Oberliga Westfalen
Der Fußballgott war kein Rheinenser
Von Fabian Renger
(06.11.25) Das war ein doppelter Schlag ins Gesicht für den FC Eintracht Rheine. Die Rheinenser verloren beim Tabellenführer SG Wattenscheid mit 0:1 (0:0). Bitter: Nach 76 Minuten verschossen die Rheinenser einen Elfmeter. Noch bitterer: Nach 93 Minuten trafen die Wattenscheider selbst per Strafstoß zum Sieg. Am allerbittersten: Der Elfer war nicht unumstritten.
"Das war eine bodenlose Entscheidung, die hat keiner verstanden", wirkte FCE-Cheftrainer David Paulus entsprechend bedient. Referee Fabian Kiehl zeigte vor 1.069 Zuschauern im Lohrheidestadion auf den Punkt. Er hatte ein Foulspiel von Gabriel Cavar an Jermaine Jann erkannt. Robert Nnaji netzte sicher ein.
Für die Gäste hätte zuvor Bennet van den Berg ebenfalls per Elfmeter treffen können. Serhat Kacmaz foulte einen Eintrachtler. Van den Berg setzte den Strafstoß an die Latte. "Das passt zu unserer aktuellen Situation", machte Paulus seinem Schützen natürlich keinen Vorwurf.
Paulus: "In der Defensive richtig überzeugend"
Insgesamt war der Coach der Gäste stolz auf seine Mannen. "Gerade in der Defensive war das eine richtig überzeugende Vorstellung. Wattenscheid hatte über 90 Minuten keine 100%ige Torchance, wenn überhaupt waren es Halbchancen", sagte Paulus.
Logischerweise verschanzte sich der FCE in seiner Hälfte und vernagelte erstmal den eigenen Gefahrenbereich. Entlastung? Vor der Pause fehlte es den Kontern an der nötigen Präzision. Nach dem Seitenwechsel, spätestens in der letzten halben Stunde, wurde das besser. Die Krönung wäre der Elfmeter gewesen - wäre. Stattdessen folgte das dicke Ende.
"Wir müssen das Positive mitnehmen und rausziehen. Wir haben bockstark verteidigt. Das Spiel hat gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wenn's sowas wie einen Fußballgott gibt, hat er etwas gutzumachen", schloss Paulus. Dieser Abend wird ihn wohl noch etwas beschäftigen.
SG Wattenscheid - FCE Rheine 1:0 (0:0)
1:0 Nnaji (90+3.)
Bes. Vorkommnis: Rheines Bennet van den Berg setzt Foulelfmeter an die Latte (76.)








































