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Oberliga Westfalen

Pierre Pinto (l.) und Bennet van den Berg waren zwei FCE-Protagonisten. Foto: Renger

Nachspielzeit kann der FCE nicht


Von Fabian Renger

(28.09.25) Alles sah nach einem kollektiven Aufatmen im Lager des FC Eintracht Rheine aus. Er führte beim SV Schermbeck mit 2:1 bis tief in die Nachspielzeit. Es roch nach dem so wichtigen wie wohltuenden Dreier. Doch dann ertönte ein Pfiff, es gab plötzlich Elfmeter für die Gastgeber – und die Eintracht düste am Ende nur mit einem Remis im Gepäck nach Hause.

FCE-Coach David Paulus suchte nach einer diplomatischen Ausdrucksweise, um seine Zweifel anzumelden: „So einen Elfmeter kann man nicht geben. Angeblich war’s ein Foul von Luca Meyer an Jos Krechting. Aber das war vorne und hinten kein Elfer.“ Schiedsrichter Marcel Voß zeigte dennoch auf den Punkt, Jamal El Mansoury verwandelte – 2:2 (90.+4). Wie schon in der Vorwoche gegen Rhynern erlebten die Rheinenser eine bittere Nachspielzeit. Womöglich rennt Paulus kommende Woche mit Ablauf der Schlussminute vorzeitig in die Kabine.

Van den Berg dreht die Begegnung

„Das war superärgerlich, weil uns so ein dreckiger Auswärtssieg gutgetan hätte“, meinte der Trainer. Dreckig wäre er wohl wirklich gewesen, aber um Schönheit ging es nicht. Die Spielkontrolle gab die Eintracht bewusst an die stets beweglichen Hausherren ab. Gerade am Anfang taten sich Paulus’ Männer schwer, im Pressing Zugriff zu finden. Nach einem individuellen Fehler nach einem langen Ball traf Krechting zum 1:0 für den SVS (21.).

Die Reaktion der Gäste stimmte. Nach einem Ballgewinn von Gabriel Cavar spielten sie sauber durch, am Ende chippte Bennet van den Berg die Kugel ins lange Eck (30.). Pierre Pinto machte danach wieder Pierre-Pinto-Sachen, ließ drei Schermbecker stehen und legte schließlich quer auf van den Berg – 1:2 (41.).

Rheine konzentriert sich aufs Verteidigen

Nach dem Seitenwechsel konzentrierte sich Rheine endgültig aufs Verteidigen. Paulus monierte lediglich die fehlende Entlastung, was wohl auch der englischen Woche geschuldet war. Vieles verteidigte der FCE sauber weg, am gefährlichsten wurde es nach einem Halbfeld-Freistoß, den Adrian Wanner von der Linie kratzte. Auf der Gegenseite vergab Lennard Maßmann die beste Gelegenheit zum 3:1 (77.).

Und eigentlich sah es so aus, als bliebe es beim knappen 2:1. Bis Meyer Krechting gefoult haben soll – und der Unparteiische in seine Pfeife blies…

SV Schermbeck - FCE Rheine      2:2 (1:2)
1:0 Krechting (21.), 1:1 Van den Berg (30.)
1:2 Van den Berg (41.), 2:2 El Mansoury (90+4./FE)



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