Landesliga 4
Altenrheine zu abgezockt für Wettringen
Von Malte Greshake
(10.08.25) Besser hätte es für den SC Altenrheine im ersten Saisonspiel kaum laufen können. Auswärts bei Vorwärts Wettringen, feierte das Team von Coach Guido Göcke einen deutlichen 5:2 (3:1)-Erfolg - und legte damit gleich mal ein dickes Ausrufezeichen in der Liga. "Das war ein gelungener Auftakt und der verdiente Lohn für harte Arbeit in der Vorbereitung", freute sich Göcke. "Unsere Qualität im vorderen Bereich hat sich durchgesetzt und wir haben eine gute Mischung aus Kurzpassspiel und langen Bällen gefunden."
Schon der Start hatte es in sich. Gerade einmal 60 Sekunden waren gespielt, als Nick Petlach aus 28 Metern zum Freistoß antrat. Für den Gegner ist das bekanntlich nie ein gutes Zeichen. Und dann hämmerte Altenrheines spielender Co-Trainer den Ball wie mit dem Lineal gezogen in den Giebel. Der Ball streichelte sogar noch die Unterkante der Latte: Ein Gemälde und absolutes Traumtor, das man laut Göcke glatt ins Sportstudio hätten schicken können (1.). SO kann man die Saison sicherlich beginnen. Nur: Die Altenrheiner Freude währte nicht lange. Wettringen schüttelte sich kurz und kam schnell zurück. Nach einer Ecke staubte Finn Höffer zum 1:1 ab (5.).
Altenrheine eiskalt
"In der Phase nach dem Ausgleich hatten wir gute Chancen", ärgerte sich Wettringens neuer Coach Philipp Hölscher. Höffer aus 16 Metern, Alexander Schmees drüber - und dann kam der nächste Nackenschlag. Altenrheine nutzte den nächsten Angriff: Über links kombinierten sich Joel Flasse und Fabian Hüer durch, Hüer legte quer und Thorben Kortenhorn schob zum 2:1 ein (23.). Bitter für Wettringen: Keeper Tobias Brünen verletzte sich in der Szene und musste raus. "Das hat uns schon geschockt", so Hölscher.
Und noch vor der Pause kam es noch dicker für die Hausherren. Wieder rollte ein Angriff des SCA über die linke Seite nach vorne. Diesmal marschierte Arne Üffing unnachahmlich die Linie runter, servierte butterweich auf den zweiten Pfosten, wo Luca Huesmann per Kopf verwandelte (41.). "Das müssen wir besser verteidigen", haderte Hölscher. "Wir verhindern die Flanke nicht und sind im Zentrum nicht nah genug am Mann."
Kurzes Wettringer Aufbäumen
Nach der Halbzeit verpassten es die Gäste dann, den Sack frühzeitig zuzumachen. So kam Wettringen plötzlich noch einmal ran: Ein Diagonalball von Leonard Zenuni fand Simon Wiecher, der zum 2:3 einschoss (65.). Aber richtig Spannung kam im Anschluss eben nicht auf. Weil Altenrheine postwendend antwortete. Nach einem Einwurf stellte Üffing im Strafraum seine Wucht unter Beweis, zog zur Grundlinie und legte scharf ins Zentrum. Hüer hielt nur noch den Fuß rein, die Vorentscheidung (69.). Spätestens nach dem Elfmeter von Hüer, der nach Foul an Levin Damer sicher zum 5:2 verwandelte (78.), war die Messe dann gelesen.
"Uns sind zu viele Böcke passiert, um gegen Altenrheine was zu holen. Sie waren einfach abgezockter", resümierte Hölscher. Göcke indes war nach seinem Debüt als Cheftrainer natürlich bestens aufgelegt: "Wir wussten, dass wir eine gute Vorbereitung hinter uns gebracht haben, aber in einem Punktspiel ist es immer noch mal was anderes. Die Jungs haben’s toll gemacht."
Vorwärts Wettringen - SC Altenrheine 2:5 (1:3)
0:1 Petlach (1.), 1:1 Höffer (5.),
1:2 Kortenhorn (23.), 1:3 Huesmann (41.),
2:3 Wiecher (65.), 2:4 Hüer (69.),
2:5 Hüer (78., Foulelfmeter)




































