Landesliga 4
Der Inbegriff eines Befreiungsschlags
Von Malte Greshake
(31.08.25) Das war tatsächlich nicht ganz absehbar: Während Aufsteiger Emsdetten 05 bislang mit mehr als soliden Auftritten geglänzt hatte, lief Borussia Münster in den ersten Partien der Musik eher hinterher. Und ausgerechnet in diesem Duell platzte bei den Borussen der Knoten. Mit einem satten 6:1 (2:1)-Erfolg. "Wir haben uns den ersten Dreier erarbeitet", sagte Coach Henrik Wegener erleichtert - gab aber auch zu: "In den ersten Minuten hätte es auch in eine andere Richtung gehen können, aber danach war die Mannschaft stabil." Vor allem in der Arbeit gegen den Ball.
Die Partie begann zunächst nämlich noch mit Vorteilen für die Gäste. Das Team von Daniel Apke trat selbstbewusst auf und war eigentlich Drücker. Dann aber schlug die Borussia zu - und nutzte den ersten Fehler der Emsdettener eiskalt aus. Nach einem Fehlpass im Zentrum lief Maxi Wüst allein durch und schob zur Führung ein (11.). Keine Überraschung: Der Treffer gab den Münsteranern richtig Auftrieb. Und Paul Sträter erhöhte nach schöner Kombination über eine Seitenverlagerung und einen Steckpass auf 2:0 (27.). "Danach verpassen wir es jedoch auf 3:0 zu stellen", berichtete Wegener. Emsdetten steckte zudem nicht auf. Kurz vor der Pause tankte sich Omar Guetat durch und knallte den Ball aus 18 Metern sehenswert ins lange Eck (41.). Eigentlich der Anschlusstreffer zum passenden Zeitpunkt...
Borussia eiskalt
Nach der Pause wollten die Gäste den Ausgleich erzwingen. "Wir haben in der Halbzeit entschieden, nicht mehr ganz so hoch anzupacken und dann den Willen auch gezeigt, das Ding zu drehen", erklärte Apke. Die Druckphase der 05er blieb aber unbelohnt - und wurde von Münster bestraft. Nach feiner Vorarbeit von Josse Gerick markierte Wüst das 3:1 (52.). "Das hat uns gutgetan und Sicherheit gegeben", so Wegener.
Danach brach es über Emsdetten herein. Wüst, bei dem sichtlich der Knoten geplatzt war, schnürte den Dreierpack mit einem frechen Lupfer über Emsdetten-Keeper Janis Over (58.), anschließend traf Cebrail Demir zum 5:1 (73.) und nur Sekunden später setzte Jan Springeneer nach Vorarbeit von Diaoul-Hack Tchadjobo den Schlusspunkt (73.). "Ein 6:1 ist in der Höhe vielleicht nicht ganz gerechtfertigt, aber fürs Gefühl ist es einfach gut", meinte Wegener. "Und fürs Torverhältnis sowieso." Besonders lobte er noch die Pässe von Gerick, der immer wieder Lücken im Emsdettener Abwehrverbund gefunden hatte.
Apke ordnete es indes so ein: "Die Punkte bleiben verdient in Münster, auch wenn das Ergebnis das Spiel nicht widerspiegelt. Wir hatten gute Phasen, aber nach dem 1:3 war’s der Genickbruch. Danach war das eher Begleitschutz von uns. Insgesamt haben die Borussen in der Offensive die größere Zielstrebigkeit gezeigt."
Borussia Münster - Emsdetten 05 6:1 (2:1)
1:0 Wüst (11.), 2:0 Sträter (27.),
2:1 Guetat (41.), 3:1 Wüst (52.),
4:1 Wüst (58.), 5:1 Demir (73.),
6:1 Springeneer (73.)





































