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Oberliga Westfalen

Rafael Figueiredo (v.) wollte diesen Derbysieg unbedingt. Er schmiss sich, wie hier gegen Max Mümken, in jeden Zweikampf.
Felix Fuchs (h.) hatte in der Schlussphase Glück, dass er für ein Foul an Luca Meyer nur Gelb sah.
Emanuel Beckmann-Smith (r.) bringt Mirco Husmann zu Fall.

Derbyschelle für den SuS


von Christian Lehmann

(20.03.16) In den letzten Minuten mochte Trainer Tobias Wehmschulte gar nicht mehr hinsehen. Als sei die sich abzeichnende 0:4 (0:1)-Klatsche gegen den Erzrivalen FC Eintracht Rheine nicht schon schlimm genug, humpelten nacheinander erst Lars Pöhlker und dann Kapitän Nico Haverkamp vom Platz. Mit neun Feldspielern, inklusive eines ebenfalls angeschlagenen Fabian Sandmann, wurde der SuS Neuenkirchen vom FCE am Nasenring durch die Arena geschleift. Und das, obwohl die Gastgeber in Durchgang eins noch mindestens gleichwertig gewesen war.

Rafael Figueiredo strahlte nach dem Schlusspfiff breit über beide Backen. "In meinem letzten Derby als Sieger vom Platz zu gehen, ist ein richtig geiles Gefühl. Am Anfang hatten wir ein bisschen Probleme, nach dem Tor sind wir dann besser rein gekommen. Dass Neuenkirchen spielstark ist, wussten wir. Aber wir haben super als Team dagegen gehalten und wollten den Derbysieg unbedingt. Nachdem wir im Vorfeld von der Presse so zerpflückt worden sind, tat das richtig gut."

Garmann staubt ab

Angesprochenen Willen stellte der Ex-Neuenkirchener, der im Sommer als Spielertrainer zum ASC Schöppingen wechseln wird, kurz nach der Pause, als er sich energisch gegen Maik Osterhaus durch wurschtelte und den Ball zum 2:0 für die Gäste rechts unten einlochte (56.). Sekunden zuvor hatte Kevin Grewe den Pfosten getroffen. "Da war das Ding gegessen", wusste auch SuS-Coach Wehmschulte. Es kam sogar noch dicker: Nach einem Freistoß von Nils Woltering aus dem Halbfeld bekam die Neuenkirchener Abwehr den Ball nicht geklärt, sodass dieser FCE-Innenverteidiger Nils Garmann vor die Füße fiel - 0:3 (56.). Anschließend hätte Timo Scherping erhöhen können, doch er schoss SuS-Schnapper Dennis Fischer an, nachdem er Haverkamp nach allen Regeln der Kunst eingedreht hatte (63.).

Der FCE jubelt nach Figueiredos Treffer.
Philipp Brüggemeyer (v.) leistete sich ein, zwei leichte Wackler, meldete Daniel Seidel sonst jedoch prima ab.

Der SuS schob Frust, Lars Pöhlker trat erbost gegen den Pfosten, nachdem er eine Hereingabe von Maik Osterhaus nur haarscharf verpasst hatte (65.). Wie später Pöhlker musste aufseiten der Gäste Nils Woltering vom Feld. "Ist glaub' ich was gerissen", teilte er Physio Gisbert König mit. Das war dann auch der einzige Wermutstropfen an einem genialen FCE-Tag. Glück hatte die Elf von Uwe Laurenz, dass Daniel Seidel nach der einzigen richtig guten Kombination in Durchgang zwei zu lange zögerte und Garmann in höchster Not klärte (67.). Dann war erneut Jubeln angesagt, als Philipp Brüggemeyer nach einem Eckball völlig blank einschieben durfte (0:4/78.). Das Derbyfeuer war raus.

"Das ist doch 'ne Schweinerei!"

Fast. Denn einen Ausreißer leistete sich SuS-Abwehrmann Felix Fuchs, der Luca Meyer mit dem Fuß im Gesicht traf, noch. "Das ist doch 'ne Schweinerei!", echauffierte sich Laurenz. Fuchs sah "nur" Gelb (80.). Seine gute Laune fand der FCE-Coach aber schnell wieder. Als ihn ein Zuschauer noch während der Partie fragte, ob er von einem solchen Ergebnis geträumt habe, lachte er herzlich.

Im ersten Durchgang musste der Übungsleiter jedoch zunächst zittern. Schon in den ersten fünf Minuten hielt sein Schnapper Timo Wiesch die Eintracht mit zwei klasse Paraden im Spiel, dann parierte er gar einen Elfmeter von Daniel Seidel. Garmann hatte zuvor Foul gespielt (15.). Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:0 für die Gäste, weil Philip Fontein nach einer Flanke von der linken Seite - Timo Scherping war im ersten Versuch noch gescheitert - per Kopf den Ball über die Linie drückte (8.).

Erst nach knapp 30 Minuten begannen die Rheinenser, sich diese Führung auch zu verdienen. Jule Hölscher (22.), Fontein mit einem Lattentreffer aus 18 Metern (23.) und Figueiredo (35.) hätten auf 2:0 stellen können. In der Nachspielzeit von Durchgang eins kam dann aber nochmal der SuS mit viel Druck. Julian Knocke näherte sich an (44.), danach hätte eigentlich der Ausgleich fallen müssen, doch ein Abschluss von Viktor Braininger wurde geblockt, anschließend setzte Malte Nieweler den Ball neben das Tor (45.+1). Eine verpasste Großchance, die ein bissiger FCE in der zweiten Hälfte bestrafte.


Trainerstimmen:
Tobias Wehmschulte (SuS Neuenkirchen):
"Ich bin mega enttäuscht, dass wir so deutlich verloren haben. Mit der ersten Halbzeit war ich eigentlich sogar zufrieden. Ich finde, da gehen wir unverdient mit 0:1 in die Kabine. Die Verletzten sind heute noch das i-Tüpfelchen!"
Uwe Laurenz (FC Eintracht Rheine): "Heute muss ich der Mannschaft ein riesen Kompliment machen. Das Ergebnis finde ich absolut in Ordnung, es gab aber einige enge Momente bis zum zweiten Tor. Danach haben wir es richtig gut und klar gespielt. Wir freuen uns an den drei Punkten und daran, dass wir endlich mal ein Pflichtspiel-Derby gewonnen haben. Jetzt muss sich die Presse was anderes einfallen lassen." 

SuS Neuenkirchen - FC Eintracht Rheine     0:4 (0:1)
0:1 Fontein (8.), 0:2 Figueiredo (50.),
0:3 Garmann (56.), 0:4 Brüggemeyer (78.)
Bes. Vork.: Eintrachts Wiesch hält FE gegen Seidel (15.)
SuS: Fischer - Osterhaus, Haverkamp, Fuchs, Mümken - Knocke (74. Schlüter), Pöhlker (77. Janning) - Husmann, Braininger (63. Sandmann), Nieweler - Seidel
FCE: Wiesch - Röhe, Brüggemeyer, Garmann, Woltering (66. Dieckmann) - K. Grewe, Beckmann-Smith - Hölscher (83. Grabbe), Fontein, Figueiredo - Scherping (74. L. Meyer)

Lars Pöhlker und Nico Haverkamp (weiße Trikots, v.l.) verletzten sich in der Schlussphase.


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2    Germ. Hauenhorst 24    78:25 63  
3    SG Sendenhorst 24    72:20 62  
4    VfB Alstätte 24    64:19 62  
5    FC Nordwalde 23    72:22 58  

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