Oberliga Westfalen
Wilder Ruhrpott-Westen in Bövinghausen
Von Fabian Renger
(27.10.24) Manchmal ist dieser Sport schwer zu verstehen. Das 3:3 (1:1) zwischen dem TuS Bövinghausen und dem 1. FC Gievenbeck war etwa ein Ergebnis, mit dem auch die 84 Gäste in Bövinghausen vermutlich vorm Anpfiff nicht unbedingt gerechnet hätten. Gievenbeck hatte vorher maximal zwei Gegentore und insgesamt zwölf kassiert; Bövinghausen verzeichnete bis zum Anpfiff sechs eigene Tore. FCG-Schnapper Nico Eschhaus wird schlecht geschlafen haben.
"Wir haben mit einem unangenehmen Spiel und einem Gegner gerechnet, der sich wehrt", stellte FCG-Trainer Torsten Maas zunächst klar, dass seine Elf den TuS keinesfalls unterschätzt hat. Enttäuscht waren er und Trainerkollege Steffen Büchter trotzdem sowohl über die Ausbeute als auch über die Leistung. "Wir haben die Partie nie kontrolliert und ruhig bekommen", wurde Maas Zeuge eines viel zu wilden Spektakels.
Chancen im Überfluss
Jeffrey Malcherek brachte Bövinghausen nach einem Eckstoß mit 1:0 in Front (9.). Ein ganz banales Gegentor nach einem zweiten Ball, kann passieren. Gievenbeck antwortete auch schnell: Flanke Philip Röhe, Abschluss Louis Martin - 1:1 (16.). Danach, dazwischen und davor ging es aber durchaus ab. Julian Conze, Miclas Mende, Alex Wiethölter und Hannes John hätten nachlegen können/müssen/dürfen. Auch der Pfosten wurde getroffen. Bövinghausen hätte aber auch beinahe aus 40 Metern genetzt und ein Missverständnis in der FCG-Hintermannschaft ausgenutzt.
Chancen gab es im Überfluss, vor allem für die Gäste. Bövinghausen hielt mit einer ziemlich robusten Gangart dagegen. Manchmal war es wohl auch eine Spur zu robust. Wilder Ruhrpott-Westen halt. In der zweiten Halbzeit blieb es dabei. Und es hagelte Tore. Gentrit Muja schob eine Flanke von Hannes John zum 2:1 für die Gäste ein (55.). Komischerweise hatte später der eingewechelte wie auffällige Leonardo David Twumasi nach einer Hereingabe von rechts zu viel Platz im Zentrum und stellte auf 2:2 (70.).Der FCG ging anschließend erneut in Front. Nils Heubrock verwandelte einen Handelfmeter (75.).
Nach dem 3:3 war der FCG gebrochen
Hätte wohl gereicht, wenn Muja nicht die Latte getroffen oder Tom Sikorski oder John eine ihrer weiteren zahlreichen Gelegenheiten genutzt hätten. So war der Deckel nicht drauf und Bövinghausen schlug nochmal zurück. Nach einem langen Ball stürmte Eschhaus aus seinem Kasten und prallte mit einem Bövinghausener Stürmer zusammen. Für Schiri Timo Ebbing war's ein Elfmeter. Dominik Wasilewski verwandelte zum 3:3-Endstand (80.). Für Maas eine doch eher zweifelhafte Entscheidung und eher ein Stürmerfoul. Er stellte fest: "Danach waren wir gebrochen."
TuS Bövinghausen - 1. FC Gievenbeck 3:3 (1:1)
1:0 Malcherek (9.), 1:1 Martin (16.)
1:2 Muja (55.), 2:2 Twumasi (70.)
2:3 Heubrock (75./HE), 3:3 Wasilewski (80./FE)








































