Landesliga 4
Ibbenbüren trifft zum richtigen Zeitpunkt
Von Malte Greshake
(16.11.25) Es gibt Spiele, da weißt du schon nach zehn Minuten: Heute wird’s wild - und nicht gut für die Pumpen beider Trainer. Genau so ein Nachmittag war es in Ibbenbüren. Mit 5:3 (3:1)-siegte die heimische SpVgg gegen den Werner SC. Was die Hausherren hinterher mit gemischten Gefühlen betrachteten.
Eine lange Anlaufzeit hatte die Partie bereits in der Anfangsphase nicht gebraucht. Kaum hatten die Zuschauer den ersten Schluck Bier getrunken, tanzte Daniel Kammerzell bereits drei Gegenspieler aus und knallte das Ding rein (5.). Eine sogenannte Einzelleistung, die nicht viel Erklärung brauchte. Doch die Antwort der Gäste sofort. Also, mit freundliche Mithilfe der ISV. Bei einer Ecke bugsierte Ibbenbürens Ole Schübrock den Ball ins eigene Tore (7.). Gut was los hier.
Kammerzell nicht zu halten
Und danach ging die Achterbahnfahrt munter weiter. Flanke Timo Zimmermann, wieder war Kammerzell zur Stelle und der drückte die Murmel mit dem Knie über die Linie (16.). "Das war eine wilde erste Halbzeit", so ISV-Coach Kevin Gütt. "Wir haben es verpasst, bessere Kontrolle herzustellen." Immerhin: Bis zur Pause klingelte es dann erst einmal nicht mehr auf beiden Seiten.
Und nach Wiederbeginn erwischten die Hausherren wieder den besseren Start: Bei einem Konter war - natürlich - wieder Kammerzell zur Stelle - das 3:1 (49.). Im Anschluss kontrollierten die Gastgeber dann zur Freude von Gütt endlich die Partie. Zudem sah es so aus, als wenn es übel für Werne enden sollte: Maximilian Pelle erhöhte nach einem langen Ball nicht nur auf 4:1 (62.), sondern legte wenig später sogar einen weiteren Treffer nach (73.).
Eine Sache nervt Gütt
Das Problem für die ISV: Die Kontrolle ging dann wieder flöten. Denn der WSC gab sich nicht komplett auf. Einmal gut über links durchgespielt, Finn Drücker drückte das Ding zum 2:5 über die Linie (78.). Dann eine Flanke von außen, Drücker stand nochmal goldrichtig (88.). "Es ist schon nervig, wie wir die Gegentore bekommen", kommentierte Gütt.
Gefährlich wurde es jedoch nicht mehr. Die ISV brachte den Vorsprung über die Zeit. "Die Anzahl der Gegentore ist schon blöd", bilanziert Gütt. "Grundsätzlich sind wir aber natürlich zufrieden. Werne war ein physischer und kein einfacher Gegner. Wir haben verdient gewonnen, weil wir zur richtigen Zeit die Treffer gemacht haben."
Ibbenbürener SpVgg - Werner SC 5:3 (2:1)
1:0 Kammerzell (5.), 1:1 Schübrock (7./ET),
2:1 Kammerzell (16.), 3:1 Kammerzell (49.),
4:1 Pelle (62.), 5:1 Pelle (73.),
5:2 Becker (78.), 5:3 Drücker (88.)




































