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Landesliga 4 - Anschwitzen
Es kann auch schnell wieder nach oben gehen
Von Malte Greshake
(20.02.26) Na hömma, was geht eigentlich beim VfL Senden? Am Anfang der Vorbereitung haben wir das letzte Mal mit Coach Rabah Abed gequatscht. Das ist schon eine Weile her. Vor allem am Herausarbeiten und dem Verwerten von Torchancen wollten die Sendener arbeiten, hielt der VfL-Coach vor einigen Wochen fest. Und wie hat das seitdem funktioniert? Das beantwortet uns Jermaine Jeyanthira. Denn: Als offensiver Flügelspieler ist er natürlich auch maßgeblich daran beteiligt, dass das wuppt.
"Mager war die Vorbereitung", sagt der 22-Jährige und redet nichts schön. "Wir haben viele Tore kassiert und wenig geschossen. Das war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben." Klingt erstmal nicht nach Euphorie, da sind wir ehrlich. Aber: Wer den VfL kennt, weiß, dass Testspiele in Senden nicht zwangsläufig Gradmesser für die Liga sind. "Das war in der Vergangenheit öfter so. Wenn es drauf ankam, haben wir gut performt", sagt Jeyanthira. Deshalb sei er auch nicht negativ eingestellt. In der Liga wollen er und seine Mitspieler jetzt "ein anderes Gesicht zeigen". Ist ja klar.
"Das kann schnell gehen"
Ein kleines Offensiv-Lebenszeichen gab es zuletzt beim 4:4 gegen den Borghorster FC. Vier eigene Treffer - das klingt doch nach Fortschritt. Oder? "So ein Spiel müssen wir trotzdem gewinnen", stellt Jeyanthira klar. "Borghorst war sehr effektiv. Wir hatten gefühlt 17 Chancen." Nur die Chancenverwertung passte mal wieder nicht. "Wir müssen effizienter und konstanter werden", merkt der Offensivspieler. Ein Blick auf die Tabelle zeigt schließlich, dass für die Sendener mit 23 Punkten, was gerade für Rang neun reicht, alles drin ist. Die Spitze ist nämlich 'nur' acht Zähler entfernt. "Das kann schnell gehen", weiß auch Jeyanthira. "Die ersten Spieltage nach der Pause werden entscheidend sein."
Und möglichst soll's für die Sendener nicht wie in der Hinrunde laufen. Erst war's ein starker Start des VfL, zwischenzeitlich sprang sogar die Tabellenführung dabei heraus, dann kam allerdings ein kleinerer Bruch. Der VfL rutschtet nach und nach ins Mittefeld der Tabelle ab. Warum war das überhaupt der Fall gewesen? "Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht genau", sagt er. "In der Offensive haben wir aufgehört, unsere Aktionen zu Ende zu bringen. Wenn du vorne keine Tore machst, bekommst du sie hinten."
Ein Abschied im Sommer
Für Jeyanthira selbst verlief die Saison ähnlich holprig. Auch erst stark begonnen, dann aber schnell krank geworden. Zwei Monate musste er deswegen pausieren. Das braucht keiner. "Erst zum Ende der Hinrunde bin ich wieder reingekommen", berichtet er. Beim Highlight auf Schalke gegen den SV Lembeck war er erstmals wieder richtig fit. Seitdem arbeitet er sich Stück für Stück zurück. Der 22-Jährige wohnt ürigens auch in Senden, studiert Soziale Arbeit und arbeitet nebenbei an einer Grundschule. Seit der E-Jugend trägt er bereits das VfL-Trikot. Bald ändert sich das jedoch. Im Sommer steht ein Tapetenwechsel an: Dann geht’s eine Liga höher zu GW Nottuln. "Nottuln hat angefragt, und ich wollte einfach mal etwas Neues wagen", sagt er. Bis dahin will er natürlich verletzungsfrei bleiben und der Mannschaft noch vernünftig helfen. "Dafür gebe ich mein Bestes", meint er.
Zum Rückrundenstart wartet nun die Ibbenbürener SpVgg. Und gerade ein Heimspiel ist für die Sendener ein gutes Omen. "Da sind wir immer stärker", sagt Jeyanthira. Auch wenn die Aussage für die bisherige Saison bedingt passt: Dreizehn Punkte holte der VfL daheim, zehn in der Fremde. Aber das kann sich ja am Sonntag schon ändern. Die Voraussetzung: Natürlich eine bessere Chancenverwertung. "Wenn wir unsere Torchancen nutzen, haben wir es in der Hand", so Jeyanthira abschließend. "Aber wie Fußball so ist, man weiß nie."
Anschwitzen, der 17. Spieltag
Lüner SV - SV Burgsteinfurt (Sonntag, 15 Uhr)
Mit einem Burgsteinfurter hätte man vor diesem Spieltag natürlich auch anschwitzen können. Bei Tabellenführer Lüner SV erwartet die Mannschaft von Christoph Klein-Reesink schließlich ein richtiges Topspiel. Denn: Mit einem Sieg würde sich Stemmert sogar auf den ersten Platz schieben. Nur: Die Generalprobe vor diesem Knall ging für den SVB ziemlich schief. Gegen Bezirksligist Vorwärts Nordhorn setzte am vergangenen Sonntag eine 0:5-Schlappe. "Die Leistung war eine bodenlose Frechheit. Dafür muss ich mich fast schon beim Gegner entschuldigen", meinte Klein-Reesink hinterher zu den Westfälischen Nachrichten. Dann hoffen wir, dass der Tabellenzweite dieses Desaster ordentlich analysiert hat.
Jeyanthira: 3:2
Heimspiel-Tipp: "Reese" hat seinen Jungs sicher die Ohren lang gezogen. Hat geholfen: 1:2.
VfL Senden - Ibbenbürener SV (Sonntag, 15 Uhr)
Nach zwei Niederlagen gegen A-Ligist GWA Rheine (1:2) und den TuS Graf Kobbo Tecklenburg (0:2), was Coach Kevin Gütt natürlich nicht so froh stimmte, folgte für Ibbenbüren ein 1:1-Remis beim Dienstagtest gegen den SC Münster 08. Klar, hätte die ISV das Ding lieber gewonnen. Die Nullachter sind als Tabellenführer der Bezirksliga 12 aber auch keine Laufkundschaft. Und vielleicht hat das Gütt und seinen Jungs wieder ein bisschen mehr Selbstvertrauen eingehaucht. Drei Punkte zum Start würden der ISV schließlich ziemlich gut tun. Die Abstiegszone ist gerade einmal vier Zähler entfernt.
Jeyanthira: 3:1. Die Tore machen Tim Castelle, Ali Shinawi und Jasper Kleuter bei einer Ecke.
Heimspiel-Tipp: Senden rutscht auf dem eigenen Kunstrasen aus: 1:2.
ASK Ahlen - SW Lembeck (Sonntag, 15 Uhr)
Jeyanthira: 2:0
Heimspiel-Tipp: 2:2: Lembeck kommt gut raus.
Emsdetten 05 - Westfalia Gemen (Sonntag, 15 Uhr)
Zumindest ergebnistechnisch lief es für Emsdetten 05 zunächst in der Wintervorbereitung nicht optimal. Von Concordia Albachten trennten sich Daniel Apke und sein Team erst 2:2-Unentschieden, danach folgten zwei Niederlagen gegen Eintracht Ahaus (1:3) und den SC Melle (0:1). Klar, gerade gegen die Ahauser, seit dieser Saison in der Westfalenliga zuhause, kannst du immer mal das Nachsehen haben. Richtig schön sind Niederlagen aber selbstverständlich nie. Jetzt kommt aber die gute Nachricht: Die Feuerprobe vor dem Liga-Restart haben die Nullfünfer dann positiv gestaltet. Westfalenligist und Ortsnachbar Borussia Emsdetten besiegte Apkes Truppe mit 2:1. Zum passenden Zeitpunkt scheint der Tabellensechste also in Form zu sein.
Jeyanthira: 1:1
Heimspiel-Tipp: Gegen Gemen ist's immer knüppelhart. Die Nullfünfer halten aber dagegen: 2:0.
Werner SC - SC Altenrheine (Sonntag, 15 Uhr)
Gibt es etwas Schöneres? Nach einer langen Wintervorbereitung freust du dich auf den Restart in der Liga - und musst ausgerechnet zum Werner SC reisen. Die Werneraner sind schließlich für ihre Heimstärke bekannt und auf dem Kunstrasen an der Kardinal-von-Galen-Straße ist es immer ungemütlich. Gleichwohl die bisherige Ausbeute, zwölf Punkte hat der WSC zuhause geholt, noch ausbaufähig ist. Was eine gute Nachricht für die Altenrheiner ist, die in der Tabelle
so lange wie möglich dabei bleiben wollen. Und wenn du mit einem Auswärtssieg in Werne zurück in den Alltag startest, gibt es wohl tatsächlich nichts Schöneres.
Jeyanthira: 2:1
Heimspiel-Tipp: Der SCA bleibt oben dran: 1:3.
RW Deuten - Borussia Münster (Sonntag, 15 Uhr)
Also, eine langweilige Vorbereitung war es für Borussia Münster nicht. Ziemlich torreich ging's in den Testspielen nämlich meistens zur Sache. Gleichwohl sich die Borussen mehr Dinger gefangen als selbst erzielt haben. Erst folgte eine 1:4-Niederlage gegen RW Kirchlengern, dann ein 6:0-Sieg über SW Holtwick. So weit, so gut. Nur setzte es dann zwei klirrende 0:5-Pleiten gegen den VfL Wolbeck und auch GW Nottuln. Heftig. Immerhin: Die letzte Partie vor dem Ligastart entschieden die Münsteraner für sich. Beim 1:0 über den TuS Altenberge stand sogar hinten die Null. Nur wissen wir bei dem Chaos gar nicht, wie wir die Borussen jetzt einschätzen sollen. Geht aber bestimmt Deuten auch so.
Jeyanthira: 4:4
Heimspiel-Tipp: 1:1: Damit kann man gut leben.
Vorwärts Wettringen - SV Dorsten-Hardt (Sonntag, 15 Uhr)
Sieben Siege aus acht Spielen: Die vergangenen Wochen stimmen Hendrik Artmann vor dem Auftakt positiv. Das gab Wettringens Coach bei uns Anfang der Woche auch noch einmal zu Protokoll. Gleichzeitig erinnerte er uns daran, dass die Wettringer immer gut gegen den SV Dorsten-Hardt ausgesehen hatten. Und da hat er sowas von recht: Nur eines der vorherigen neun Aufeinandertreffen hat Vorwärts verloren. Wobei es Artmann und seine Männer sicher auch belassen wollen. Schließlich sollte der Abstand zur Nichtabstiegszone (13 Punkte sind das gerade) möglichst schnell schmelzen.
Jeyanthira: 1:3
Heimspiel-Tipp: Ein Start nach Maß - und auch im klassischen Wettringen-Style: 1:0.
Hammer SV - SG Bockum-Hövel (Sonntag, 16 Uhr)
Jeyanthira: 4:1
Heimspiel-Tipp: Geht übel aus für die Gäste: 5:0.
Landesliga 4 - Tabelle
Landesliga 4 2025/26
| Platz | Mannschaft | Spiele | S | U | N | Tore | Punkte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | (1.) | Lüner SV (Spielplan) | 21 | 12 | 5 | 4 | 50:25 | 41 | ||||
| 2. | (2.) | SV Burgsteinfurt (Spielplan) | 21 | 10 | 7 | 4 | 39:26 | 37 | ||||
| 3. | (3.) | Emsdetten 05 (Spielplan) | 20 | 11 | 2 | 7 | 40:38 | 35 | ||||
| 4. | (4.) | SC Altenrheine (Spielplan) | 21 | 9 | 5 | 7 | 44:30 | 32 | ||||
| 5. | (7.) | RW Deuten (Spielplan) | 20 | 8 | 6 | 6 | 46:30 | 30 | ||||
| 6. | (5.) | Hammer SpVg (Spielplan) | 20 | 9 | 3 | 8 | 39:34 | 30 | ||||
| 7. | (8.) | Westfalia Gemen (Spielplan) | 20 | 8 | 6 | 6 | 38:37 | 30 | ||||
| 8. | (6.) | SW Lembeck (Spielplan) | 21 | 7 | 7 | 7 | 37:45 | 28 | ||||
| 9. | (12.) |
|
Ahlener SK (Spielplan) | 21 | 8 | 3 | 10 | 42:43 | 27 | |||
| 10. | (10.) | SV Dorsten-Hardt (Spielplan) | 20 | 7 | 5 | 8 | 38:37 | 26 | ||||
| 11. | (9.) | VfL Senden (Spielplan) | 21 | 8 | 2 | 11 | 34:35 | 26 | ||||
| 12. | (11.) | Werner SC (Spielplan) | 21 | 7 | 4 | 10 | 28:43 | 25 | ||||
| 13. | (13.) | Ibbenbürener SV (Spielplan) | 21 | 6 | 6 | 9 | 42:47 | 24 | ||||
| 14. | (14.) | Borussia Münster (Spielplan) | 20 | 5 | 4 | 11 | 30:61 | 19 | ||||
| 15. | (15.) | Vorwärts Wettringen (Spielplan) | 20 | 4 | 5 | 11 | 22:38 | 17 | ||||









































