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Querpass

Während Spieler Hendrik Winnemöller (l.) und Ex-Coach Ralf Althoff stets im Fokus stehen, hält sich Horst Kötting (M.) vornehm zurück. Amisias Mann mit der Fahne steht nicht gern im Mittelpunkt.

Horst Kötting: ein Macher, kein Lautsprecher


Von Christian Lehmann

(24.12.17) Wer regelmäßig die Heimspiele von Amisia Rheine in der Emsaue verfolgt, der ist Horst Kötting sicherlich schon einmal über den Weg gelaufen. Er ist immer dabei, leistet seinen Dienst an der Fahne, schmeißt nach dem Spiel oder Training den Grill an, grüßt stets freundlich. Und er ist eine ehrliche Haut. Niemals würde er die Fahne heben, wenn der Ball noch nicht die Seitenlinie überschritten hat. Aber viel mehr wissen die Wenigsten über den Betreuer, der bereits zwei Trainer "überlebt" hat bei der ersten Mannschaft. Wer ist eigentlich Horst Kötting?

Kötting ist kein Lautsprecher. Er ist ein Macher. "Horst ist bei uns das Mädchen für alles. Er kümmert sich um den Spielbericht, um die Trikots, um die Trainingsklamotten - einfach um alles! Er macht das sehr akribisch", betont Jochen Jahnke. Hermann Sandmann, ehemaliger Sportlicher Leiter und mittlerweile Liegenschaftswart, beschreibt den 51-Jährigen mit ähnlichen Vokabeln: "wahnsinnig engagiert im Verein", "ein ganz ruhiger Typ", "er bringt immer Kuchen für die Mannschaft mit". Ex-Trainer Ulli Peltner, unter dessen Regie Kötting von 2012 an als Linienrichter seinen Dienst tat, sagt: "Er ist zuverlässig und loyal. Wenn es jemanden gibt, der Schulterklopfer verdient hat, dann er." Und: "Er ist einer, der wenig sagt und viel tut. Das sind die Besten." 

Keiner, der "auf den Karton haut"

Das ist ja alles ganz interessant. Aber kennt den Mann denn niemand näher? Ralf Althoff, ebenfalls Ex-Amisencoach und ehemaliger Grundschulkamerad von Kötting, muss mehr wissen. Verändert habe er sich seit der Schulzeit kaum. Ruhig, freundlich, umgänglich. Keiner, der "auf den Karton haut". Für den ehemaligen Angestellten der Stadt Rheine, der nach Problemen mit Schulter und Rücken derzeit eine Umschulung macht, legt Althoff seine Hand ins Feuer. "Der Verein kann sich glücklich schätzen, einen wie ihn zu haben. Der Dank kommt mir da häufig zu kurz, viele denken sich, 'Horst macht das schon'. Das Wort 'Nein'? Gibt es nicht bei Horst Kötting. Co-Trainer Guido Kohl, selbst bereits seit 2010 dabei und für einige der 'Vater der ersten Mannschaft', flachst: "Dann ist er die Mutter der Mannschaft!" Das passt irgendwie.

Selbst Fußball gespielt hat der Mann, der seit vielen Jahren als Jugendkassierer im Vorstand sitzt, nie. Umso erstaunlicher, dass er seine komplette Familie mit der Amisen-DNA infiziert hat. Ehefrau Silvia, mit der Horst Kötting seit über 25 Jahren verheiratet ist, steht bei fast jedem Heimspiel in der Würstchenbude. Gemeinsam mit Tochter Melanie, die selbst schon diverse Jugendteams trainiert hat. Sohn Tobias, von Beruf Schlosser, ist nicht nur stellvertretender Jugendobmann, sondern hält nebenbei auch gemeinsam mit Kohl den Platz in Schuss. Die jüngsten Söhne Tim und Niko sind oder waren in der Jugendabteilung aktiv. 

Andere Hobbies? "Hat er glaub' ich gar nicht!"

Auch zu den Auswärtsspielen begleitet Kötting die Truppe, selbst beim Training ist er regelmäßig dabei und sorgt akribisch dafür, dass keiner der Spieler Bälle oder sonstiges Trainings-Equipment verschludert. Was macht der Mann eigentlich, wenn er mal nicht für Amisia lebt? "Ich kenne ihn schon lange, und ganz ehrlich: Das frage ich mich auch hin und wieder. Außer Fußball hat er gar keine Hobbies, glaube ich", sagt Kohl. 

Es sind Menschen wie Horst Kötting, die mit ihrer Leidenschaft für den Amateurfußball den Sport besser machen. Menschen, die sich nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern Erfüllung darin finden, andere glänzen zu lassen. 

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