Landesliga 4
Nach der Halbzeit wechselt sich Emsdetten stark
Von Malte Greshake
(14.09.25) Wenn die Einwechselspieler den Unterschied machen: Mit 3:2 (1:1) hat sich Emsdetten 05 bei der Ibbenbürener SpVgg durchgesetzt. Und das, obwohl die Mannschaft von Trainer Daniel Apke gleich zweimal einem Rückstand hinterherlaufen musste. "Die Truppe hat total viel Moral gezeigt. Nach zwei Rückständen noch zurückzukommen und es für uns zu entscheiden, das war sehr gut", lobte der 05-Coach. "Am Ende haben wir uns nach der Halbzeit aber auch stark gewechselt."
Nach einer Stunde schien die Partie nämlich noch in Richtung der Gastgeber zu kippen: Julian Wesselkämper vollendete einen tiefen Ball zum 2:1 (64.). "Für mich war das abseitsverdächtig", haderte Apke. "Aber wir haben strukturiert weitergespielt." Emsdetten bekam mehr Räume - und nutzte diese auch. Gleichwohl die Hausherren ihnen diese aber auch großzügig überließen." Und vor allem die Joker machten den Unterschied: Jan Walbaum brachte die entscheidenden Ideen mit, Jonas Schomaker Kaltschnäuzigkeit im Strafraum. In der 70. Minute setzte Walbaum sich durch, legte quer - und Schomaker traf mit seinem allerersten Ballkontakt zum Ausgleich. Zwölf Minuten später fast eine Kopie: Wieder Walbaum mit der Vorlage, wieder Schomaker als Vollstrecker. 3:2 für Nullfünf (82.). Und in der Schlussphase hätte Schomaker sogar noch das 4:2 nachlegen können. Es blieb aber beim Ein-Tore-Vorsprung. "Was für mich unterm Strich auch verdient war", bemerkte Apke.
Nullfünf schlägt schon vor der Pause zurück
Auch in Halbzeit eins hatten die Gäste schon den nötigen Willen an den Tag gelegt. Auch wenn Emsdetten diesmal etwas abwartender agierte als zuletzt. Ibbenbüren hatte so etwas mehr Ballbesitz, war dabei besonders mit tiefen Bällen gefährlich. Gleichzeitig erspielten sich die Nullfünfer aber auch immer wieder über die rechte Außenbahn vielversprechende Möglichkeiten.
In Führung ging dann aber zunächst die ISV: Maxi Pelle legte einen Standard per Kopf quer, und Florian Krasniqi drückte den Ball über die Linie (42.). "Da sahen wir im Kollektiv nicht gut aus, das war eine Bogenlampe, die reingefallen ist", haderte Apke. Aber: Noch vor dem Pausenpfiff schlugen die Gäste zurück: Nach einem feinen Steckball blieb Marius Schomaker eiskalt und markierte das 1:1 (45.). Schon da bewiesen die Nullfünfer also die Zielstrebigkeit, zurückzukommen. Was später natürlich nochmal wichtig sein sollte.
Gütt mit klaren Worten
Während der Aufsteiger mit drei Punkten nach Hause fuhr, war ISV-Trainer Kevin Gütt nach dem Schlusspfiff geladen: "Das ist eine unnötige Niederlage - aber absolut verdient, weil wir es selber verkackt haben. Mich stört die Einstellung der Jungs gerade. Ob im Training oder im Spiel: Da fehlt die Gier, die es in der Landesliga braucht."
Sein Team hätte es zudem verpasst, nach dem 2:1 durch Wesselkämper Selbstvertrauen zu tanken. "Stattdessen fehlt uns danach der Mut", haderte Gütt. "Wir verteidigen es zweimal amateurhaft und kassieren zurecht die Gegentore. Das war eine dumme Niederlage. Von allen kommt gerade zu wenig. Und ich erkenne bei nur wenigen Jungs momentan den Bock, Landesliga zu spielen."
Ibbenbürener SpVgg - Emsdetten 05 2:3 (1:1)
1:0 Krasniqi (42.), 1:1 M. Schomaker (45.),
2:1 Wesselkämper (64.), 2:2 J. Schomaker (70.),
2:3 J. Schomaker (82.)
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