Oberliga Westfalen
Mit Vreden wird's nie langweilig
Von Pascal Bonnekoh
(13.05.24) Der Saisonverlauf der SpVgg Vreden war ja sowieso schon eigentlich verrückt genug, aber auch im Saisonendspurt wird es immer noch nicht langweilig. Beim Heimspiel gegen die SG Finnentrop/Bamenohl ging es hin und her, ehe man sich in der Schlussphase dann doch auf ein 3:3 (2:2) einigte.
"Das war ein Wechselbad der Gefühle. Eine kleine Achterbahnfahrt", musste Vredens Spielertrainer Romaro Wiesweg erstmal sortieren, was er da gerade erlebt hatte. Seine Schützlinge und Mitspieler gingen bereits in der zweiten Minute in Front. Per Kopfball traf Maximilian Hinkelmann zum 1:0. "Einen viel besseren Start in ein Spiel gibt's eigentlich nicht. Dann haben wir aber in der ein oder anderen Situation nicht klar genug gespielt. Finnentrop wurde deutlich stärker und schneller im Kopf. Beim 1:1 hatten wir das Problem, dass wir mehrere Optionen hatten, uns aber für keine entschieden haben", so Wiesweg.
"Gefühlt war jede Chance ein Tor"
Jannik Enning verlor die Kugel und setzte dann auch noch im eigenen Strafraum zur Grätsche an. "Fehler passieren", nahm der Vredener Coach seinen Spieler in Schutz. Den fälligen Elfmeter verwandelte Phillip Hennes zum Ausgleich (15.). Und nur ein paar Minuten später gingen die Gäste dann auch noch durch Marvin Schulz in Führung (23.). "Zu der Phase war das absolut verdient, weil wir deutlich zu wenig gemacht haben. Danach haben wir uns aber gefangen", so Wiesweg. Nicht unverdient glich erneut Hinkelmann die Partie noch vor der Pause abermals aus (33.). "Wir haben uns für die zweite Halbzeit vorgenommen, deutlich kompakter zu stehen. Wir wussten, dass wir vorne unsere Chancen bekommen werden und hinten wollten wir die Stärke Finnentrops rausnehmen. Das haben wir gut geschafft", führte der Übungsleiter weiter aus.
Nach dem Seitenwechsel war der jetzt alleinige Toptorjäger Vredens sofort wieder zur Stelle. Nicolas Ostenkötter setzte sich auf dem Flügel durch und fand Hinkelmann, der die Spielvereinigung ein weiteres Mal auf die Siegerstraße brachte (50.). "Dann mag man meinen, dass wir alles im Griff hatten." Eine letzte Aktion hatten die Gäste aber noch. In der dritten Minute der Nachspielzeit ließen die Hausherren die Kugel eigentlich entspannt durch die eigenen Reihen laufen, plötzlich spritzte Maurice Danielle Werlein aber dazwischen, schnappte sich das Spielgerät und netzte zum 3:3-Endstand ein. "Wenn man Zuhause auf die Art und Weise drei Tore kassiert, ist ein Unentschieden echt okay. Es war ein munteres Spiel mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen. Gefühlt war jede Chance ein Tor", resümierte Wiesweg.
SpVgg Vreden - SG Finnentrop/Bamenohl 3:3 (2:2)
1:0 Hinkelmann (2.), 1:1 Hennes (15./FE),
1:2 Schulz (23.), 2:2 Hinkelmann (33.),
3:2 Hinkelmann (50.), 3:3 Werlein (90.+3)







































