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Andreas Teipel (Herausgeber)

Sperre nach fünfmal Gelb: Fehler vorprogrammiert


Von Andreas Teipel

(10.07.14) Ab der kommenden Saison will der Verband die Spielsperre nach der fünften Gelben Karte bis hinunter in die untersten Ligen einführen (Öffnet externen Link in neuem FensterMZ berichtete heute). Bei allen guten Absichten, die hinter dieser Maßnahme stecken mögen, kann ich aus meiner Sicht nur sagen: Viel Glück!

Als jemand, der regelmäßig von den Spielen berichtet und auch den Umgang mit dem wirklich guten Ergebnisdienst fussball.de zu schätzen weiß, lernt man doch auch die Tücken kennen. Und die liegen zumeist darin, dass die Spielberichte bisweilen nur unvollständig bis falsch ausgefüllt werden. Ob falsche Torschützen, Wechsel, Feldverweise oder eben auch Gelbe Karten. Unsere Redaktion hat die Erfahrung gemacht, dass diese statistischen Daten - ohne jeden Vorwurf - immer besser nochmal gegengeprüft werden.

Schon die Ampelkarte bereitet Probleme. Ein Beispiel: Ein Spieler der ersten Mannschaft des SV Gescher (damals noch Bezirksliga) wurde unter der Woche im Einsatz für die Reserve fälschlicherweise mit Gelb-Rot gesperrt. Die Ampelkarte hatte ein anderer gesehen. Der fehlerhafte Eintrag im DFB-Net war also in der Welt. Und erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn am Sonntag war der Spieler vom Staffelleiter wieder freigegeben worden. Stress, den kein Mensch braucht.

Und schon gar nicht die Schiedsrichter selbst. Die sind bis zur Bezirksliga auf sich allein gestellt, verfügen über keine Assistenten und sind, je tiefer sie pfeifen, bisweilen schon mit der Spielleitung als solcher voll gefordert. Wie sollen diese Sportkameraden auch noch derartige folgenschweren Details fehlerfrei nachhalten. Einen falschen Torschützen kann man ja verknusen. Eine Sperre ist da schon deftiger. Für Vereine, Schiedsrichter und Staffelleiter bedeutet dies wieder einmal zusätzlichen Aufwand, für den sie im Zweifel auch noch gescholten werden. Nicht gerade Werbung für die Gewinnung neuer Schiedsrichter.

Ich will niemandem den Willen oder die Fähigkeit absprechen, diese Zusatzbelastung gewissenhaft zu stemmen. Auch mag diese Regelung der Fairness bis zur Landesliga Vorschub leisten. Doch ich halte es für einen Fehler, die ohnehin stark belasteten Akteure auf Kreisebene zusätzlich dem Druck auszusetzen, der entsteht, wenn Fehler gemacht werden. Und ich bin sicher, die werden passieren. 

Weitere Infos
Öffnet internen Link im aktuellen FensterHeimspiel-online.de (26.03.14)
Öffnet externen Link in neuem FensterMünstersche Zeitung (10.07.14)

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