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"Die Jungs haben sich richtig reingehauen"


von Fabian Renger

(08.04.20) Dienstagabend, 19 Uhr, irgendwo in diesem Internet. Die Oberliga-Kombo des FC Eintracht Rheine tifft sich zur virtuellen Mannschaftssitzung. Themen? "Ach", sagt Trainer Tobias Wehmschulte lachend. "Ein bisschen Quatsch erzählen und so." Ja ja ja.

Seit dem Vorsommer schwingt er das Zepter am Delsen. Die Mannschaft steht auf dem fünften Rang, der Verein reichte gar vorsorglich den Regionalliga-Lizenzantrag ein. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht, als die Truppe ums sportliche Oberliga-Überleben kämpfte? Die wenigsten vermutlich. Kurz bevor sich der Coach seinen Spielern widmete, hat er sich mit uns über die ersten neun Monate am Delsen unterhalten. Themen gibt's viele: Spielerverlängerungen, die Offensive, die Defensive und Spielsysteme.

Hallo Tube! Über die Regionalliga habt ihr euch beim FCE ja auch Gedanken gemacht. Aktuell ist das Thema aber wahrscheinlich ganz weit weg, oder?
Wehmschulte: Allgemein muss man erstmal gucken, wie sich die Situation entwickelt. Und es ging ja dem Verein auch nicht darum, dass wir um den Aufstieg spielen müssen. Man wollte uns einfach nichts verbauen und die Entwicklung stoppen. Es war ein nettes Zeichen, wohlwissend, dass es total unwahrscheinlich war und ist.

Wenn man mal zurückblickt auf eure Saison: Ihr seid passabel reingekommen mit sieben Punkten nach acht Spielen. Anschließend habt ihr euch mächtig gesteigert, sieben Spiele nicht verloren. Da haben sich schon einige gefragt: Was hat der Wehmschulte mit denen gemacht? Jetzt kannst du's mal erzählen.
Wehmschulte: Das komplette Trainerteam war neu, wir hatten neue Betreuer, einen neuen Physiotherapeuten, nur "Didi" (Neugebauer, d. Red.) ist als Betreuer dabei geblieben. Dann sind einige Spieler neu dazu gekommen. Es war für alle eine neue Situation. Das ist dann völlig normal, dass man sich erst finden muss. Aber die Jungs waren von Vornherein total willig. Das erste Spiel in Ahlen haben wir zwar verloren, aber danach ein dickes Lob bekommen. Es dauerte zwar, bis wir unsere Spielweise festigen konnten. Aber es fühlte sich schon sehr gut und stabil an - nicht nur in den Ergebnissen, sondern auch in der unserer Art und Weise.

Ihr habt siebenmal zu Null gespielt. Das ist weder für dich noch für den FCE in den vergangenen Jahren typisch. Allgemein bist du ja kein Fan von 0:0, sondern eher vom Risiko...
Wehmschulte: Wenn wir zu Null spielen und dann gewinnen, spricht das für die Jungs, dass sie allgemein gut verteidigt haben. Ohne dabei defensiv zu sein. Das fängt schon vorne - meistens ja mit Timo Scherping  - an. Die Jungs spielen nicht nur guten Fußball mit wenig Rumgepöhle, sondern zeigen auch eine top Einstellung, sind physisch sehr stark, sehr robust und sehr aggressiv in den Zweikämpfen. Diese Mischung hat uns bis jetzt da ganz gut aussehen lassen. Nicht nur Schönspielerei, die Jungs haben sich auch richtig reingehauen.

Du hast vor der Saison ja auch genau das gesagt: Ihr wollt Fußball spielen und nicht pöhlen. Klingt so, als seid ihr da schon auf einem sehr guten Weg.
Wehmschulte: Vielleicht hätte man am Anfang einen Tick ergebnisorientierter spielen und einen Tick tiefer stehen können, um Sicherheit finden. Aber ich wollte den Jungs ziemlich schnell unseren Stil mit auf den Weg geben. Dann kommen solche Ergebnisse wie gegen Schermbeck (1:2-Niederlage, d. Red.) oder Holzwickede (2:4-Pleite, d. Red.) zustande. Es ging vor allem um fußballerische Lösungen - das hat hier und da nicht ganz so geklappt. Weil ein paar Mechanismen noch nicht drin waren. 

Man kann ja auch nicht alles direkt gewinnen...
Wehmschulte: Ja, wie gesagt: Vielleicht hätte man auch alles etwas anders angehen können. Aber ne...nur Defensive, Verteidigen und Konter. Sowas mag ich nicht, aber das ist ja auch Ansichtssache. Manche machen das ja richtig gut.

Dann reden wir mal lieber erstmal kurz weiter über vorne. Da habt ihr euch ja gut eingedeckt: Jule Hölscher, Jonas Burke und Joshua Roß kommen zu euch. Was wollt ihr mit so vielen Offensiven?
Wehmschulte (lacht): Tore schießen!

Ja, dafür habt ihr mehr als genug...
Wehmschulte: Ich wollte auf jeden Fall noch einen Stürmer fürs Zentrum haben. Da haben wir eigentlich nur Timo und andere, die es vielleicht mal machen können. Mit Jonas Burke können wir mal zu zweit vorne spielen oder er kann etwas hängender auflaufen. Das passt sehr gut. Mit Omar (Guetat, Öffnet externen Link in neuem Fenstergeht nach Hiltrup, d. Red.) geht ja auch jemand. Jule kann auch offensiv spielen, ein bisschen aus der Tiefe kommen und sich immer wieder einschalten. Er ist ja sehr lauf- und zweikampfstark. Aber von der Grundordnung ist er kein Stürmer. Insgesamt sind wir, auch mit Joshua, sehr variabel aufgestellt.

Ihr habt ja auch noch einen Maddente oder einen Husmann, der besonders viele Tore schießt. Wenn ich dann nach hinten schaue: Da habt ihr recht wenig geholt, oder? Habt ihr da keinen Bedarf?
Wehmschulte: Du hast doch die Zu-Null-Spiele angesprochen? (lacht) Wir haben aus der A-Jugend Pascal Petruschka und Hannes Hesping geholt. Hannes ist Innenverteidiger, Pascal spielt zwar offensiver, aber den kann ich mir sehr gut als Außenverteidiger vorstellen - das ist bei uns ja eh sehr offensiv geprägt. Ein Jule Hölscher könnte das auch. Viktor Braininger ist ja Linksverteidiger und hat in vielen Spielen gefühlt mehr Torschüsse als Timo Scherping vorne drin.(lacht)

Wie seid ihr da sonst aufgestellt?
Wehmschulte: Es sind ja viele Defensivspieler geblieben. Ob jetzt ein Mirko Janning, ein Jannis Fraundörfer, ein Viktor Braininger, ein Luca Meyer, Felix Frank, Leon Varelmann oder Alex Bügener...

Fraundörfer und Braininger bleiben beide? Stand ja bei beiden noch ein Fragezeichen dahinter, soweit ich weiß.
Wehmschulte: Ja, die haben beide zugesagt. Das ist für mich überragend.

Wie sieht's denn im Tor aus: Reichen dir Cornelius Watta als dann Ex-A-Jugendlicher und Nicholas Beermann?
Wehmschulte: Nicholas hat seine Chance ja bekommen, weil Philipp Hinkerohe beruflich weg öfter weg war, und hat eine tolle Serie gespielt. Dann ist es auch egal, wie alt er ist oder wo er herkam. Und du hast ja die Null-Spiele auch erwähnt - das fängt zwar schon vorne an, aber wenn man hinten eine Flitzpiepe hinten drin hat, dann schafft man das nicht so. Und Corni Watta hat oft bei uns mit trainiert und einen guten Eindruck hinterlassen. Da sehe ich jetzt keinen Bedarf.

Was gibt's denn noch zutun? Als Trainer hat man doch nie Feierabend. Irgendwas gibt's doch immer.
Wehmschulte: Erstmal müssen wir es schnell hinbekommen, dass die Abläufe möglichst schnell wieder drin sitzen nach der langen Pause. Das wird wieder genug Arbeit. Die Neuen müssen wir auch dementsprechend integrieren. Und ich würde zu unserem variablen 4-2-3-1 oder 4-3-3 gerne ein neues System einführen, um flexibler und nicht so leicht auszurechnen zu sein. 

Dafür hast du ja jetzt Zeit, dir Gedanken zu machen...
Wehmschulte: Die Gedanken hatte ich schon länger. Auch in der Winterpause schon. Ich halte auch nichts davon, zu sagen, dass wir jetzt sagen: Komm, wir spielen jetzt beispielsweise ein 3-4-3 oder 3-5-2. Das würde ich gerne vorher häufiger trainieren.

Aktion: FCE Ersatzbank

Durch die aktuelle Corona-Pause erleidet auch der FCE einen finanziellen Aderlass.  Der Ticket-Erlöse sind weggebrochen, die Umsätze vom Getränke- und Essens-Verkauf ebenfalls. Doch der Verein kam nun auf eine kreative Idee und hob die Aktion "FCE Ersatzbank" aus der Taufe. "Sichere dir deinen Platz auf der FCE Ersatzbank und hilf uns in den aktuell unsicheren Zeiten", schreibt der Club in einer Pressemitteilung. "Ein Platz kostet 10 € und ist über unseren Online-Shop erhältlich. Mit wie vielen Plätzen du die FCE Ersatzbank füllst, kannst du über die Anzahl auswählen.​"

Zehn Prozent der Einnahmen gehen an den Deutschen Kinderschutzbund in Rheine. Teilnehmer gehen aber auch nicht leer aus: Die Eintracht verlost unter allen, die sich mindestens drei Plätze auf der virtuellen Ersatzbank sichern, einen Platz auf der echten (!) Ersatzbank für die noch ausstehenden letzten sechs FCE-Heimspiele der aktuellen Saison. (alternativ in der nächsten Spielzeit) Und damit nicht genug: Wer mindestens fünf Plätze geordert hat, bekommt zusätzlich Zutritt zum VIP-Bereich. 

https://fcerheine.de/produkt/fce-ersatzbank/Öffnet externen Link in neuem FensterMehr zur Aktion findet ihr HIER!

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