Oberliga Westfalen
Rückstände egalisieren können sie, die Vredener
Von Malte Greshake
(17.03.25) Wäre es eigentlich noch ein richtiges Spiel der SpVgg Vreden, wenn nicht zunächst ein Rückstand auf der Anzeigetafel stehen würde? Auch beim Auswärtsspiel gegen die SG Finnentrop/Bamenohl passierte der Truppe von Andree Dörr und Romario Wiesweg dieses Missgeschick. Sogar zwei Kirschen fing sich die SpVgg vor der Halbzeit. Aber: Die Vredener haben eben auch zuletzt hinlänglich bewiesen, dass sie Rückschläge nicht aus der Bahn werfen. Und das 2:2 (2:0)-Unentschieden bedeute schließlich das, die Vredener seit nunmehr fünf Spielen ungeschlagen sind.
Mit ordentlich Dampf waren die Gäste nämlich nach der Halbzeit aus der Kabine gekommen. Den Zwei-Tore-Rückstand wollten sie schnell korrigieren, das war offensichtlich. Bis Spielertrainer Wiesweg die Sache selbst in die Hand nahm. Dessen Hereingabe landete bei Nicolas Ostenkötter, der zum Anschluss nur sein Schlappen hinhalten musste (62.). Und genauso wie die Hausherren in Durchgang eins legte SpVgg nach dem ersten Tor direkt noch eine Bude nach. Wieder war Ostenkötter maßgeblich beteiligt, fing einen Querpass der Gastgeber ab und bediente Robin Schultealbert zum 2:2-Ausgleich (64.).
Danach wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Nur scheiterte Leon Kondring an SG-Keeper Alex Taach. Zur Wahrheit gehörte allerdings auch, dass Finnentrop ebenfalls noch eine gute Gelegenheit besaß, um dreifach zu punkten. "Aus diesem Grund geht das Ergebnis auch in Ordnung. Gerade im ersten Durchgang hat es der Gegner gut gemacht", hielt Dörr fest. "Wir hätten uns gerne für unseren Aufwand belohnt. In Finnentrop musst du auch erstmal zurückzukommen. Und wir bleiben schließlich weiter ungeschlagen."
Vreden in Hälfte eins nicht abgezockt genug
Gleichwohl es gar nicht so einer Aufholjagd hätte kommen müssen. In Halbzeit eins besaßen die Vredener zunächst genug Gelegenheiten, um selbst in Führung zu gehen. In einer aussichtsreichen Situationen zögerte Nico Ostenkötter allerdings zu lange beim Abschluss. Die Hausherren bekamen so noch gerade rechtzeitig ein Bein dazwischen. Auch Kevin Husha kam dem 1:0 ganz nahe. Sein Distanzschuss sauste jedoch haarscharf am SG-Kasten vorbei.
Wie das oft im Fußball ist, rächte sich das schließlich. Lars Bleker spielte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, Eren Albayrak brachte die Hausherren vom Elfmeterpunkt in Front (34.). Und wenig später kam es sogar noch dicker für Vreden: Nach einem Konter erhöhte Anas Akhabach auf 2:0 (37.). "Da ist uns das Spiel ein wenig aus den Hände geglitten", bemerkte Dörr. Doch seine Jungs bekamen das Spielgeschehen nach der Halbzeit wieder gepackt und nahmen immerhin noch einen Punkt mit. Nur eine Sache gelang der SpVgg am Ende doch nicht: Das Spiel zu elft zu beenden. Kevin Meise sah nach einem zu harten Einsteigen in der Nachspielzeit die Rote Karte (90.+2). "Das ist ärgerlich für uns, wir müssen das aber akzeptieren", so Dörr abschließend.
SG Finnentrop/Bamenohl - SpVgg Vreden 2:2 (2:0)
1:0 Albayrak (34./FE), 2:0 Akhabach (37.),
2:1 Ostenkötter (62.), 2:2 Schultealbert (64.)
Rote Karte für Vredens Kevin Meise (90.+2/grobes Foulspiel)








































