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Frederik Haut (BW Greven II hält wenig von der neuen Wechselregel.

Reaktionen auf neue Wechselregel von „sinnvoll“ bis „schwachsinnig“


Von Sascha Keirat

(22.07.13) Zur neuen Saison führt der Verband eine Öffnet internen Link im aktuellen Fensterneue Regel ein, nach der 14 Spieler beliebig oft ein- und ausgewechselt werden dürfen. Wir hörten uns bei betroffenen Trainern und Schiedsrichtern um. Die Reaktionen fielen  unterschiedlich aus.

So hält etwa Marc Wiethölter vom Steinfurter B-Ligisten Eintracht Rodde sie durchaus für sinnvoll. „Ich stehe dem eher positiv gegenüber. Die Trainer unserer Zweiten und Dritten sind dankbar dafür, dass sie mit dünnem Kader auch mal einem Spieler eine Pause gönnen können.“ Markus Sparenberg vom SV Dickenberg (Kreisliga B Tecklenburg) gewinnt der Sache auch Positives ab: „Ich hätte diese Möglichkeit in der Vergangenheit manchmal gern gehabt, um taktische Änderungen vorzunehmen, zum Beispiel einen Stürmer wieder zu bringen, den ich schon rausgenommen habe, wenn wir wieder mehr für die Offensive tun müssen.“

Frederik Haut, Coach bei C-Ligist BW Greven II, sagt: „Ich finde das schwachsinnig, weil ich der Meinung bin, dass in allen Ligen mit den gleichen Waffen gekämpft werden sollte.“ Amadeus Heinemann, nächste Saison Coach bei B-Ligist Westfalia Kinderhaus III, meint: „Ich hätte lieber einen Auswechselspieler mehr statt so viel zu wechseln. Immerhin will sich jeder Spieler in die Startelf beißen und trainiert, um 90 Minuten fit zu sein. Dieser Ansporn fällt dann ein bisschen weg.“

Schiedsrichter hat 23 Wechsel notiert

Kolja Steinrötter, Coach der Kreisliga-Frauen von BW Aasee, hält ebenfalls wenig vom munteren Wechselspielchen: „Ich finde das ein bisschen abwertend. Unsere Liga ist ja quasi A-, B- und C-Liga gleichzeitig. Es gibt Mannschaften, die eher hobbymäßig spielen, für die ist es vielleicht sinnvoll. Diejenigen, die das Ganze ernster nehmen, haben weniger Interesse daran.“ André Frankrone, münsterscher Schiedsrichter und bis Sommer Damen-Trainer bei Wacker Mecklenbeck II, findet, „dass es eine Steigerung vom Junioren- zum Seniorenbereich geben und sich mehr in Richtung des Profifußballs orientiert werden sollte“. Außerdem macht er sich Sorgen, dass der Spielfluss durch zu viele Wechsel erheblich gestört werden könnte. Denn: „Der Schiedsrichter muss zwar nicht alle Wechsel in den Spielbericht eintragen, sollte sie sich aber schon notieren“, erklärt Gereon Melchers, Schiedsrichter-Obmann in Münster/Warendorf.

Ein Beispiel dafür liefert ein Schiedsrichter aus dem Kreis Münster/Warendorf, der namentlich nicht genannt werden möchte. Er erlebte vergangene Saison in der U19-Kreisliga einen Extremfall: „Die eine Mannschaft lag in der 80. Minute 1:0 vorne und hat in der Schlussphase dermaßen oft getauscht, dass ich nachher insgesamt 23 Auswechslungen auf dem Zettel hatte. Der Trainer wollte Zeit schinden und ich habe letztlich pro Wechsel eine halbe Minute nachspielen lassen.“ Das ist sicher die Ausnahme, doch kann ein Spielleiter ein solches Vorgehen nach dem Regelwerk nicht verhindern.



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2    TuS Laer 13    36:14 33  
3    Turo Darfeld 12    39:6 32  
4    Teuto Riesenbeck 13    36:11 32  
5    W. Kinderhaus II 12    51:10 31  

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