Trotzdem blieb seine Mannschaft griffig, verteidigte leidenschaftlich und hatte auch offensiv auch noch ein paar Momente. Nach Foul an Daniel Kammerzell hätte es zudem erneut Strafstoß geben können - erneut blieb die Pfeife aber stumm.
Und dann kam’s, wie es im Fußball oft kommt: Ein eigener Einwurf, ein verlorener Ball, keine Restverteidigung - und Lembeck schlug eiskalt zu. Wieder war Vincent Brun zur Stelle und traf kurz vor Schluss zum 2:2 (89.). "Trotz allem kann ich der Mannschaft nur ein Riesenlob aussprechen“, sagte Gütt. "Wie sie das Spiel angenommen hat - da kann ich nur den Hut vor ziehen. Wir hätten drei Punkte verdient gehabt."
SV Lembeck - Ibbenbürener SpVg 2:2 (1:2)
1:0 Brun (2.), 1:1 Wesselkämpfer (22.),
1:2 Krasniqi (40.), 2:2 Brun (89.)



































