Oberliga Westfalen
Bövinghausen-Aus wohl besiegelt
von Christian Lehmann
(19.01.25) Am 2. Februar soll der FC Eintracht Rheine eigentlich zum Auftakt der Restserie in der Oberliga Westfalen den TuS Bövinghausen empfangen. Doch nach den jüngsten Meldungen ist es höchstfraglich, ob der Ruhrpott-Klub dann überhaupt noch existiert. Bei den Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften schickte der Klub noch ein Team ins Rennen und erreichte die Endrunde, doch jetzt scheint das Aus besiegelt.
Im September war aufgrund massiver finanzieller Probleme des Vereins ein Insolvenzeröffnungsverfahren gegen den TuS Bövinghausen eröffnet worden. Seither hatte sich Klubboss Ajhan Dzaferoski stets kämpferisch gezeigt, dass man den Komplett-Kollaps noch abwenden könne. Insolvenzverwalter Marvin Bauerfeind teilte nun gegenüber
"Fupa" mit: "Das Gutachten wird von mir als vorläufiger Insolvenzverwalter und Sachverständiger erstellt. Ein tragfähiges Sanierungskonzept konnte nicht vorgelegt werden. Damit wird in den nächsten Wochen das Insolvenzverfahren eröffnet und von mir der Spielbetrieb des TuS Bövinghausen eingestellt. Der Verein wird gelöscht." Der Vereinsboss widerspricht dieser Darstellung und kündigte für Dienstag um 14 Uhr eine Pressekonferenz an.
Von 2018 bis 2022 war der TuS Bövinghausen von der Kreisliga bis in die Oberliga durchmarschiert und hatte mit Verpflichtungen etwa von Kevin Großkreutz für Aufsehen gesorgt. Oftmals standen der Verein und die Verantwortlichen allerdings in der Vergangenheit auch wegen vermeintlich ausbleibender Gehaltszahlungen und Steuerhinterziehung in der Kritik.
Sollte der TuS Bövinghausen während der laufenden Spielzeit vom Oberliga-Spielbetrieb abgemeldet werden, würde das neben der SpVgg Erkenschwick und der SG Finnentrop/Bamenohl auch dem 1. FC Gievenbeck zu Gute kommen, die als einzige ihre Partien gegen den finanziell angeschlagenen Tabellenletzten nicht gewonnen hatten. Die 49ers hatten beim Schlusslicht Ende Oktober nur 3:3 gespielt.







































