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Gefragter Mann: Uwe Laurenz hat sich dank seiner Erfolge beim FCE Rheine eine exponierte Stellung erarbeitet. Ob er das „verflixte siebte Jahr“ angeht, ist noch nicht abschließend geklärt.

"Für den Moment machen wir unseren Job gut."


von Christian Lehmann

(20.12.17) Jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser machen. Es gibt Trainer, die mit solchen Aussagen schon mal auf die Nase gefallen sind. Obwohl Uwe Laurenz einen solchen Satz nie öffentlich formuliert hat, ist ihm genau dies beim FC Eintracht Rheine gelungen. In Jahr sechs unter seiner Führung steht der Oberligist sportlich so gut da wie seit vielen Jahren nicht. Und das, obwohl der Coach seine Arbeit stets den Zwängen, welche der Konsolidierungskurs am Delsen mit sich brachte, untergeordnet hat. Im Interview mit Heimspiel- Redakteur Christian Lehmann sprach Laurenz über die Hinserie und seine persönliche Zukunft.

Uwe, Platz fünf nach der Hinserie in einer bärenstarken Oberliga Westfalen. Das ist gut. Man wird jedoch das Gefühl nicht los, dass vielleicht sogar mehr drin gewesen wäre...
Laurenz: Die Liga ist noch stärker geworden. Die Regionalliga-Absteiger wie Schalke, Ahlen, Sprockhövel, das sind Schwergewichte, Herne oder Haltern sind sicherlich keine normalen Aufsteiger. Vor dem Hintergrund, dass uns immer wieder Spieler ausgefallen sind, haben es die Jungs gut gemacht. Es ist müßig, zu überlegen, was gewesen wäre, wären wir immer komplett gewesen.

Ihre Truppe hat teils begeisternden Offensiv-Fußball gezeigt, aber auch eklatante Schwächen im Umschaltspiel offenbart. Wie erklären Sie sich das?
Laurenz: Das kann man nicht wegdiskutieren. Bei den hohen Niederlagen sind wir nicht gut sortiert gewesen. Da muss der Kopf besser stimmen, dann passiert dir so etwas nicht. Dass Du mal ein Spiel verlierst, ist nicht ungewöhnlich. Dass es zweimal so hoch geschehen ist, ist vollkommen unnötig.

Wie bewerten Sie die Leistungen Ihrer Neuzugänge?
Laurenz: Es ist ja so, dass die meisten aus unterklassigen Vereinen kommen. Insofern muss man ihnen etwas Zeit gönnen. Ad hoc hat es sicherlich Philipp Hinkerohe geschafft, der aber auch bereits in dieser Klasse gespielt hat. Es ist nicht verwunderlich, dass sich Mladenovic oder Weishaupt erst an Abläufe gewöhnen mussten. Auf Strecke haben sie aber gezeigt, dass sie es können.

Gibt es eine Entdeckung in der Hinrunde?
Laurenz: Colin van den Berg hat einen Riesensprung gemacht. Die Veranlagung war immer da, er musste Geduld mitbringen. Dafür erntet er den verdienten Lohn.

Was fehlt noch, damit der FCE die Regionalliga ins Visier nehmen kann?
Laurenz: Wir können gewisse Rahmenbedingungen leisten, dazu gehört auch ein Etat. Nur weil Du sagst, wir beantragen eine Lizenz, hast Du das Fundament für die Regionalliga noch nicht gelegt. Andere Vereine sind da anders unterwegs. Ich kann verstehen, dass man darauf Bock hat. Ich bin sechsmal aufgestiegen, das waren die schönsten Jahre. Aber da fehlt noch ein bisschen was. Für den Moment machen wir unseren Job gut. Unser Ziel bleibt es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Aber wir werden auch nicht erschossen, wenn wir unter den ersten sechs stehen.

Andreas Heckmann und Nils Woltering verlassen wohl den Verein im Winter. Wie kompensieren Sie das?
Laurenz: Heckmann wollte den Aufwand nicht mehr stemmen. Nils hat geäußert, dass er wechseln möchte, Sebastian (Kockmann, Sportlicher Leiter, Anm.) hat signalisiert, dass wir gesprächsbereit sind. Klar ist, dass wir mit Nils geplant und einiges investiert haben. Für nichts kann er also nicht wechseln, aber das wird moderat sein. Dafür kommt ja Philipp Röhe zurück, ich setze auch auf Omar Guetat. Witali Ganske war auf einem guten Weg. Wir werden versuchen, das über die Kaderstärke zu kompensieren. Da Tejan Fofana auch noch ausfällt, wird das sicher nicht ganz so leicht.

Der 1. FC Gievenbeck klopft sachte an das Tor zur Oberliga. Ein interessanter Gegner für Ihr Team?
Laurenz: Definitiv. Vor allem, weil man sich da über eine etwas nähere Auswärtsfahrt freut. Benjamin macht einen guten Job, wir spielen in der Vorbereitung ja öfter gegen sie. Die Mannschaft hat eine signifikante Handschrift. Man muss aber gucken, wie stabil sie bleiben. Üppig ist das Polster nicht. Sicher würden wir uns freuen, wenn sie es schaffen. Aber auch Sören Weinfurtner mit Preußen II oder Vreden wären schön.

Ihre Vertragsverlängerung galt schon vor Wochen als sicher. Woran hapert‘s?
Laurenz: Wir sind mit ein paar Hausaufgaben auseinander gegangen. Da spielt das Budget eine Rolle, aber auch der Blick über den Tellerrand. Mir war auch immer wichtig, was gut für den Verein ist. Ich kann Stand heute nicht sagen, ich bin fix dabei, aber wir machen uns da auch keinen Stress. Wir wollen die Kuh vor Weihnachten vom Eis haben und dann die Zeit für Gespräche mit den Spielern nutzen. (klappt aufgrund der Erkrankung von Heinz Hilgenberg nicht, zwischen den Feiertagen soll's jetzt was werden, Anm. d. Red.)

Knüpfen Sie Ihre Zukunft auch an den Verbleib von Philip Fontein und Timo Scherping? Beide haben mit bockstarken Leistungen in der Hinrunde Begehrlichkeiten geweckt...
Laurenz: Wir haben viel Vertrauen mitgebracht, um sie dorthin zu bringen. Beide sind sehr mannschaftsdienlich, charakterstark und haben den Unterschied ausgemacht. Das weckt Interesse. Ich muss meine Planungen aber vor den beiden Spielern kundtun. Wir haben ein gutes Paket geboten und werden alles dafür tun, dass sie bleiben. Die beiden zu halten, wäre für den Verein extrem wichtig.



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