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Querpass

Steffen Molitor verlässt den FC Eintracht Rheine nach sechs Jahren.

"Bin nicht böse, wenn ich nichts mache"


Von Christian Lehmann

(09.01.17) Anfang Januar vermeldeten wir in unserem Opens external link in new windowHeimspiel-Transferticker, dass Lennart Rading in der kommenden Spielzeit die A-Junioren des FC Eintracht Rheine als Trainer übernimmt - und damit Steffen Molitor beerbt, der sechs Jahre lang als Coach im Jugendbereich des Oberligisten aktiv war. Dieser "mal etwas anders probieren", heißt es in unserer Meldung. "Das stimmt so nicht ganz", sagt Molitor.

Die Bilanz des Bevergerners in dieser Saison kann sich durchaus sehen lassen: Platz vier in der hochkarätig besetzten U19-Westfalenliga steht für das Team, das in den vergangenen Jahren stets lange um den Klassenerhalt bangen musste, zu Buche. In dieser Spielzeit könnte der Ligaverbleib früher fix sein. Auch seinen Ausbildungsauftrag hat der 30-Jährige vorbildlich erfüllt. Aus dem letztjährigen U19-Jahrgang haben Tejan Fofana, Fabian Golz und Andreas Heckmann (inzwischen bei Germania Hauenhorst) den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft geschafft.

Immenser Zeitaufwand


Es läuft doch. Wieso also nun die Trennung? Molitor betont, dass er weder einen neuen Verein habe noch unbedingt eine neue Herausforderung suche. "Ich bin ehrlich gesagt gar nicht böse, wenn ich in der nächsten Saison nichts mache. Ich muss nicht zwingend auf der Trainerbank sitzen." Die Tür sei aber auch nicht komplett zu, ein Engagement im Junioren-, aber auch im Seniorenbereich nicht komplett ausgeschlossen. Gerne hätte Molitor auch am Uhlenhook weitergemacht, auch sei das Verhältnis zu den Klubverantwortlichen und der Seniorenabteilung ein Gutes. Allerdings, und das sei der Hauptgrund für seine Entscheidung, stünden Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis.

"Im Vergleich zu den Mannschaften, mit denen wir uns in dieser Liga messen, sind wir ein kleiner Verein. Es muss den Leuten bewusst sein, was da alles hinter steht", so Molitor. Der Zeitaufwand, nicht nur für Trainingsvor- und Nachbereitung oder Auswärtsfahrten, sei enorm. So habe Molitor zum Beispiel jeden Spieler, den er im vergangenen Jahr verpflichtet habe, selbst beobachtet und mehrere Dutzend Gespräche geführt. Obwohl die B-Jugend nach dem Abstieg aus der Landesliga wohl direkt wieder hochgehen wird, sieht der Coach nur wenig Perspektiven: "Da fehlt ein Jahr Entwicklung." Außerdem werde es beim Buhlen um talentierte Spieler immer schwieriger, mit den "dicken Fischen" wie den Preußen oder dem VfL Osnabrück mitzuhalten. "Dass wir da stehen, ist nicht selbstverständlich", findet Molitor. Die Klasse zu halten, sei weiterhin eine Mammutaufgabe - die bereits seine Vorgänger Stefan Rother und Rainer Sobiech exzellent und unter großem Aufwand gelöst hätten. 

Effizient, aber wenig torgefährlich

In der laufenden Spielzeit besticht die U19 vor allem durch Effizienz. Mit elf erzielten Toren haben die Eintrachtler 16 Punkte geholt. Die ausbaufähige Torquote macht die Truppe durch ein flexibles Spielsystem, defensive Kompaktheit und ein exzellentes Aufbauspiel wett. Vor allem über die offensiven Flügelspieler Luis Overkamp und Joel Flasse ist der FCE gefährlich. Stoßstürmer Thorsten Fiefhaus arbeitet stets fleißig gegen den Ball und ist eine richtige Granate, allerdings war er auch insgesamt sechs Wochen verletzt. Molitor: "Den dürfen wir auf keinen Fall abschreiben. Ich bin mir sicher, dass bei ihm der Knoten noch platzt."

Während es in der Meisterschaft prima läuft, wurde die Truppe sowohl im Pokal-Halbfinale als auch im Endspiel der Hallen-Stadtmeisterschaften vom Kreisligisten SV Mesum düpiert. Das wurmt den Trainer immer noch: "Ich will jedes Spiel und Turnier gewinnen. Wenn Du drei Ligen höher spielst, darfst Du solche Spiele einfach nicht verlieren." Die Qualität der Hassenbrock-Kicker, die als Erster der A-Liga in dieser Saison kreisweit alle Titel abräumen könnten, erkennt er aber fair an. 

Am wichtigsten ist es Molitor aber ohnehin, dass er am Ende seiner Amtszeit "jeden Spieler einen Schritt weiter gebracht" habe. Wenn der 1999er-Jahrgang in den Seniorenbereich aufrückt, hat dieser vier Jahre lang gemeinsam mit dem scheidenden Coach zusammengearbeitet. Ein passender Zeitpunkt also, um sich zu verabschieden.

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