Oberliga Westfalen
Vreden bekommt den Turn-Around nicht hin
Von Malte Greshake
(14.12.25) Es gibt diese Spiele, die eigentlich ordentlich anfangen - und dann komplett aus dem Ruder laufen. Also in negativer Hinsicht. Für die SpVgg Vreden war der Auftritt bei der SpVgg Erkenschwick genau so einer. Am Ende stand ein 0:2 (0:2) auf der Anzeigetafel. Zustande gekommen durch einen frühen Doppelschlag der Gastgeber und eine zweite Halbzeit, in der den Gästen der erhoffte Turnaround nicht mehr gelang.
Denn Vreden startete durchaus beherzt auf dem Kunstrasen am Stimberg. Mutig, mit klaren Ideen nach vorne und sogar mit der großen Chance zur Führung. Maximilian Hinkelmann setzte den Ball nach einer Hereingabe jedoch knapp am Pfosten vorbei. "Wir haben erst kein schlechtes Spiel gemacht“, bilanzierte SpVgg-Trainer Andree Dörr später. "Dann verpassen wir die Führung - und kassieren ein unnötiges Gegentor."
Das fiel früh. Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten wurde der Ball in die Mitte gelegt, wo Michael-Marvin West zur Führung für Erkenschwick einschob (5.). Vreden wirkte getroffen und kam danach komplett aus dem Rhythmus. "Keine Zweikämpfe, keine Laufbereitschaft, kein Mut", zählte Dörr auf. "Es fühlte sich an, als hätte uns jemand den Stecker gezogen." Die Gastgeber schlugen zudem in dieser Phase eiskalt zu. Nach einer weiteren Hereingabe erhöhte Lukas Matena auf 2:0 (31.). Ein Wirkungstreffer, von dem sich Vreden vor der Pause nicht mehr erholte.
Nach dem Seitenwechsel sollte es für die Gäste eigentlich anders laufen - tat es aber nicht. "Wir haben den Turnaround in der zweiten Halbzeit nicht geschafft", stellte Dörr nüchtern fest. „Das war zu schwach, da muss man offen und ehrlich sein. So war es zu wenig, um für etwas in Frage zu kommen." Spätestens nach der Gelb-Roten Karte für Kilian Heisterkamp (78.) wegen Meckerns war die Partie endgültig entschieden. Erkenschwick spielte die Führung routiniert herunter, Vreden fand keine Mittel mehr.
Unterm Strich passte die Niederlage für die Vredener damit ins jüngste Bild. Zwar sammelte Vreden in der Hinserie zwischenzeitlich ordentlich Punkte, doch seit dem Spiel bei der TSG Sprockhövel am 11. Spieltag wartet die Mannschaft von Dörr und Trainerkollege Romario Wiesweg auf einen Sieg. "Wir haben nicht immer schlecht gespielt", sagte Dörr, "aber wir haben zu viele Gegentore geschluckt." Genau dort setzt das Trainerteam den Hebel für die Vorbereitung an: Ein besseres Arbeiten gegen den Ball, mehr Zu-null-Spiele, mehr Wille, das eigene Tor zu verteidigen. "Wir können nicht jedes Spiel drei Tore schießen", so Dörr. "Da müssen wir deutlich stabiler werden."
SpVgg Erkenschwick - SpVgg Vreden 2:0 (2:0)
1:0 West (5.), 2:0 Matena (31.)
Gelb-Rote Karte für Heisterkamp nach Meckern (78.)







































