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Gelb-Rot zieht demnächst eine automatische Sperre nach sich. Das sorgt für Diskussionen.

Sperre nach Gelb-Rot sorgt für Diskussionen


von Mario Witthake, Sascha Keirat und Nicolas Hendricks

(24.04.13) Seit letzter Woche wissen wir, dass die Ampelkarte ab Sommer eine automatische Öffnet internen Link im aktuellen FensterSperre nach sich ziehen wird. Was bei den Profis schon immer so war, gilt demnächst alos auch für Amateurfußballer - bis runter in die Kreisliga C. Das sorgt in den Kreisen für Diskussionen. Wir haben uns bei einigen Trainern umgehört.

Wolfgang Leifken, Trainer von GW Amelsbüren (A1 MS/WAF) ist nicht so begeistert: "Für mich ist diese Regel Blödsinn. Man bringt ja dem nächsten Gegner durch so eine Sperre einen Vorteil, obwohl er gar nichts damit zu tun hat. Im Normalfall ist es Strafe genug, wenn ein Spieler frühzeitig vom Platz gehen muss." Unentschlossen dagegen ist sein Liga-Kollege Ralf Speer vom ESV: "Ich habe das Gefühl, dass der Verband unbedingt immer wieder was verändern will. Ob eine Sperre so sinnvoll ist, weiß ich nicht. Vielleicht wird das Spiel dadurch ja tatsächlich etwas fairer."

Was bei Speer noch vorsichtig optimistisch klingt, hört sich bei Dirk Windoffer, Trainer bei Grün-Weiß Steinbeck (B-Liga, Kreis Tecklenburg), anders an: "Ich finde das gut. Der ein oder andere Spieler schlägt ja gerne mal in der Schlussphase über die Stränge, was taktische Fouls angeht, weil er eh keine Konsequenzen zu befürchten hat. Gerade, wenn das Spiel schon entschieden ist. Vielleicht kann man mit einer Sperre dieses Verhalten verhindern." Auch Thomas Engelhardt, mit Westfalia Westerkappeln in der gleichen Spielklasse aktiv, kann sich mit der Regel anfreunden. "Es gibt keinen Grund, diese Regel aus dem Profibereich nicht im Amateurbereich anzuwenden."

Kritik von Kappelhoff-Rickert und Altkrüger

Kritisch äußert sich Matthias Kappelhoff-Rickert, der als Spielertrainer von Matellia Metelen in der Steinfurter A-Liga kickt und zum Thema Sperre nach Gelb-Rot noch keine Meinung hat. Dagegen regt er an, "die automatische Sperre bei Roten Karten infrage zu stellen". Meistens seien die Rotsünder der Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters ausgesetzt.

Deutlich verärgert war am Wochenende Dirk Altkrüger, Coach von GW Nottuln II in der Coesfelder A-Liga. Beim 2:4 seines Team bei den Sportfreunde Merfeld schimpfte Altkrüger auf den Schiedsrichter. Er sagt: "Bevor man so eine Regel einführt, sollte man erst die Schiedsrichter schulen. Fußball ist der einzige Sport, wo ein Schiedsrichter großen Ermessungsspielraum hat. Der eine oder andere zieht da eine Show ab."



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