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Oberliga Westfalen

Daniel Feldkamp ist nun im Besitz der A-Lizenz.

Mit A-Lizenz in Reihe eins?


von Alexander Eckrodt

(21.08.20) Glückwunsch! Florian Reckels, Trainer vom 1.FC Gievenbeck, und Daniel Feldkamp, Co-Trainer der U23 von Preußen Münster, haben sich die Trainer-A-Lizenz gekrallt. Die Fortbildung begann Mitte Juli. Von da an stand der Fußball sechs Wochen lang im Fokus. Aber wie läuft sowas eigentlich ab? "In Zeiten von Corona war es leicht abgeändert", sagt Feldkamp. 

"Es war ein Misch aus Präsenz- und Onlinephasen. Zu Beginn mussten wir Aufgaben in den Online-Campus einpflegen. Dazu gehörte dann Blogeinträge schreiben, Videos hochladen und Präsentationen bearbeiten", erklärt Preußens Co-Trainer. Diese Online-Aufgaben hatten natürlich alle unterschiedliche Zwecke. Feldkamp: "Es ging los mit Videoanalysen, wo wir in den Videokommentaren schreiben mussten, was uns auffällt. Weiter gesponnen dann mit Video von uns, wie wir vor einer Taktiktafel stehen und entweder eine Spielform oder unsere Spielphilosophie erklären. Dann sollten wir noch eine PowerPoint Präsentation machen, in der wir unsere Spielphilosophie nochmal darstellten und ausarbeiteten." Und das alles digital. 

Kaum Einschränkungen durch Corona

Dass so viel online stattgefunden hat, lag aber nicht nur am Corona-Virus. "Generell wollen sie mehr digital machen", sagt Feldkamp. "Ich weiß, dass sie bei der B-Lizenz und auch bei der Elite-Jugend-Lizenz mittlerweile mit diesem Online-Campus arbeiten", fügt er hinzu. Als der junge Coach aber seine Elite-Jugend-Lizenz - die Trainerlizenz zwischen der B- und A-Lizenz - gemacht hat, fand das alles noch in Präsenzphasen statt. Der Lehrgang zur A-Lizenz war für Feldkamp also der erste, der größtenteils online stattfand. Deswegen ist es schwierig für ihn, den Lehrgang zur B-Lizenz und zur Elite-Jugend-Lizenz mit dem zur A-Lizenz zu vergleichen. Inhaltlich ist der Unterschied allerdings klar. Feldkamp: "Der große Unterschied ist, dass man zur B-Lizenz und zur Elite-Jugend-Lizenz eher individual und gruppentaktisch arbeitet, also maximal ins Sechs-gegen-Sechs hochgeht und jetzt bei der A-Lizenz geht es dann vor allem um den mannschaftstaktischen Bereich. Da geht es dann vor allem um das Spiel Elf-gegen-Elf und das große Spiel."

Nach der ersten Online-Phase folgte für die Teilnehmer eine Woche in Kaiserau, wo praktisch auf dem Platz gearbeitet wurde und in den Lehrräumen bis abends gearbeitet wurde. "Es war klassisch, wie bei den anderen Lizenzen auch", sagt Feldkamp. Neben dem Tragen vom Mund-Nasen-Schutz in der Sportschule und dem klassischen Abstand halten auf den Gängen hat das Corona-Virus die Fortbildung nicht behindert. "Wir hatten trotzdem Gruppenarbeiten und wir konnten auch auf dem Platz normal trainieren und unsere Übungen machen. Von daher war es sicherlich immer allgegenwärtig, aber jetzt nicht so, dass der Lehrgang deutlich verschlechtert wurde oder an Qualität verloren hat." Außerdem hat der Co-Trainer nicht nur durch die Fortbildung an sich viel mitgenommen, sondern auch durch den Austausch mit den anderen Trainern. 

Nebenbei noch eine Klausurenphase

Der einzige Unterricht, der durch Corona eintrat, war eine Pflichtpräsenz-Zeit nach einer erneuten Anwendungswoche mit Online-Aufgaben. Diese hätten eigentlich auch in Kaiserau stattfinden sollen, stattdessen saßen die Teilnehmer nun aber Zuhause im Homeoffice vor ihren Bildschirmen. Erst zur dreitägigen Prüfung kehrte Feldkamp dann wieder nach Kaiserau zurück und das, wie wir nun alle wissen, als A-Lizenz-Inhaber. Und wie waren die sechs Wochen Fußball pur? Feldkamp: "Durch die Online-Aufgaben war ich sehr flexibel. Ich habe auch in der ersten Woche noch eine Klausurenphase vom Studium erledigt, das hat alles noch ganz gut geklappt. Ich habe mich dann immer abends - auch nach unserem Training bei Preußen manchmal - von zehn bis zwölf dahin gesetzt und die Aufgaben erledigt. Die Aufgaben mussten halt gemacht werden, das gehörte nun mal dazu. Man konnte sich das alle aber sehr flexibel einteilen. Es hat Spaß gemacht, ich habe mich da ja auch freiwillig dafür angemeldet."

Dann hat der Lehrgang also nicht nur inhaltlich etwas gebracht, sondern auch noch für Freude beim Trainer gesorgt. Um eine A-Lizenz zu erhalten, reicht es aber nicht, nur fußballinteressiert zu sein. "Ein Stück weit Erfahrung muss man auf jeden Fall mitbringen. Ich bin zwar noch relativ jung mit meinen 27 Jahren, aber ich bin schon über zehn Jahre als Trainer tätig und habe in der Zeit einiges an Erfahrung gesammelt. Man muss offen sein für neue Ideen. Man sollte auch offen und empfänglich sein für neue Gedanken. Außerdem beschäftigt man sich den ganzen Tag mit Fußball. Da muss man einfach Bock drauf haben und ambitioniert und ehrgeizig sein. Dann nimmt man da eine Menge mit", erklärt der junge Übungsleiter. 

Und Daniel Feldkamp ist genau das - ambitioniert und ehrgeizig. Das heißt aber nicht, dass er direkt in die erste Reihe drängt: "Aktuell genieße ich meine Stellung als Co-Trainer sehr. Ich habe mit Sören Weinfurtner einen sehr erfahrenen Trainer, der auch schon mehrere Jahre als Chef-Trainer in der U 23 fungiert. Ich kann da eine Menge mitnehmen und habe eine sehr ambitionierte Mannschaft, wo ich mich auch ausprobieren kann. Ich kann hier auch in meiner Rolle als Co-Trainer noch viele Dinge erfahren und lernen." Auf längere Sicht gesehen, hat er aber auch noch andere Pläne: "Natürlich ist es mittelfristig mein Ziel, als Cheftrainer dann auch aufzutreten. Später möchte ich aber auch gerne im ambitionierten Bereich weiter arbeiten, wie jetzt auch schon. Die Oberliga ist eine super interessante, spannende Liga. Ich sehe mich selbst aber auch als jungen Trainer und möchte mich selbst als Trainer gerne weiterentwickeln und besser werden."

Teamcheck Oberliga Westfalen



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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
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2    Germ. Hauenhorst 24    78:25 63  
3    SG Sendenhorst 24    72:20 62  
4    VfB Alstätte 24    64:19 62  
5    FC Nordwalde 23    72:22 58  

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