Oberliga Westfalen
Natürlich wieder ein Unentschieden!
Von Fabian Renger
(05.10.25) Na, wie sollen wir das denn jetzt eigentlich werten? Der FC Eintracht Rheine spielte auch gegen den ASC Dortmund Remis. 1:1 (0:0) hieß es nach 90 Minuten am Delsen. Es war bereits das fünfte (!) Unentschieden im achten Spiel. Ligaspitze – und bereits jetzt so viele wie in der gesamten Vorsaison. „Entweder ist es jeweils Zweidrittel-Niederlage oder wir sind einfach schwer zu schlagen“, versuchte sich FCE-Coach David Paulus an einer Einordnung dieses erneuten Punkts.
Insgesamt sah Paulus aber ein gutes Oberligaspiel – „mit zwei Mannschaften, die Fußball spielen wollten und konnten.“ Natürlich: In beiden Strafräumen gehört Dortmund zum Besten, was die Oberliga zu bieten hat. Das merkte der FCE hinten mehrfach: Mal schepperte es am Aluminium, mal wurden die Flossen von Rheines Keeper Ramon Büsken warmgeschossen.
FCE bewaffnet sich nicht mit der Maurerkelle
Besonders der Spielstarke wirkte auch so, wie es der Tabellenstand hatte vermuten lassen. Rheine kam eher schwerfällig rein, der Gast hingegen war besser. Doch danach entwickelte sich kein Stück die Partie zwischen einem Tabellen-16. (jetzt 15.) und einem Tabellenzweiten (jetzt 3.). Im Gegenteil: Rheine agierte wirklich mutig, spielte mit, hatte immer wieder gute spielerische Lösungen parat. Paulus fand sogar, seine Elf hätte die Spielkontrolle nicht nur gewonnen, sondern auch innegehabt. In jedem Fall sei es nicht das Ansinnen gewesen, sich hinten mit der Maurerkelle bewaffnet hinzustellen und einfach stumpf alle Angriffe abzuwehren.
„Das war ein beherzter Auftritt gegen eine Topmannschaft der Liga. Natürlich hatten wir auch ein gewisses Matchglück“, so Paulus. Freilich: Büsken und Pfosten bzw. Latte retteten vor der Pause, nach der Pause jubelte Rheine selbst über die Führung. Eine Flanke der Gastgeber klärte die sattelfeste ASC-Abwehr, der Rebound kam vor die Flinte von Fabian Kerellaj. Der nahm Maß und hämmerte die Kugel aus rund 20 Metern in die Maschen (61.).
...und dann ist halt Podehl da
Allerdings schlug wenig später die Zeit von ASC-Sturm-Phantom Maxi Podehl. „Den hast du 88 Minuten im Griff und man sieht nichts von ihm – und dann hat er eine Chance...“, stöhnte Paulus. Wohl wahr. Nach einem Abspielfehler der Hausherren spielte Dortmund direkt in die Tiefe. Podehl war da, sah, dass Büsken rauskam, und hob die Pille mit dem ersten Kontakt über den FCE-Schlussmann hinweg ins Netz – 1:1 (78.).
Wenig später flog Rheines Leon Niehues, bereits mit Gelb vorbelastet, wegen eines Handspiels noch mit Gelb-Rot runter (85.). Doch die Rheinenser brachten den Punkt ins Ziel und überstanden diesmal auch die Nachspielzeit schadlos. Kurzum: Vielleicht sind sie wirklich einfach schwer zu schlagen.
FCE Rheine - ASC Dortmund 1:1 (0:0)
1:0 Kerellaj (61.), 1:1 Podehl (78.)
Gelb-Rote Karte für Rheines Leon Niehues (Handspiel/85.).







































