Landesliga 4
"Nicht schlau genug angestellt": Senden verliert in Lünen
Von Malte Greshake
(14.09.25) Das war am Ende ein bitterer Nachmittag für den VfL Senden. Mit 1:3 (0:2) mussten sich die Schützlinge von Rabah Abed beim Lüner SV geschlagen geben - und das trotz einer ordentlichen Leistungssteigerung nach der Pause. "Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu sehr beeindrucken lassen vom Auftreten der Lüner", haderte der VfL-Coach hinterher. Und am Ende war der Zwei-Tore-Rückstand zur Pause eine zu hohe Hypothek für die Gäste gewesen.
Die Hausherren waren von Beginn an gieriger und hätten vor allem in den Zweikämpfen alles reingeworfen. "Wir konnten hingegen auf dem Rasen unser Passspiel gar nicht aufziehen", so Abed. "Wir haben uns einfach den Schneid abkaufen lassen." Der Führungstreffer der Hausherren fiel schließlich nach einem Sendener Fehler. Statt nach einer eigenen Ecke selbst Gefahr zu entwickeln, lief der VfL in einen schnellen Konter. Robin Rosowski schloss diesen eiskalt ab (37.). Nur vier Minuten später legte Lünen nach: Enis Delija reagierte im Nachsetzen am schnellsten und drückte den Ball zum 2:0 über die Linie (41.). Zwei richtige Backpfeifen also für die Gäste. Zur Pause wäre der Rückstand aber absolut berechtigt gewesen, meinte Abed.
Kalte Dusche nach dem Seitenwechsel
Und es kam noch schlimmer für den VfL: Kaum waren die Mannschaften wieder auf dem Platz, kassierte Senden schon den nächsten Nackenschlag. Ein Fehlpass von VfL-Keeper Marvin Kemmann landete direkt bei Resul Celebi, der zum 3:0 für die Hausherren einschob (47.). "Das war schwer für den Kopf, so kurz nach der Halbzeit. Da kann das auch übel ausgehen", räumte Abed ein. Doch die Gäste zeigten Nehmerqualitäten. Nur vier Minuten später segelte eine mustergültige Flanke von Tim Castelle in den Strafraum, wo Mohamad Fakih per Kopf zum 1:3-Anschlusstreffer traf (51.)."Solche eine Hereingabe hätte ich mir öfter gewünscht", haderte Abed.
Im Anschluss bemühte sich Senden, das Spiel noch einmal spannend zu machen. Zumal Lünen nach einer Notbremse in Unterzahl agieren musste. Doch die Abed-Elf fand nicht die richtigen Mittel, spielte zu langsam und brachte den Gegner kaum in Bewegung. Zwar ergaben sich Chancen, doch immer war noch ein Lüner Bein dazwischen. Ein wenig fehlte in diesem Tag auch die Durchschlagkraft eines Joshua Dabrowski, der nicht dabei war. Auch Mittelfeldmotor Lucas Morzonek hatten die Sendener vermisst.
"Wir mussten also viel improvisieren“, erklärte Abed. "Am Ende ist es vielleicht ein Tor zu hoch ausgegangen. Die Jungs haben Moral bewiesen, aber wir haben es uns einfach nicht schlau genug angestellt und müssen das Ergebnis akzeptieren."
Lüner SV - VfL Senden 3:1 (2:0)
1:0 Rosowski (37.), 2:0 Delija (41.),
3:0 Celebi (47.), 3:1 Fakih (51.)
Rote Karte für Lünen (Notbremse/71.)



































