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FC Eintracht Rheine

 

Ausgangslage: Nach ordentlichem Start landeten die Rheinenser - seit dem Sommer ist  bei ihnen beileibe nicht nur der Trainer neu - nach drei Niederlagen in Folge auf dem Hosenboden und im Tabellenkeller. Doch seit nunmehr zwei Monaten ist der FCE ungeschlagen, zwischendurch gab's gar vier Spiele ohne Gegentor am Stück. Chapeau, Tobias Wehmschulte! Was der Coach auch immer mit seiner Mannschaft angestellt hat - es wirkt. Und auch Chapeau an die Verantwortlichen im Hintergrund. Der Kunstrasen kommt zu Weihnachten, die Neuzugänge schlugen ein. Der momentane vierte Platz ist ganz sicher kein Zufallsprodukt. Die Eintracht verlor keines der vergangenen sieben Matches!

Torwart: Inzwischen hat Nicholas Beermann Philipp Hinkerohe den Rang abgelaufen und sogar einmal mehr zwischen den Pfosten gestanden. Ist er nun die neue Nummer 1? Nein! "Das gibt es bei mir nicht", hält Wehmschulte von dieser Begrifflichkeit überhaupt nichts. "Die Leistung steht im Vordergrund!" Wer im Training den besseren Eindruck hinterlässt, der spielt eben. Beermann hat da derzeit die Nase vorn, auch die geringe Gegentor-Quote spricht für ihn. In den vergangenen sechs Spielen hütete Beermann den Kasten, zwei Kirschen fing er, viermal hielt er die weiße Weste. Insgesamt war das sogar in fünf seiner acht Einsätze der Fall. Allerdings: Hinkerohe war zwischenzeitlich halt auch nicht einsatzfähig.

Abwehr: Philip Röhe ist auf der rechten Seite nahezu unverzichtbar, im Zentrum trifft selbiges vor allem auf Jannis Fraundörfer zu. Der beim VfL Bochum ausgebildete und zuletzt für Viktoria Köln tätige 20-Jährige tut dem FCE richtig gut. Gerade beim eigenen Ballbesitz und im Spielaufbau ist der Blondschopf eine richtige Waffe. Was den Coach noch mehr freut:"Gerade im Verhalten gegen den Ball, im Defensiv-Zweikampf hat er sich enorm gesteigert!" Auf zehn Spiele brachte es Fraundörfer bisher. Man könnte die Liste an hervorragenden Defensiven ewig weiter spinnen, doch wir müssen uns vor allem Viktor Braininger heraus picken. Alle 15 Partien spielte er, zumeist über die 90 Minuten auf der linken Verteidiger-Position. "Er ist total fit, läuferisch unermüdlich", lobt Wehmschulte. Braininger mache nie den Eindruck, er würde kaputt wirken, bescheinigt ihm der Coach ein außerordentliche Lunge. "Er hat sich im Vorfeld der Saison gut vorbereitet, Zusatzeinheiten geschoben", berichtet "Tube". Das zahlt sich aus. Ihm mal eine Pause gönnen? Stand jetzt: Erstmal nicht vorgesehen. Das wohl derzeit beste Pferd im Eintracht-Stall.

Mittelfeld: Zunächst müssen wir über die Rückkehr des Colin van den Berg sprechen. Der spielte nach seinem Kreuzbandriss im Pokal gegen GW Rheine erstmals wieder - von Beginn an über die volle Distanz. "Total klar im Kopf", findet Wehmschulte, hörbar entzückt über van den Bergs Turbo-Rückkehr innerhalb von nur sieben Monaten. Ein bisschen vorsichtig sei er noch in den Zweikämpfen, aber das lege sich wieder. Ein Emporkömmling ist derweil Adrian Knüver, der von Preußen Münster kam. "Extrem wichtig, er räumt alles ab und ist ein schlauer Junge", sagt der FCE-Trainer über den 20-jährigen Burschen. Ein bisserl älter ist da Jörg Husmann, ebenfalls neu im Team, mit seinen 31 Lenzen. "Wie der direkt Veranwortung übernommen hat...", schwärmt Wehmschulte von seinem Führungsspieler. Mit sieben Treffern ist er übrigens Rheines bester Torschütze. "Und wir haben ja auch noch einen Luca Meyer..." Zweifelsfrei: Der FCE ist im Zentrum richtig gut besetzt.

Sturm: Im Seuchen-Vorjahr schoss Timo Scherping 20 von allen 47 Hütten des FCE. Damit trug er einen Löwenanteil zur (knappen) Rettung Rheines bei. Doch die Eintracht war auch häufig auf ihn angewiesen. Diese Abhängigkeit hat Wehmschulte erfolgreich vernichtet. "Wir sind vielseitiger geworden", freut er sich. Zumal Scherping dieses Jahr erst auf vier Tore kommt. Und die Eintracht dennoch gut darsteht.

Hinrunden-Highlight: Wirkt sehr komisch, aber Wehmschulte antwortet direkt ohne Umschweife:"Das Spiel in Wiedenbrück." Was daran komisch ist? Ja, das Match endete torlos. War aber dennoch ein Höhepunkt. "Besser können wir nicht spielen als da, da waren wir am Maximum." Nicht minder schön: Die Erinnerung an den Heim-Einstand, ein 5:0 über Hamm.

Fazit: Was soll man groß palavern: Die Eintracht hat sich gemacht. Unzählige Puzzleteile mussten zusammengesetzt werden, doch dieser Mega-Umbruch trägt nicht nur Früchte. Diese schmecken auch noch richtig gut. Wir sagen's ständig: Das macht uns irgendwie einfach Angst. Aber macht gerne so weiter.

Heimspiel-Prognose: Natürlich wird die Eintracht nicht bis zum Saisonende ungeschlagen bleiben, auch fürs Meisterrennen sind andere Teams schlussendlich stärker. Zudem liegen zwischen dem Vierten aus der Emsstadt und dem 14. ganze sechs Zähler. Dennoch: Der FCE beendet die Spielzeit auf einem richtig schmackhaften siebten Rang. Mehr als man sich das wohl erträumt hätte.

 

Unser Sommer-Teamcheck nochmal zum Nachlesen:

Vorbereitung: Neues Trainerteam, neues Betreuerteam, massig Abgänge, einige Neuzugänge. Wir könnten jetzt etwas vom großen Umbruch faseln. Aber: Ja, machen wir, weil wir es müssen, weil es eben einer war am Delsen. "Das ist ein Prozess, der noch dauern wird", sagt Coach Tobias Wehmschulte. Seine Mannschaft lobt er aber, sie habe bisher voll mitgezogen. Ergebnistechnisch gab es Lichtblicke wie auch Schattentage. Größer Mutmacher: Der Sieg beim Liba-Pokal in Gievenbeck.

Spielsystem: 4-2-3-1, 4-3-3, 3-5-2. "Tube" will mit der Eintracht eher variabel bleiben.

Auftaktprogramm: Das hat es durchaus in sich - ist aber hochattraktiv und klangvoll! Den Start macht die Reise zu RW Ahlen, danach kommt die Hammer SpVg in die Emsstadt, hernach die Sportfreunde aus Siegen. Das Problem: Diverse Ausfälle gleich zum Auftakt. Alex Bügener und Colin van den Berg sind in Ahlen keine Optionen, ebenso wenig Maik Osterhaus.

Schlüsselspieler: Eine Frage, die Wehmschulte noch nicht beantworten möchte. "Lass uns ein paar Spieltage abwarten", hat er noch nicht den oder die Player ausgemacht, auf den er nur im Notfall verzichten möchte. Stimmt: Auch die Neuzugänge versprechen in der Tat eine Mega-Qualität und hohe Dichte. Aber Fakt ist, um wenigstens einen Namen hier ins Spiel zu werfen: Timo Scherping ist wieder gesetzt. "Wäre schön, wenn er seine Quote hält", sagt "Tube" über den Goalgetter. Im Vorjahr waren das 20 Treffer, im Jahr zuvor 24.

Saisonziel: "Das möchte ich nicht am Tabellenplatz festmachen", hat der Eintracht-Übungsleiter keine Lust auf diese Platzierungsspielchen. "Lieber möchten wir schnell zusammenfinden, uns als Einheit präsentieren, ansehnlichen Fußball spielen zum Wohlfühlen." Wohin das platzierungstechnisch führen kann, müsse man sehen.

Titelfavorit: Zuallererst denkt der neue FCE-Steuermann an die Absteiger aus Wiedenbrück oder Kaan-Marienborn. Und eventuell auch an eine noch nicht näher definierte Überraschungsmannschaft.


Trainer: Tobias Wehmschulte (1. Saison / für Björn Laurenz)

Zugänge:
Daniel Befort (FC Schüttorf 09)
Mirko Janning (SuS Neuenkirchen)
Luca Ehler (SuS Neuenkirchen)
Jörg Husmann (SV Bad Bentheim)
Alex Bügener (SuS Neuenkirchen)
Adrian Knüver (Preußen Münster)
Guglielmo Maddente (TuS Hiltrup)

Abgänge:
Kevin Grewe (SV Mesum)
Oskar Ricken (SV Mesum)
Daniel Olthoff (SV Holthausen/Biene)
Daniel Mladenovic (TuS Hiltrup)
Bo Weishaupt (SV Burgsteinfurt)
Philipp Garmann (pausiert)
Dario Vujicevic (unbekannt)

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