Oberliga Westfalen
Schmerzhaftes Remis für die Preußen
Von Fabian Renger
(08.12.25) Boah, das tat weh! Der SV Lippstadt gilt in der Oberliga als quasi unbezwingbar. Nur neun Gegentore fing sich der SVL in den ersten 15 Ligaspielen. Umso beeindruckender, was die Reserve von Preußen Münster im Heimspiel gegen den Ex-Regionalligisten so auf den Kunstrasen zauberte. Die Partie endete 2:2 (1:1). Klingt erstmal cool, aber: war zu wenig – für die Preußen. „Wir hätten fünf Tore schießen müssen, das darf man so sagen, glaube ich“, rätselte Preußens Coach Kieran Schulze-Marmeling, ob die Lippstädter wohl in dieser Saison schon mal so viele Chancen zugelassen haben.
Vor allem in der zweiten Halbzeit, als es lange Zeit 1:1 stand, machte Preußen Alarm. Die Münsteraner trafen die Latte, zwei Abschlüsse von ihnen waren schon auf, aber wohl noch nicht hinter der Torlinie. „Wir haben schon zweimal gejubelt“, so Schulze-Marmeling. Es gab vielversprechende Kopfbälle, gefährliche Alleingänge. Es gab jedoch leider nur ein Tor. Ben Kronenberg machte das 2:1 klar (74.). Die Gastgeber hatten über links angegriffen, Emanuel de Lemos und Melih Sayin waren in der Entstehung beteiligt.
In beiden 16ern Verbesserungsbedarf
Es reichte aber nicht, weil Iker Kohl aus spitzem Winkel noch ausglich (89.). „Schon schmerzhaft. Es ist eine Schwäche von uns, dass wir es nicht schaffen, Spiele so über die Bühne zu bringen“, so Schulze-Marmeling. „Wir müssen im 16er in beide Richtungen besser werden.“
Seine Mannschaft berappelte sich nach einer eher schwächeren Anfangsphase und ging durch ein Kopfballtor von Kronenberg in Front (10.). Kurz vor der Halbzeit glich Max Franke zum 1:1 aus (40.). Im zweiten Abschnitt betrieben die Münsteraner fleißig Chancenwucher – was ihnen nachher zumindest so halb zum Verhängnis wurde...
Preußen Münster II - SV Lippstadt 2:2 (1:1)
1:0 Kronenberg (10.), 1:1 Franke (40.)
2:1 Kronenberg (74.), 2:2 Kohl (89.)







































