Oberliga Westfalen
Vreden ist zuhause weiter zu anfällig
Von Malte Greshake
(23.11.25) Das nächste Heimspiel, die nächste Portion Frust: Die SpVgg Vreden hat sich gegen den SV Westfalia Rhynern zwar tapfer gewehrt, am Ende aber trotzdem vier Dinger kassiert. Die Partie endete 2:4 (1:3). Zuhause ist die Mannschaft von Andree Dörr und Romaria Wiesweg derzeit einfach zu anfällig. Das blieb die bittere Erkenntnis für die Vredener.
Und eigentlich fing's ja gar nicht so schlecht an. Vor rund 200 Zuschauern nutzte Julian Risthaus die erste richtig gute Gelegenheit eiskalt und ballerte SpVgg nach einer Flanke von Julius Gerster in Front (22.). Rhynern wirkte kurz überrascht - aber eben nur kurz. Danach begann die Effizienz-Maschine der Gäste zu schnurren. Oder wie Vredens Coach Andree Dörr es später ausdrücken sollte: "Die Chancen, die wir ihnen ermöglicht haben, haben sie eiskalt genutzt."
Rhynerns Wladimir Wagner drehte die Partie quasi im Alleingang. Zweimal war er kurz hintereinander zur Stelle, erst bei einem Standard und danach nutzte er einen Fehler von SpVgg-Keeper Tom Breuers aus (30./34.). Und es kam noch ärgerlicher für den Hausherr: Kerim Yüksel Karyagdi legte noch vor der Pause das 3:1 nach (36.). "Nach dem 1:1 fällt das Kartenhaus kurzzeitig in sich zusammen", haderte Dörr. "Die Gegentore vor der Pause brechen uns das Genick."
Vreden stemmt sich gegen die Niederlage
Nach dem Seitenwechsel raffte sich Vreden noch einmal auf. Nach einem Kopfball von Risthaus, der von der Latte vermeintlich hinter die Torlinie sprang, hatten die Gastgeber den Jubelschrei schon auf den Lippen, Schiedsrichter Lars Bramkamp ließ aber weiterspielen. Zum Frust der Vredener, die den Ball klar im Tor gesehen hatten. Kurze Zeit später brachte Nicolas Ostenkötter die SpVgg tatsächlich aber nochmal ran: Er besorgte kurz nach seiner Einwechslung für den Anschluss (72.).
Doch es war einer dieser Nachmittage, an denen jeder Fehler bestraft wird. Und so war's dann auch: Nach einer erneuten Unaufmerksamkeit der Hausherren war Rhynerns Connor Mc Leod zur Stelle und macht den Deckel drauf (82.). "So sind wir am Ende für keinen Punkt in Frage gekommen", resümierte Dörr. "Wir sind auf eine absolute Topmannschaft getroffen, was Rhynern auch mit der Effizienz unter Beweis gestellt hat. Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass wir zuhause nicht so viele Gegentore bekommen. Ansonsten haben wir nämlich ein gutes Spiel gemacht..."
SpVgg Vreden - SV Westfalia Rhynern 2:4 (1:3)
1:0 Risthaus (22.), 1:1 Wagner (30.),
1:2 Wagner (34.), 1:3 Karyagdi (36.),
2:3 Ostänekötter (72.), 2:4 Mc Leod (82.)







































