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Oberliga Westfalen

Von "ernüchternd" bis "da war mehr drin"


Von Malte Greshake

(07.12.25) Am Ende sah es dann schon aus aus wie eine klare Kiste. Aber so eindeutig war die Geschichte an diesem Tag in Dortmund nicht gewesen. Beim heimischen Türkspor spielte Gast Eintracht Rheine ordentlich mit, hatte gerade nach der Halbzeit einige Hochkaräter auf der Habenseite. Nur half all das am Ende nichts. Mit 1:4 (1:2) ging's in die Hose. Und so verpasste der FCE einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller.

"Das ist ernüchternd", sagte Dennis Hölscher, Co-Trainer der Eintracht, hinterher. In der Anfangsphase waren die Rheinenser gegen dynamische Dortmunder zwar schwer reingekommen und kassierten da auch das 0:1 (Joel Westheide/6.), nach und nach wurde es allerdings besser. "Dortmund hat uns vor große Herausforderungen gestellt, die wir aber immer besser in den Griff bekommen haben", berichtete Hölscher. Das klappte vor allem dadurch, dass der FCE das Zentrum besser verdichtete. Und nach vorne lief's dann auch: Rheine bekam immer mehr Umschaltmomente und kombinierte sich in gefährliche Räume.

Was belohnt wurde. Tugay Gündogan vollendete einen dieser Angriffe zum 1:1 (24.). Die Partie war wieder komplett offen - und das Ding hätte sogar komplett kippen können. Fabian Kerelaj verpasste kurz danach jedoch das mögliche 2:1. Und ihr wisst, wie es laufen kann im Fußball. Das rächte sich noch vor der Pause. Rheine verteidigte es einmal nicht konsequent genug, Bernad Gllogjani bedankte sich und stellte auf 2:1 (43.).

Großchancen, aber kein Treffer

Deswegen brachen die Gäste aber nicht auseinander. Eher im Gegenteil: Nach dem Seitenwechsel hätte der FCE das Spiel gut und gerne drehen dürfen. Chancen waren nämlich zuhauf vorhanden. Gündogan, Bennet van den Berg, Kerelaj - alle drei verpasste bei gefährlichen Szenen den Ausgleich. Dazu kam auch noch ein gefährlicher Distanzschuss von Gabriel Cavar. Aber während Rheine Chance um Chance ungenutzt ließ, machte Türkspor das, was sie den ganzen Nachmittag getan hatten: In den richtigen Momenten eiskalt zuschlagen. Alessandro Tomasello erhöhte auf 3:1 (74.), was Hölscher später "den Todesstoß" nannte.

Ab da lief Rheine zwar nochmal an, stellte offensiv um, warf alles rein - aber zwingend wurde es nicht mehr. Stattdessen machte Gllogjani in der 84. Minute mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. So ging es also deutlich aus. "Aber insgesamt war heute mehr drin", fügte Hölscher abschließend hinzu.

Türkspor Dortmund - Eintracht Rheine     4:1 (2:1)
1:0 Westheide (6.), 1:1 Gündogan (24.),
2:1 Gllogjani (43.), 3:1 Tomasello (74.),
4:1 Gllogjani (84.)



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