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Oberliga Westfalen

Schiedsrichter Lars Lehmann zeigt Philip Fontein (l.) die Gelb-Rote Karte.

Oberliga Westfalen

FCE-Keeper Alex Noack (Foto oben, r.) griff beim Anschlusstreffer für Hüls daneben, klärt aber hier gegen Andre Koch. Noacks Gegenüber Rafael Hester (Foto unten, h.) tummelte sich in den Schlussminuten im gegnerischen Strafraum und setzt hier zum Fallrückzieher an.

FCE erst furios, dann in Nöten


von Christian Lehmann

(08.12.14) Eine furiose erste Hälfte spulte der FC Eintracht Rheine im letzten Oberligaspiel des Jahres gegen den VfB Hüls ab. Weil das Team von Uwe Laurenz sich von danach stärker aufkommenden Gästen mehr und mehr beeindrucken ließ und Mittelfeldregisseur Philip Fontein eine umstrittene Gelb-Rote Karte sah, wurde es hinten raus noch einmal richtig hektisch. Die Rheinenser brachten aber den aufgrund ihrer Überlegenheit im ersten Durchgang verdienten 2:1 (2:0)-Erfolg mit etwas Glück über die insgesamt 93 Minuten und schoben sich vorläufig auf den 7. Platz vor. Mit Blick auf ihre großen Verletzungssorgen im Laufe der Hinrunde sind die 23 Punkte, welche die Emsstädter gesammelt haben, eine bemerkenswerte Marke.

Trainer Uwe Laurenz stellte auf der Pressekonferenz nach der Partie heraus, dass es gar nicht so kribbelig hätte werden müssen: "Das war ein absolut geschenktes Gegentor. Da muss man sich nicht wundern, dass es hinten raus hektisch wird." FCE-Keeper Alex Noack war unter einer Freistoßflanke hindurchgesegelt, anschließend stiegen Timo Scherping und die VfB-Spieler Serdar Yigit und Robin Klaas gemeinsam hoch. Wer von den dreien zuletzt am Ball war? Kaum zu erkennen! Den Gegentreffer, der letztlich Yigit zugeschrieben wurde, konnten auch Philipp Garmann und Marcel Langenstroer auf der Linie nicht verhindern (2:1/48.). Es war der Auftakt zu einer zweiten Hälfte, in der die Gastgeber trotz ihrer enormen Dominanz in Durchgang eins noch einmal stark unter Druck gerieten.

Sardini rettet artistisch

Hüls hätte nach einem Freistoß von Marko Onucka (56.) oder durch Markus Kaya, der nach einem hohen Onucka-Zuspiel völlig blank stand, den Ball aber fehlerhaft mitnahm (65.), den Ausgleich erzielen können. Dass die Gäste nun unbedingt wollten, zeigte eine starke Aktion des eingewechselten Fabio Sardini, der einen schlecht getimten Flankenball, der sicher ins Aus zu gehen schien, artistisch im Spiel hielt (70.). Nach der Gelb-Roten Karte gegen Fontein, der an der Außenlinie Kaya zu Fall gebracht hatte (75.), wurde es noch hektischer. FCE-Coach Laurenz hatte vor allem für die erste Gelbe gegen Fontein kein Verständnis. "Er hat seinen Gegenspieler nicht einmal berührt." 

In Unterzahl schwamm die Eintracht in den letzten Minuten. Der Hülser Andre Koch setzte sich über rechts stark gegen Rafael Figueiredo durch, seine scharfe Flanke touchierte Noack mit den Fingerspitzen, Garmann rettete in höchster Not (80.). Dann hatte der FCE Glück, dass der Ball nach einem Tohuwabohu im Sechzehner nur auf der Latte und nicht im Netz zappelte (88.). Letztlich brachten sich die Gäste selbst um den Lohn ihrer Mühen, als Onucka sich wegen Meckerns ebenfalls die Ampelkarte einhandelte (89.). In der Nachspielzeit düste VFB-Schnapper Hester noch zweimal mit nach vorn, Zählbares sprang für den Tabellen-13. aber nicht mehr heraus.

Hüls in Durchgang eins fast chancenlos

Das alles soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Eintrachtler im ersten Spielabschnitt vor der enttäuschenden Kulisse von 293 Zuschauern eine tadellose Leistung auf die Platte brachten und zur Pause vollkommen verdient mit 2:0 führten. Außer einem schwachen Abschluss des freistehenden Onucka, den Serhat Can von der rechten Seite per Flanke bedient hatte (25.) sowie einem Versuch von Serdar Yigit (27.), hatten die Gäste vorn nicht viel anzubieten, weil die FCE-Abwehr bombensicher stand und die Hülser Angriffe, die meist durch einen langen Schlag von Rechtsverteidiger Daniel Bertram eingeleitet wurden, stark unterband.

Auf der Gegenseite brannte es hingegen mehrfach lichterloh. Laurenz muss seinen Schützlingen vor dem Spiel eingeimpft haben, häufig den Abschluss aus der zweiten Reihe zu suchen. Denn nach den Distanzschüssen von Omar Guetat (7.) und Figueiredo (19.) ließ Hester den Ball nach vorn prallen, Goalgetter Timo Scherping wäre in beiden Fällen fast ein Treffer gelungen. Der Stürmer hatte auch in der 24. Minute Pech, nachdem Fontein über links Tolgahan Capakli einen Knoten in die Beine gespielt hatte. Per Kopf setzte der Neuzugang das Leder aus drei Metern knapp neben das Tor.

Fonteins feines Füßchen

Mit großer Übersicht leitete Fontein dann die verdiente FCE-Führung ein. Er sah den mitgelaufenen Außenverteidiger Garmann, der den Ball flach in die Mitte zu Scherping brachte. Der beste FCE-Torschütze in dieser Spielzeit drehte sich, zog flach ab und ließ sich zurecht von den Kollegen feiern (1:0/30.). Anschließend steckte Fontein erneut fein durch, doch bei Guetats Abschluss fuhr Hester stark den Fuß aus (34.).

Nachdem ein Schuss von Nils Woltering von halbrechts nur haarscharf links vorbeigezischt war (39.), bewies Fontein erneut sein feines Füßchen und besorgte das 2:0. Woltering wurschtelte sich über rechts durch, leitete zum Zehner der Gastgeber weiter. Der blieb vor Hester ganz cool und chippte das Leder lässig ins lange Eck (2:0/44.). "Unglaublich, dass der nur Oberliga spielt", so der begeisterte Kommentar von den Rängen. In der Schlussphase musste Fontein in eine Decke gehüllt dann frustriert von außen zusehen, wie sein Team in Unterzahl um den Sieg kämpfte. Dass dies gelang, wird die Laune der FCE-Akteure auf der Adventsfeier am heutigen Abend sicher noch ein wenig steigern.

Quante: "Können erhobenen Hauptes nach Hause fahren"

Karsten Quante, Trainer des VfB Hüls, lobte sein Team nach der Partie für die engagierte zweite Hälfte: "Wir sind hier hingefahren, um etwas mitzunehmen. Ich denke, dass wir nun erhobenen Hauptes nach Hause fahren können. Wir haben es geschafft, in der zweiten Halbzeit so gut wie keine gegnerische Torchance mehr zuzulassen. Man hatte jederzeit das Gefühl, dass wir das 2:2 schießen können. Es bleibt der positive Eindruck der zweiten Halbzeit. In der ersten Hälfte hat man aber gesehen, dass wir noch nicht stabil genug sind. Ein 2:2 wäre aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewesen."

FCE-Coach Laurenz zog nach einer schweren Hinrunde ein positives Fazit: "Mit diesem Dreier haben wir uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, uns gut positioniert in dieser schweren Spielklasse. Ich finde, dass wir in der Presse manchmal zu schlecht wegkommen." Die Verletztenmisere in der Hinrunde solle bei der Bewertung der Leistungen "mehr Beachtung finden, auch wenn der Trainer nicht immer darüber weint."

FC Eintracht Rheine - VfB Hüls     2:1 (2:0)
1:0 Scherping (30.), 2:0 Fontein (44.),
2:1 Yigit (48.)
Gelb-Rot: Rheines Fontein (75./wiederh. Foulspiel)
Gelb-Rot: Hüls' Onucka (89./Meckern)



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