Oberliga Westfalen
Irgendwie war das zu wenig für den FCG
Von Fabian Renger
(20.10.24) Torsten Maas war hin- und hergerissen. Der Trainer des 1. FC Gievenbeck wusste nach dem 2:2 (1:2) gegen RW Ahlen nicht, was er davon eigentlich halten sollte. Zufriedenheit über ein Remis gegen einen Ex-Regionalligisten? Oder Ärger über vielleicht zwei verlorene Zähler? Dass die Gievenbecker überhaupt darüber nachdenken dürfen und können, ist ein Erfolg für sich. Und eine Schande ist ein Unentschieden gegen so ein Liga-Schwergewicht wie RWA gewiss nicht. Trotzdem war da wohl mehr drin.
"Die erste Viertelstunde gehörte klar uns", befand Maas. Über Gentrit Muja und Marvin Holtmann kam der Ball zu Alex Wiethölter, der ihn ins lange Eck einschob. Die frühe wie verdiente Führung (9.). "Wir haben es komplett unter Kontrolle, lassen uns aber durch einfache Mittel aus dem Spiel rausbringen", seufzte Gievenbecks Coach.
Maas: "Wir waren ein bisschen lieb"
Wir übersetzen das mal eben: Ahlen hat nicht gerade zierliche Stürmer in seinen Reihen. Die Gäste setzten daher gerne auf die zweiten Bälle und eine etwas robustere Art und Weise. Maas stellte fest: "Wir waren ein bisschen lieb und haben uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen." Aus ihrer spielerischen Überlegenheit konnten sich die Gastgeber nichts kaufen, sie lagen zur Halbzeit nämlich 1:2 hinten. Bahattin Köse (18.) und Davin Wöstmann (30.) hatten das Spiel gedreht.
In der zweiten Halbzeit stellten die 49ers ein paar Dinge um. Mit Hannes John, Yoost Diezemann, Sven Rüschenschmidt-Sickmann und Benedikt Fallbrock kamen vier Leute rein, die anderswo vielleicht Startelf spielen würden. Wohl dem, wer solche Spieler bringen kann. Irgendwann klappte es mit dem Ausgleich. Diezemann servierte für John mit einem überragenden Pass in die Tiefe. Über Fallbrock kam das Spielgerät schließlich zu Julian Conze - 2:2 (77.).
"Am Ende müssen wir das Ding ziehen. Wir hatten richtig dicke Chancen hinten raus. Gefühlt war Ahlen am Ende der Kräfte", trauerte Maas. Louis Martin vergab zweimal aus der Distanz, Fallbrock per Kopf, Rüschenschmidt-Sickmann traf, befand sich jedoch im Abseits. So stand auch nach dem Schlusspfiff eine Punkteteilung. Eigentlich ja völlig okay. Uneigentlich, naja. Maas war sich sicher: "Gefühlt war das so: Hätten wir noch zehn Minuten weitergespielt, hätten wir noch einen gemacht."
1. FC Gievenbeck - RW Ahlen 2:2 (1:2)
1:0 Wiethölter (9.), 1:1 Köse (18.)
1:2 Wöstmann (30.), 2:2 Conze (77.)








































