Oberliga Westfalen
Gündogan und de Angelis retten dem FCE spät noch einen Punkt
Von Malte Greshake
(31.08.25) Manchmal fühlt sich ein Unentschieden wie ein Sieg an. Gerade, wenn das Ergebnis durch einen späten Ausgleichstreffer zustande kommt. Manchmal fühlt sich ein Remis aber auch wie eine verpasste Gelegenheit. Für den FC Eintracht Rheine war das 1:1 (0:0) gegen den SC Verl II wohl eine Mischung aus beidem. Denn lange sah es so aus, als würde die Paulus-Elf die Partie unter Kontrolle haben, ehe die Gäste aus Ostwestfalen in Halbzeit zwei in Führung gingen. Erst kurz vor Schluss kam die Eintracht zurück - und musste sich am Ende mit einem Zähler zufriedengeben.
"Wir hatten die Spielkontrolle und s schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis wir einen Angriff nutzen", bilanzierte FCE-Trainer David Paulus hinterher. Doch genau daran haperte es beim FCE über die gesamte Spielzeit: "Im letzten Drittel hat uns die Präzision gefehlt. Wir haben zu viele Bälle auf Verdacht gespielt, es zu kompliziert gemacht." Schon in der ersten Halbzeit deutete sich das an. Rheine kombinierte gefällig, kam oft bis an den Strafraum - nur der letzte Pass oder der entschlossene Abschluss fehlte. Verl verteidigte kompakt und lauerte auf Umschaltmomente, ohne selbst allzu gefährlich zu werden. Ohne Tore ging's so in die Pause.
Gündogan trifft doch noch
Nach Wiederanpfiff nahm das Spiel direkt wieder an Fahrt auf. Die Gastgeber hätten in der 64. Minute eigentlich in Führung gehen müssen: Turay Gündogan tauchte frei vor dem Tor auf, schoss aber SCV-Keeper Julian Fuest direkt an. "Ich spreche selten von einer Muss-Chance", meinte Paulus, "aber das war eine." Und es kam noch dicker für die Hausherren. Quasi im Gegenzug bekam Verl einen Elfmeter zugesprochen. Eintracht-Keeper Matthias Bräuer ahnte jedoch die Ecke und hielt stark (65.). Statt der kalten Dusche blieb Rheine also im Spiel. Um sich nur zehn Minuten später doch eiskalt erwischen zu lassen...
Bei einem schnellen Umschalten der Gäste agierte die FCE-Defensive zu zögerlich. Janis Seiler nutzte die Einladung und traf zum 1:0 (76.). Die Eintracht wirkte in diesem Moment geschockt, schüttelte sich aber noch einmal. Und: Paulus brachte frische Kräfte, die sofort Wirkung zeigten. Besonders der eingewechselte Luca de Angelis belebte die Offensive der Gastegeber. In der 88. Minute schlug er schließlich eine mustergültige Flanke in den Gäste-Strafraum, wo Gündogan hochstieg und per Kopf den verdienten Ausgleich erzielte.
"Am Ende musst du froh sein, dass du den Punkt mitnimmst", fasste es Paulus somit zusammen. "Aber was die Intensität angeht, war die Leistung nicht durchgehend so, wie ich mir das vorstelle. Da wäre mehr drin gewesen."
FC Eintracht Rheine - SC Verl II 1:1 (0:0)
0:1 Seiler (76.), 1:1 Gündogan (88.)







































