Oberliga Westfalen
Preußens Dauerdruck wird nicht belohnt
Von Malte Greshake
(10.11.25) So läuft es eben manchmal. In einer starken zweiten Halbzeit hatte der SC Preußen Münster II Gast Westfalia Rhynern an den Rande einer Niederlage getrieben - und stand am Ende doch mit leeren Händen da. Spät in der Nachspielzeit kassierten die Adlerträger noch einen Gegentreffer zum 1:2 (0:1)-Endstand. Womit sich die Preußen nicht für ihren hohen Aufwand belohnten. "Ich glaube, wir wären der verdientere Sieger gewesen", meinte Trainer Kieran Schulze-Marmeling hinterher. "Aber das gehört eben auch dazu."
Nach dem ersten Durchgang war es für die Preußen allerdings auch nötig gewesen, eine Leistungssteigerung zu zeigen. "Wir haben eine durchwachsene erste Halbzeit gespielt", gab Schulze-Marmeling offen zu. "Insgesamt waren wir zu unsauber." Vor allem zu viele technische Fehler leistete sich sein Team. Aus dem Spiel heraus wurde das immerhin zunächst nicht bestraft. Stattdessen nutzten die Gäste jedoch einen Standard eiskalt aus: Bei einer Ecke traf Kerim Yüksel Karyagdi zur Führung (33.). "Rhynern ist als Mannschaft sehr effizient und reif - das haben sie uns noch voraus", so Preußens Coach.
Starke Reaktion nach der Pause
Aber: Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild komplett. Die Preußen kamen mit Tempo und Wucht aus der Kabine, plötzlich lief der Ball fein durch die eigenen Reihen. Marvin Schulz sorgte früh per Kopfball für den Ausgleich (51.). Und dann wollten die Preußen mehr. Die Gastgeber setzten Rhynern in der Folge gefühlt dauerhaft unter Druck. Leon Kaiser, Ben Kronenberg und auch Luca Steinfeldt tauchten gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Aber keiner konnte den Ball über die Linie drücken.
Und wie so oft im Fußball rächte sich das schließlich. Ein Ballverlust im Spielaufbau, zwei schnelle Pässe durch die Rhynern-Reihen und Wladimir Wagner traf in der Nachspielzeit zum entscheidenden 2:1 (90.+5). Einfach mega kaltschnäuzig. "Das ist ärgerlich, aber bei all den Ausfällen, die wir hatten, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen", resümierte Schulze-Marmeling. "Wir wollen immer auf Sieg spielen - und das kann dann eben auch mal so ausgehen."
Preußen Münster II - Westfalia Rhynern 1:2 (0:1)
0:1 Karyagdi (33.), 1:1 Schulz (51.),
1:2 Wagner (90.+5)








































