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Querpass

In der Bezirksliga 12 jagt Wilmsbergs Daniel Groll (r.) den SC Altenrheine mit Chris Naberbäumer. Der Vizemeister darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine Aufstiegsrelegation machen.

Vizemeister-Titel können sich lohnen


Von Christian Lehmann

(16.01.17) Man sagt ja gemeinhin, im Sport sei der Zweite der erste Verlierer. Das muss aber nicht immer so sein. Denn in der Westfalen-, Landes- und Bezirksliga könnte es sich in dieser Saison durchaus lohnen, Vizemeister zu werden. Da es erst noch eine fast komplette Rückserie zu spielen gilt, sind bisher nur wenig klare Aussagen zu treffen, Vorhersagen rein spekulativ. Eine Meldung aus Hassel mehrt nun die Hoffnung der Landes- und Bezirksligisten.

Weil der Verein nicht mehr das nötige Geld aufbringen konnte, um Oberligafußball anzubieten, hat sich der SC Hassel bereits im November, wie auch übrigens der TSV Marl-Hüls, vom Spielbetrieb abgemeldet. In der vergangenen Woche wurde nun bekannt, dass der Klub wohl einen Opens external link in new windowNeuanfang in der Bezirksliga wagen wird. Hassel macht so einen Platz in der Westfalenliga frei, das freut die Zweiten in den untergeordneten überkreislichen Spielklassen. 

Rechnereien möglicherweise obsolet

"Wenn die Zahl 64 in der Landesliga nicht erreicht wird, dann haben die Bezirksliga-Zweiten eine Chance.", erklärt Gerhard Rühlow, Staffelleiter der Landesliga 4 und Bezirksliga 12. Er bezieht sich auf die Opens external link in new windowAuf- und Abstiegsregelung des Verbandes, die ebenfalls besagt, dass Landesligisten nachrücken, sofern die Zahl 32 in den zwei Westfalenligen nicht erreicht wird. Darüber hinaus könne Rühlow keine verlässlichen Auskünfte geben. Es sei theoretisch sogar möglich, "dass Mannschaften erst zwei Stunden vor Saisonschluss zurückziehen." In diesem Fall könne man alle Rechnerei im Vorfeld über den Haufen werden.

Am einfachsten ist es in diesem Fall, das Pferd von oben aufzuzäumen: Ganz maßgeblich für das Stühlerücken in Westfalen ist wie in jedem Jahr das sportliche Geschehen in der Opens external link in new windowRegionalliga West. Hier belegen der TSV Erndtebrück und Westfalia Rhynern aus dem Verbandsgebiet zwei der vier Abstiegsplätze. Teams wie die SG Wattenscheid 09 oder der SV Rödinghausen, die zumindest theoretisch in die Opens external link in new windowOpens external link in new windowOberliga Westfalen absteigen könnten, haben gute Karten, die Klasse zu halten. Sollte der Regionalliga-Meister diesmal über die Relegation den Aufstieg schaffen und kein Team aus der Opens external link in new window3. Liga runter kommen - infrage kämen der SC Preußen Münster und die Sportfreunde Lotte - gibt es ohnehin nur drei Absteiger. Trifft es nur eines oder keines der Sorgenkinder, hat das Auswirkungen nach unten. Die Oberliga, in der Hassel und Marl-Hüls wie erwähnt bereits als Streichkandidaten feststehen, müsste aufgefüllt werden. 

Weinfurtner mag (noch) nicht rechnen

Dass Platz zwei in der Opens external link in new windowWestfalenliga zur Relegation oder womöglich sogar zu einem direkten Aufstieg berechtigen könnte, weiß man auch bei der Reserve des SC Preußen Münster. Trainer Sören Weinfurtner, der mit dem Team des Tabellenzweiten am Montag in die Rückrunden-Vorbereitung eingestiegen ist, will aber die Pferde nicht scheu machen. "Wir tun weiter gut daran, uns mit diesen ganzen Eventualitäten noch nicht zu beschäftigen", betont er. "Das wird vielleicht für uns gegen Ende der Saison von Bedeutung sein. Aber wir haben gerade mal die Hälfte rum." 

Ähnlich sieht es auch Marcel Langenstroer. Der Trainer des SV Mesum möchte in der Opens external link in new windowLandesliga zumindest Platz zwei hinter den auf acht Punkte enteilten Emsdettener Borussen verteidigen. "Du wirst zwangsläufig auf dieses Thema angesprochen. Ich glaube schon, dass es eine Chance gibt, aber wir müssen erstmal sehen, dass wir aus den Socken kommen." In der vergangenen Spielzeit wurde seiner Truppe das Gerede um Relegation oder keine Relegation zum Verhängnis. Letztlich wurden die Hassenbrockler Dritter, eine Aufstiegsrunde gab es nicht. "Vielleicht haben wir damals zuviel darüber gesprochen. Ich persönlich finde, es ist eine dämliche Regelung. Aber so ist es nunmal. Was sollen denn die Jungs in der Regionalliga sagen?"

Die Piggen kennen's schon

Christof Brüggemanns SV Wilmsberg wetzt als Drittplatzierter der Opens external link in new windowBezirksliga 12 dem SC Altenrheine hinterher. Tabellenführer Westfalia Kinderhaus steht für viele bereits als Meister fest. Doch auch die Piggen befassen sich nicht mit eventuellen Aufstiegs-Szenarien. Selbst bei der Planung der Mannschaftsfahrt, die eine Woche nach dem letzten Saisonspiel steigen soll, nahm der Tabellendritte keine Rücksicht auf eine mögliche Relegation. "Wenn wir Zweiter werden sollten, werden wir die Fahrt natürlich absagen", erklärt Brüggemann. Natürlich sei es das Ziel, Zweiter zu werden. "Aber wir müssen erstmal zusehen, dass wir gegen Kinderhaus gut starten. Bekanntermaßen sind bei uns im Winter die Trainingsbedingungen ausbaufähig."

Wie es ist, eine Relegation zu spielen, wissen die Wilmsberger. Vor zwei Jahren scheiterten sie im entscheidenden Spiel an Rot-Weiß Deuten, das im Jahr darauf direkt wieder aus der Landesliga abstieg. Damals habe er als Trainer den Fehler gemacht, die angeschlagenen Marius Wies und Alex Wehrmann aufzubieten, erinnert sich Brüggemann. "Die Enttäuschung war schon sehr groß. Das sind Spiele, die vergisst man nicht." Wer weiß, vielleicht gibt der Zufall seinem Team ja doch noch die Chance, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und es im zweiten Anlauf zu packen. Bis dahin gilt: Abwarten und Tee trinken.

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