Oberliga Westfalen
2:6! Vreden erlebt gegen Bielefeld II "ein komisches Spiel"
Von Malte Greshake
(10.11.25) Das war ein richtig merkwürdiges Ding. Erst schwach gestartet, dann stark zurückgekämpft - um am Ende komplett auseinanderzufallen: Die SpVgg Vreden hat am Sonntagnachmittag gegen die U21 von Arminia Bielefeld nach dem Verlauf eine bittere 2:6 (2:2)-Heimniederlage kassiert. SpVgg-Trainer Andree Dörr sprach anschließend deswegen auch von einem "komischen Spiel". Kann man verstehen.
Gehen wir es von Anfang an durch. Die ersten 20 Minuten liefen zunächst gar nicht nach Vredener Geschmack. "Wir waren da nicht gut drin", gab Dörr ehrlich zu. Bielefelds Talente kombinierten sich flüssig nach vorne und nach einer Viertelstunde stand's schon 2:0 für die Gäste. Julien-Noah Kracht und Yoost Diezemann hatten getroffen. Doch Vreden fand danach endlich ins Spiel. Martin Sinner hatte bereits die Chance zum Anschluss, ehe Anton Heynk in seinem Oberliga-Startelfdebüt zur Stelle war und das 1:2 markierte (24.). Und weil auch Standards an diesem Tag saßen, köpfte Kilian Heisterkamp nach einer Ecke zum 2:2 ein (31.). "Da waren wir richtig gut drin, hatten sogar die Möglichkeiten, das Spiel komplett zu drehen", so Dörr. Sowohl Heynk als auch Julius Gerster scheiterten kurz vor der Pause nur knapp bei einer Doppelchane.
Latte, Eigentor, Frust
Auch nach dem Seitenwechsel schien das Momentum zunächst bei den Hausherren zu liegen. Romario Wieswegs Kopfball lenkte Arminia-Keeper Leo Oppermann noch an die Latte. Das 3:2 für Vreden lag in der Luft. Nur: Dann kippte die Partie...
"Ab da nimmt das Spiel eine verrückte Wendung", beschrieb Dörr das, was folgte. Die Arminia spielte den nächsten Angriff clever aus - Kracht traf zum 3:2 (57.). Wenige Minuten später legte Latif-Bilal Alassane dann nächsten Treffer nach (68.). Und spätestens mit dem Doppelschlag kurz darauf - Eigentor Heisterkamp (71.) sowie Treffer Alassane (75.) - war die Geschichte durch. "Die letzte halbe Stunde war echt schlecht von uns", meinte Dörr. "Die Körpersprache hat nicht gepasst und wir haben uns ergeben. Das passt uns gar nicht, das haben wir auch hinterher klar angesprochen."
Bei allem Ärger erkannte der Vredener Coach jedoch auch die Qualität des Gegners an. "Bielefeld hatte extrem viel Qualität auf dem Platz. Das war kein Spiel, in dem wir vier Tore schlechter waren. Aber wir hatten einfach zu viele schlechte Phasen drin."
SpVgg Vreden - Arminia Bielefeld U21 2:6 (2:2)
0:1 Kracht (15.), 0:2 Diezemann (19.),
1:2 Heynk (24.), 2:2 Heisterkamp (31.),
2:3 Kracht (57.), 2:4 Alassane (68.),
2:5 Eigentor Heisterkamp (71.), 2:6 Alassane (75.)







































